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Angst vorm Ertrinken. Immer Hochwasser in meinen Träumen.

9. Oktober 2006 um 22:12

Hallo,

ich habe immer wieder ähnliche Träume. Immer bin ich auf der Flucht.
Diesmal war es wieder einmal das Wasser. Erst war es ganz ruhig, dann trüb bis schmutzig und dann reisend. Ich befand mich auf der Straße als es kam. Mit ihm wurde ein Haus aus Glas mitgespült. Dieses drohte mich mit fortzuspülen. Ich bin gerannt so schnell ich konnte. Habe dann an einer Mauer einen Haken gefunden, an dem ich mich hochziehen konnte. Das Haus wurde an mir vorbeigespült. Ich hatte aber Mühe, nicht hineinzufallen in das Wasser.

Ganz oft habe ich Träume in denen ich vor etwas davon laufe. Oft werde ich auch verfolgt von Menschen, die mir was Böses wollen. Oft schaffen sie es auch mich zu erschiesen oder mir das Messer ins Herz zu stoßen. Ich spüre dann immer den Schmerz, als seie es real. Aber davon sterbe ich nicht in den Träumen. Ich überlebe es und mache normal weiter.

Ich habe nun schon gehört, man soll in den Träumen nicht weglaufen. Sich den Dingen stellen. Aber wie soll das geschen. Ich fühle ja immer den Schmerz oder das Wasser.

Kann mir jemand helfen zu verstehen???

Danke.
Jane

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10. Oktober 2006 um 19:49

Traumdeutung
Hallo Jane,

ich könnte jetzt eine Vermutung anstellen und letzten Endes nutzt es uns doch nichts. Was man zur Traumdeutung meiner Meinung nach unbedingt braucht ist eine freie Assoziation. Was ich dir jedoch sagen möchte ist, daß Träume nicht so einfach zu verstehen sind. Logisch. Sonst gäbe es nicht so viele Bücher drüber. Die Geschichte erzählt also nicht wirklich die Wahrheit. Die Wahrheit ist verpackt in Form von Symbolen, über die man verstehen kann. Sicherlich bedeutet es nichts Gutes, was deine Träume erzählen. Aber gut ist es bestimmt, daß du dich von ihnen nicht ergreifen läßt und daß du noch lebst, obwohl sehr viele Menschen gibt, die versuchen dich zu töten. Glaub mir. Es sind unzählige. Aber eben deswegen ist es unbedingt wichtig, daß du dich deinen Träumen widmest. Sonst wird etwas in dir sterben. Das siehst du wohl selbst.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn du mir in einer Mail antworten würdest. Liebe Grüße
David

