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Angst vorm Erbrechen

5. April 2010 um 1:45

Ich bin 14 und habe schreckliche Angst vorm Erbrechen. Selbst wenn ich höre, dass jemand gebrochen hat, bekomme ich Gänsehaut. Das schlimme ist, wenn mir selbst schlecht ist oder so, fange ich an zu zittern und könnte vor Angst losheulen. Das belastet mich tootaaal. Bei jedem kleinen Magenknurren bekomme ich Angst, dass ich krank werde und mich vielleicht übergeben muss. Liegt das vielleicht an meiner Vergangenheit, dass irgendetwas passierte? Denn ich kann mich an nichts gravierendes erinnern.
Bitte helft mir!

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5. April 2010 um 19:00

Kenn ich
Hey,
ich hatte mit 14 genau das selbe Problem. Die Angst hat irgendwann meinen ganzen Alltag kontroliert. Gott sei dank hat meine Mutter irgendwann die Notbremse gezogen und hat mich zu einer Psychologien geschleppt. Am Anfang war ich davon nicht begeistert, aber ich wollte die Angst irgendwann nur noch loswerden. Ich muss wirklich sagen, dass war meine Rettung. Ich hatte bereits begonnen abends nichts mehr zu essen, aus Angst nachts krank zu werden. Wenn jemand in der Familie krank war, hab ich solange nichts gegessen bis ich sicher war mich nicht mehr anstecken zu können. Jetzt, mit 20 hab ich leider einen kleinen Rückfall, aber dieses mal hab ich mir gleich Hilfe gesucht, bevor ich mich wieder zu sehr einschränken lasse.
lg

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16. Mai 2010 um 23:43

Ach ja ich weiß noch...
Hi!
Ich habe es seit ich 13 Jahre bin. Ich weiß bis jetzt nicht warum ich es habe. Ich bin nun schon 40 Jahre und habe das letztemal mit 13 Jahren gebrochen. ( Da hatte ich das noch nicht mit der Angst, es kam ca.1/2 Jahr später.) Es ist ein richtiges Laster, in vielen Sachen bin ich eingeschränkt aus Angst mir würde schlecht werden, wenn ich dieses oder jenes machen würde. Ich bin z.b. noch nie geflogen .
Ich bin aber auch in einer Sache besonders Stolz auf mich!!! Ich bin Frau und wollte natürlich auch wie viele ander Frauen, Kinder.
Mein Sohn ist jetzt 9 Jahre alt Da war die Hürde zu nehmen das ich vielleicht mich übergeben müsste, in der Schwangerschaft. Ich habe vorher mit meinem Frauenarzt gesprochen. Der war sehr verständnisvoll und hat mir im voraus Tab. verschrieben so das mir nicht schlecht wurde. Und so war das dann auch. Dann waren noch die überlegungen, was wenn mein Kind später mal brechen muss?!
Und das musste er schon öfters! Das kostet mich dann all meine Kraft die ich aufbringen kann, um ihn nicht zu zeigen dass das, dass schlimste für mich ist. Irgendwie schaff ich es aber immer.
Was ich Dir mit auf den weg geben möchte. Lass Dir MCP- Tropfen verschreiben von Deinen Hausarzt. Erzähl ihm warum Du sie brauchst. Nur zur Not, wenn es Dir schlecht geht. Ich hatte sie früher und heute noch immer anbei. So habe ich geschafft die ganzen Jahre nicht zu brechen (letzte mal mit 13). Versuch so früh wie möglich eine Angst - therapie zu machen, geh zu eine guten Arzt. Wenn der erste nicht gut tut dann versuch einen anderen. Versuch das so schnell wie möglich zu tun. Ich bin vor ein Jahr deswegen beim Arzt gewesen und der meinte ich hätte damahls gehen sollen, wo es am Anfang war, um so schneller kann einen geholfen werden. Bei mir ist es schon so eine eingefahrende Sache, es wird wohl nie richtig unter kontrolle zu kriegen sein. Bitte versuch so schnell wie möglich hin zu gehen.
Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen, dass würde mich freuen

Viel Glück ...