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11. Oktober 2006 um 22:55

Hallo Jane,
werde versuchen, mich über die Symbolik ranzutasten:
FLUCHT: der Träumende versucht, schwierigen Gefühlen auszuweichen, will sich evtl. einer Verantwortung/Verpflichtung entziehen. Eine best. Situation löst Angst/Panik aus, Flucht erscheint als einzige Lösung. Auf Dauer aber keine Lösung, and. Bewältigungsstrategie muss gefunden werden. - Spirituell: außerordentlich große Sehnsucht nach Freiheit.
WASSER: Ein Symbol für Gefühle und das Unbewusste. ERTRINKEN: die Tendenz des Träumenden, unangenehme Dinge ins Unbewusste zu verdrängen, von wo sie jedoch mit Macht zurückkehren und drohen, den Träumenden zu überwältigen. - Wasser, das erst ganz ruhig ist, dann trüb/schmutzig wird und dann reißend: Ersetz doch mal das Wort "Wasser" durch "Emotionen"! - Was tut das Wasser mit dir? Es droht dich mit sich fortzureißen...
DAS HAUS AUS GLAS: das bist du selbst, vermute ich (allerdings ist alles, was man im Traum sieht, ein Teil des Selbst). HAUS: die Seele, verweist auf die Art u. Weise, wie der Träumende sein Leben "baut", auf seine innere Befindlichkeit. GLAS - klar, durchsichtig, aber zerbrechlich. Verweist auf eine unsichtbare, doch berührbare Barriere, die der Träumende um sich selbst errichtet hat, um sich vor Beziehungen zu anderen Menschen zu schützen. (Umgekehrt können sich aber auch andere Menschen mit einer Glaswand vor dem Träumenden schützen.) Zerbrechen von Glas: eine Schutzwand wird durchbrochen, der Träumende zertrümmert die Gefühle, die ihn einengen, bewegt sich in einen klareren Raum hinein, in dem er das Errichten neuer Barrieren nicht zulässt.
Die STRASSE, die du siehst, ist die Straße des Lebens, auf der du gehst.
TÖTEN: Getötet werden: symbolisiert i.d.R., dass der Träumende unter einen äußeren Einfluss gerät, der ihn/einen Teil seiner Persönlichkeit im alltägl. Leben nicht mehr bestehen lässt. Kann das Bedürfnis des Träumenden nach Gewalt (besonders solche, die sich gegen ihn selbst richtet) symbolisieren. Vielleicht glaubt der Träumende, die einzig mögliche Lösung eines Problems besteht darin, einen Teil seiner selbst "abzutöten".
Ich interpretiere deinen Traum so, dass du eine unsichtbare (Glas!) Wand zwischen dir und der Außenwelt errichtet hast, um dich zu schützen vor Verletzungen, oder aber du lässt einen bestimmten Teil deiner selbst nicht zu und fürchtest, er wird unkontrollierbar werden, d.h., deine Mitmenschen bemerken diesen Teil, und du befürchtest, sie akzeptieren ihn nicht. Entweder befürchtest du, dass du deine Barriere eines Tages selbst niederreißt (doch du weißt, du wirst es überleben, und so ist es!), oder andere Menschen werden es tun. Versuch doch mal, dir vor dem Einschlafen vorzustellen, dass das Wasser ruhig und klar bleibt, liebevoll deine Knie umspült - und du lässt dich hineinfallen und schwimmst, glücklich und ohne Angst...
Liebe Grüße, Meerblau

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25. Oktober 2006 um 0:31
In Antwort auf carmel_12869507

Hallo Jane,
werde versuchen, mich über die Symbolik ranzutasten:
FLUCHT: der Träumende versucht, schwierigen Gefühlen auszuweichen, will sich evtl. einer Verantwortung/Verpflichtung entziehen. Eine best. Situation löst Angst/Panik aus, Flucht erscheint als einzige Lösung. Auf Dauer aber keine Lösung, and. Bewältigungsstrategie muss gefunden werden. - Spirituell: außerordentlich große Sehnsucht nach Freiheit.
WASSER: Ein Symbol für Gefühle und das Unbewusste. ERTRINKEN: die Tendenz des Träumenden, unangenehme Dinge ins Unbewusste zu verdrängen, von wo sie jedoch mit Macht zurückkehren und drohen, den Träumenden zu überwältigen. - Wasser, das erst ganz ruhig ist, dann trüb/schmutzig wird und dann reißend: Ersetz doch mal das Wort "Wasser" durch "Emotionen"! - Was tut das Wasser mit dir? Es droht dich mit sich fortzureißen...
DAS HAUS AUS GLAS: das bist du selbst, vermute ich (allerdings ist alles, was man im Traum sieht, ein Teil des Selbst). HAUS: die Seele, verweist auf die Art u. Weise, wie der Träumende sein Leben "baut", auf seine innere Befindlichkeit. GLAS - klar, durchsichtig, aber zerbrechlich. Verweist auf eine unsichtbare, doch berührbare Barriere, die der Träumende um sich selbst errichtet hat, um sich vor Beziehungen zu anderen Menschen zu schützen. (Umgekehrt können sich aber auch andere Menschen mit einer Glaswand vor dem Träumenden schützen.) Zerbrechen von Glas: eine Schutzwand wird durchbrochen, der Träumende zertrümmert die Gefühle, die ihn einengen, bewegt sich in einen klareren Raum hinein, in dem er das Errichten neuer Barrieren nicht zulässt.
Die STRASSE, die du siehst, ist die Straße des Lebens, auf der du gehst.
TÖTEN: Getötet werden: symbolisiert i.d.R., dass der Träumende unter einen äußeren Einfluss gerät, der ihn/einen Teil seiner Persönlichkeit im alltägl. Leben nicht mehr bestehen lässt. Kann das Bedürfnis des Träumenden nach Gewalt (besonders solche, die sich gegen ihn selbst richtet) symbolisieren. Vielleicht glaubt der Träumende, die einzig mögliche Lösung eines Problems besteht darin, einen Teil seiner selbst "abzutöten".
Ich interpretiere deinen Traum so, dass du eine unsichtbare (Glas!) Wand zwischen dir und der Außenwelt errichtet hast, um dich zu schützen vor Verletzungen, oder aber du lässt einen bestimmten Teil deiner selbst nicht zu und fürchtest, er wird unkontrollierbar werden, d.h., deine Mitmenschen bemerken diesen Teil, und du befürchtest, sie akzeptieren ihn nicht. Entweder befürchtest du, dass du deine Barriere eines Tages selbst niederreißt (doch du weißt, du wirst es überleben, und so ist es!), oder andere Menschen werden es tun. Versuch doch mal, dir vor dem Einschlafen vorzustellen, dass das Wasser ruhig und klar bleibt, liebevoll deine Knie umspült - und du lässt dich hineinfallen und schwimmst, glücklich und ohne Angst...
Liebe Grüße, Meerblau

Vielen lieben Dank....
....für Deine ausführlich Antwort. Nein, sie hat mich in keinster Weise gekränkt. Warum auch.
Ich habe mich jetzt schon mehrfach versucht, damit auseinander zu setzen, weil die Träume mich belasten und sie auch immer wiederkehren.
Das mit dem Wasser habe ich erst seit 2002 das Hochwasser gewesen ist. Habe damals Wiederaufbauhilfe geleistet. Aber seit dem....! Meine Schwiegerellis waren direkt davon betroffen. Ich glaube, dass hat mir einen Schock versetzt. Sie waren so fertig gewesen.
Alles Andere, ja habe ich schon wesentlich länger. Ich glaube, ich habe auch in mir immer noch eine Menge ungeäußerte Wut stecken. Versuche sie immer und immer wieder herunterzuschlucken. Nicht daran zu denken, mir zu sagen "Das ist alles Vergangenheit!". Aber so recht gelingt mir das noch nicht, es umzusetzen. Und ich habe dadurch auch das Gefühl, nach Außen hin nur eine Rolle zu spielen. Etwas oder jemand, der ich eigentlich nicht bin.
Danke Dir auf jedenfall für Deine Antwort.

Gruß
Jane

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25. Oktober 2006 um 0:48
In Antwort auf osheen_12118849

Traumdeutung
Hallo Jane,

ich könnte jetzt eine Vermutung anstellen und letzten Endes nutzt es uns doch nichts. Was man zur Traumdeutung meiner Meinung nach unbedingt braucht ist eine freie Assoziation. Was ich dir jedoch sagen möchte ist, daß Träume nicht so einfach zu verstehen sind. Logisch. Sonst gäbe es nicht so viele Bücher drüber. Die Geschichte erzählt also nicht wirklich die Wahrheit. Die Wahrheit ist verpackt in Form von Symbolen, über die man verstehen kann. Sicherlich bedeutet es nichts Gutes, was deine Träume erzählen. Aber gut ist es bestimmt, daß du dich von ihnen nicht ergreifen läßt und daß du noch lebst, obwohl sehr viele Menschen gibt, die versuchen dich zu töten. Glaub mir. Es sind unzählige. Aber eben deswegen ist es unbedingt wichtig, daß du dich deinen Träumen widmest. Sonst wird etwas in dir sterben. Das siehst du wohl selbst.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn du mir in einer Mail antworten würdest. Liebe Grüße
David

Hallo David...
...habe Dir eine Nachricht geschickt, vielleicht magst sie ja beantworten.