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24. Mai 2010 um 18:08

Angst
hey
tja wie gut ich das kenne
leider
Ich bin jetzt 21 und habe es seit dem ich auf der welt bin früher war es nicht sooo schlimm bin halt nur nicht ins kino gegangen mit 18 wurde es dann so schlimm das ich einkaufswagen nicht angefasst habe weil da könnten ja magen darm vieren sein.
ich bin nicht mehr raus gegangen bin keine bahn gefahren in keine disco nirgends....
wenn freunden schlecht ist wird es mir auch und ich fange an zu zittern.
Letztes Jahr habe ich dann eine therapie gemachtt.
frage mich nicht wie aber die haben es geschafft klar die angst ist da aber ich habe gellernt super damit zu leben!
Ich kann es nur empfehlen
ach und ich habe immer eine plastiktüte dabei gehabt

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2. Juni 2012 um 9:39

Emetophobie
Hallo,

ich bin mittlerweile 24 Jahre und akut hat die angst angefangen als ich 2007 mit nem Noro-Virus konfrontiert wurde, der in dem heim umging, in dem ich arbeitete.
ich war nicht betroffen, doch da fing es an mit panikattacken.

Ich würde aber trotzdem sagen, dass ich die angst vor dem erbrechen schon mein leben lang rumschleppe.

1) bitte keine MCP tropfen!!! Die können psychisch abhängig machen und wenn der magen etwas für schädlich empfindet, dann muss das raus und dann helfen weder vomex noch mcp tropfen weiter. besser einmal erbrechen, als an ner lebensmittelvergiftung sterben (übertrieben gesagt)

2) psychologische hilfe suchen. hinter der angst vor dem erbrechen steckt meist viel mehr als nur das erbrechen an sich (angst kontrolle zu verlieren, angst vor anderen das gesicht zu verlieren/sich blamieren, angst alleine zu sein,......) und die angst kann man durch verschiedene arten in den griff bekommen.
- verhaltenstherapie / konfrontation mit dem thema (sei es durch abbau von vermeidungsverhalten wie z.b. ständig ne kotztüte mitschleppen, oder durch erbrechen unter ärztlicher und therapeutischer aufsicht, das ist aber dann freiwillig vom patienten und nur mit vorhergehender guter therapie wirkungsvoll, weil du dich ja bewusst darauf einlassen musst und das geht so larifari nicht mal eben nebenher)
- kognitiv also durch gedankliche konfrontation (szenen im kopf detailiert durchgehen und so konfrontieren)
- durch gesprächstherapie den eigentlichen grund für die phobie finden und dann diesen verarbeiten

3) möchte ich dir ein forum ans herz legen in dem ich selber sehr lange aktiv war und mittlerweile mich mehr zurück ziehe, da ich auslöser-technisch arbeite und nicht mehr so extrem nur aufs erbrechen fixiert bin

Diese Phobie ist nicht selten, aber es wissen noch zu wenig, dass es sie gibt und dass man sie wie jede andere angsterkrankung therapeutisch behandeln kann.
Man braucht dafür nur einen therapeuten, der sich mit ängsten auskennt.

http://www.emetophobie.de/forum/

wenns arg einschränkend ist, wird auch oft die christoph-dornier-klinik empfohlen. dort wird sehr stark konfrontationstherapie betrieben, sprich du isst z.b. dinge, die dir unheimliche panik bereiten (je nachdem, was du wegen der angst vermeidest), oder du machst ausflüge mit zug/bus, wenn du das auf grund der angst vermeidest,...

man arbeitet eben daran, ein normales leben führen zu können und baut die angst durch ständiges wiederholen ab.