Gruß
Jane

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25. Oktober 2006 um 20:10
In Antwort auf jane1972

Vielen lieben Dank....
....für Deine ausführlich Antwort. Nein, sie hat mich in keinster Weise gekränkt. Warum auch.
Ich habe mich jetzt schon mehrfach versucht, damit auseinander zu setzen, weil die Träume mich belasten und sie auch immer wiederkehren.
Das mit dem Wasser habe ich erst seit 2002 das Hochwasser gewesen ist. Habe damals Wiederaufbauhilfe geleistet. Aber seit dem....! Meine Schwiegerellis waren direkt davon betroffen. Ich glaube, dass hat mir einen Schock versetzt. Sie waren so fertig gewesen.
Alles Andere, ja habe ich schon wesentlich länger. Ich glaube, ich habe auch in mir immer noch eine Menge ungeäußerte Wut stecken. Versuche sie immer und immer wieder herunterzuschlucken. Nicht daran zu denken, mir zu sagen "Das ist alles Vergangenheit!". Aber so recht gelingt mir das noch nicht, es umzusetzen. Und ich habe dadurch auch das Gefühl, nach Außen hin nur eine Rolle zu spielen. Etwas oder jemand, der ich eigentlich nicht bin.
Danke Dir auf jedenfall für Deine Antwort.

Gruß
Jane

Hallo Jane,
also lag ich ja im Prinzip richtig: Du spielst eine Rolle, weil du nicht möchtest, dass etwas, was in dir drin ist, rauskommt und gesehen wird! Warum glaubst du nur und weißt es nicht, dass eine Menge Wut in dir steckt? Ich bin meine Wut damals losgeworden, indem ich zum Karateunterricht gegangen bin - hat zwei Jahre gedauert!
Liebe Grüße, Meerblau

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25. Oktober 2006 um 21:37
In Antwort auf carmel_12869507

Hallo Jane,
also lag ich ja im Prinzip richtig: Du spielst eine Rolle, weil du nicht möchtest, dass etwas, was in dir drin ist, rauskommt und gesehen wird! Warum glaubst du nur und weißt es nicht, dass eine Menge Wut in dir steckt? Ich bin meine Wut damals losgeworden, indem ich zum Karateunterricht gegangen bin - hat zwei Jahre gedauert!
Liebe Grüße, Meerblau

Hallo Meerblau
ich kann es Dir nicht so ganz genau sagen, ob es nur Wut ist. Ich denke, es ist eine gute Mischung aus Trauer und Wut.
Ich war schon immer darauf bedacht, mich zu beherrschen. Aber irgendwie muß ich da was falsch verstanden haben, denn ich lasse es kaum raus, wenn ich wütend bin. Immer in der Angst, Menschen zu verletzen oder das ich Worte sage, die ich hinterher bereue.
Karate ist eine super Idee. Tanzen hat mir auch immer geholfen. Vielleicht sollte ich das einfach wieder mehr machen.

Vielen Dank für Deine Antwort.

Gruß
Jane

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26. Oktober 2006 um 15:36

Hallo Jane
also, soviel ich weiss, sagen diese Träume aus, das du im realem Leben vor sachen davon läufst!
Das können ganz banale Dinge wie Aussprachen oder Entscheidungen sein!

Überleg ob es in deinem Leben Dinge gibt die du gerne zur Seite schiebst oder gar zu ignorieren versuchst!

Romana

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26. Oktober 2006 um 17:00
In Antwort auf linden_12713360

Hallo Jane
also, soviel ich weiss, sagen diese Träume aus, das du im realem Leben vor sachen davon läufst!
Das können ganz banale Dinge wie Aussprachen oder Entscheidungen sein!

Überleg ob es in deinem Leben Dinge gibt die du gerne zur Seite schiebst oder gar zu ignorieren versuchst!

Romana

Hallo Romana
sicher, es gibt diese Dinge, aber das sind auch Dinge, die ich einfach nicht ändern kann. So sehr ich es auch möchte. Ich denke, dass verfolgt mich auch in meinen Träumen.

Ich muß es akzeptieren, kann es wohl aber noch nicht so.

Danke.

Jane

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2. November 2006 um 16:10

Hallo Jane,
So wie du deine geschichte erzählt hast,sagt mir mein verstand das du in der realität vor etwas wegläufst.
Wenn kommt es aus der kindheit was dich jetzt wieder einholt.Oder es vor ein paar Jahren passiert. Wenn du dich diesen dingen im Traum stellst und zeigst rückrad.Dann hattest du denn traum das letzte mal.
Ich habe auch schon so ein traum durch gemascht bis ich mich der realität gestellt habe. Versuch es mal. Du wirst auch im altag selbst
Bewusster erscheinen.
gruß jenny19120

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