passend dazu gibts die angstkurve.
angenommen du hast angst davor in kleinen räumen zu stehen.
erst kommt die vorarbeit mit einem therapeuten, wo du erst mal nur redest bzw. zuhörst (klassische gesprächssituation eben).
dann sucht man sich gemeinsam mit dem therapeuten einen geeigneten übungsplatz aus (da wird dann auch nicht die kleine besenkammer ausgesucht, sonder vielleicht erstmal ne stufe leichter n großer aufzug in nem krankenhaus, die sind ja immer recht geräumig).

die angst beginnt meist schon bevor man in der situation ist und da beginnt auch die übung:
--> situation und angst aushalten

die angst steigert sich bis zu einem gewissen punkt und ab da kann man spüren, wie sich der körper allmählich entspannt, denn der körper kann eine extreme anspannung nur eine gewisse zeit durchhalten, bis er sich entspannt.

nach der übung gibts dann nochmal ein gespräch, wie man die situation empfunden hat und so (reflektieren).

nach wiederholungen der einen übung geht man dann immer einen schritt weiter, bis man dann tatsächlich in einer kleinen besenkammer alleine bleiben kann ohne in panik zu verfallen.

So, viel erklärt, viel geschrieben, aber wie gesagt,
die Phobie hat einen namen und das oben geschriebene forum ist echt super. da hast du viele die noch am anfang sind und auch viele, die schon ihre hochphasen hinter sich haben und ein normales leben führen können ohne einschränkungen.

liebe grüße und ich hoffe ich konnte dir helfen,

alex

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10. Mai 2015 um 18:42

Emotophobie
Ich habe das auch. Du beschreibst es genauso wie ich es erlebe bzw erlebt habe denn ich habe eine Therapie gemacht. Früher war mir jeden Abend übel und dachte ich müsse mich übergeben. Die Psyche spielt da eine sehr große Rolle. Jetzt habe ich gelernt mit der Angst umzugehen und mir ist nur noch sehr selten übel. Hoffe dass es dir bald besser geht! Ich weiß wie du dich fühlst...

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5. August 2016 um 23:54

Ich auch... leider..
Hey, ich bin Sonja und fast 15 Jahre alt.
Ich habe genau das selbe Problem und ich weiß noch nicht mal wie das gekommen ist. Das Ding ist mir wird seit fast 4 Jahren jeden Tag schlecht und ich War auch bei verschieden Ärzten,konnten aber nix erkennen und jtz muss ich damit leben... ich lebe jeden Tag mit der Angst spucken zu müssen und das ist die Hölle wenn du auch noch Laktose und Fruktose hast. Ich achte bei jeder Kleinigkeit ob das essen noch gut ist und wie lange. Es ist echt stressig für mich und meinen Eltern. Ich bin bei einer psychologin und die hilft mir auch also ich für es dir Empfängen und ich hoffe das es dir bald besser geht

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23. August 2016 um 19:13

Angst vorm Erbrechen
Hallo!
Ich verstehe dich so gut, denn auch ich habe eine stark ausgeprägte Emetophobie seit ich denken kann.
Ich habe das letzte Mal mit 7 brechen müssen und bin mittlerweile 19-und die Angst wird manchmal so schlimm, dass ich zitternd und weinend im Bett liege.
Was mir manchmal hilft, ist mit meiner Mutter über meine Erfahrungen mit Erbrechen in meiner Kindheit zu reden...dadurch verstehe ich mich selbst besser. Außerdem sind die Erinnerungen meist schlimmer, als sie eigentlich waren.
Fühl dich ganz doll verstanden von mir und lies in solchen Foren darüber...das hilft mir zum Mindest sehr, ruhig zu bleiben, wenn die Angst wieder schlimmer wird.
Ich hoffe es geht dir etwas besser!

MfG
Mary

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Glück, Persönlichkeit und Umgang mit bestimmten Lebensumständen
Von: semyon_12049253
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23. August 2016 um 10:18
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