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Angst vorm Erbrechen...

27. Januar 2010 um 20:01

Hi ihr Liebe!
Ich hoffe es geht euch allen gut, zumindest den Umständen entsprechend!
Auf diesem Weg suche ich ein bei Mitbetroffene um mich auszutauschen, uns gegenseitig zu helfen und nach Wegen aus der Angst und Panik zu finden- falls das über möglich ist .
Ich leide seit November 2006 ganz extrem unter der Angst mich übergeben zu müssen oder anderweitig damit konfrontiert zu werden. Es wurde während meiner Ausbildung zur Restaurantfachfrau ausgelöst, als sich ein Gast auf dem Tisch übergeben hat. Seitdem wurde es von Tag zu Tag schlimmer. Irgendwann habe ich vor lauter Angst das Haus nicht mehr verlassen, nur noch trockene Brötchen gegessen, immer waren Tabletten griffbereit!
Im April 2007 habe ich dann eine stätionäre Therapie begonnen... Seitdem klappt das mit dem Rausgehen besser. Aber mehr weil ich mich dazu zwinge, obwohl mir so schlecht ist . Vor drei Monaten bin ich nun Mutter geworden und denke schon daran, wie es wohl sein wird, wenn der Kleine in den Kindergarten geht, oder selber k***t.
Hier sind in Stichworten noch ganz abstrackte Verhaltensweisen von mir durch diese Angst...
- ich habe immer eine Tüte und Medikamente dabei
- sobald mein Mann oder jemand anderes sagt, dass ihm schlecht sein, flüchte ich, obwohl ich lieber helfen würde
- ich vermeide Paries, Alkohol und andere Orte wo viele Menschen zusammen kommen
- ich schaue aufs Haltbarkeitsdatum
- höre mittendrin aus zu Essen, weil es ja zuviel sein könnte
- wenn ich Panik habe, fange ich an zu zittern, nervös zu werden
- vor Terminen esse ich stundenlang vorher nichts
- sobald ich irgendwo bin, schaue ich direkt nach Fluchtmöglichkeiten etc.

Ich würde mich wirklich freuen, eure Geschichten zu hören...
Bis hoffentlich bld, Christina

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1. Februar 2010 um 20:37

Mir geht es ähnlich
Hallo Christina,

ich finde mich in deinem Artikel ziemlich gut wieder. Bei mir rührt es allerdings aus der Kindheit her. Ich habe recht lange bei meinen Eltern im Bett geschlafen und mein Vater hat sich früher häufig betrunken und musste sich dann übergeben. Das als kleines Kind mitzubekommen ist nicht einfach. Seither habe ich enorme Angst vor Menschen die getrunken haben und lebe auch immer mit der Angst, dass mir schlecht werden könnte.

Viele deiner Verhaltensweisen habe ich auch, sie schrenken mich total in meinem täglichen Leben ein. Es ist wie ein Teufelskreis, isst man zu wenig wird einem übel obwohl man dadurch ja eigentlich genau das verhindern wollte.

Soviel erst mal von mir . . da es mir doch etwas schwer fällt darüber zu erzählen . . erstmal hier ein Break.

Hoffe wir schreiben uns wieder

T.

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2. Februar 2010 um 4:41
In Antwort auf tendai_12909155

Mir geht es ähnlich
Hallo Christina,

ich finde mich in deinem Artikel ziemlich gut wieder. Bei mir rührt es allerdings aus der Kindheit her. Ich habe recht lange bei meinen Eltern im Bett geschlafen und mein Vater hat sich früher häufig betrunken und musste sich dann übergeben. Das als kleines Kind mitzubekommen ist nicht einfach. Seither habe ich enorme Angst vor Menschen die getrunken haben und lebe auch immer mit der Angst, dass mir schlecht werden könnte.

Viele deiner Verhaltensweisen habe ich auch, sie schrenken mich total in meinem täglichen Leben ein. Es ist wie ein Teufelskreis, isst man zu wenig wird einem übel obwohl man dadurch ja eigentlich genau das verhindern wollte.

Soviel erst mal von mir . . da es mir doch etwas schwer fällt darüber zu erzählen . . erstmal hier ein Break.

Hoffe wir schreiben uns wieder

T.

Danke für deine Antwort
Hallo liebe T.

Genau, dass ist es... Aus Angst zuviel zu Essen, isst man oft zu wenig und selbst dabei wird einem schlecht .
Esist wirklich der totale Horror... Vorallem können Menschen, die davon nicht betroffen sind, nichts damit anfangen und meinen wir übertreiben. Kennst du das? Was machst du beruflich?
gaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnzzzzzzz zzz liebe Grüße

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5. Februar 2010 um 19:21
In Antwort auf chriskringel

Danke für deine Antwort
Hallo liebe T.

Genau, dass ist es... Aus Angst zuviel zu Essen, isst man oft zu wenig und selbst dabei wird einem schlecht .
Esist wirklich der totale Horror... Vorallem können Menschen, die davon nicht betroffen sind, nichts damit anfangen und meinen wir übertreiben. Kennst du das? Was machst du beruflich?
gaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnzzzzzzz zzz liebe Grüße

Essen in Gesellschaft
Hallo Christina,

ich hoffe es geht dir momentan gut. Mir geht es eigentlich ganz ok. War beim Arzt und nehme jetzt Globoli gegen die Angst und versuche einigermaßen geregelt zu essen.

Zum Glück habe ich einen Partner der mich versteht und mich immer wieder zum Essen animiert bzw. auch super kocht. Er trinkt absolut keinen Alkohol,was meiner Angst vor Betrunkenen auch sehr entgegen kommt. Er versteht mich und geht mir mir gemeinsam oftmals über meine Grenzen. Aber wenn ich z. B. mit der Arbeit essen gehen soll (Weihnachtsfeier oder ähnliches) ist es ein Graus für mich. Ich esse absolut wenig habe sämtliche Medikamente gegen Übelkeit oder Bauchweh dabei. Oftmals verlasse ich die Veranstaltung auch als eine der Ersten. Wie verhälst du dich bei solchen Anlässen? Und wie versuchst du über deine Angst Herr zu werden.

liebe Grüße
T.

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12. Februar 2010 um 16:20

Helfen
hi ihr lieben,
also das was ihr beschreibt kenne ich bestens. allerdings aus meiner kindheit und jugend. als kind waren mir geburtstagsfeiern ein graus. weil ich da ja mitessen musste, ständig war ich unsicher. dann gab es noch diese furchtbaren schokoladenwettessen, die ich immer panikartig gemieden habe. aber als ich dann nicht mehr flüchten konnte, mich dem quasi gestellt habe, dann war das nicht mehr schlimm. als ich 13 war ging das aber wieder los. es hatte mit dem essen nichts zu tun, aber eher mit der situation: was mache ich wenn ich in der klasse sitze und plötzlich k.. muss. darin habe ich mich so reingesteigert, dass mir dann wirklich schlecht war, und ich monatelange die schule gemieden habe, was natürlich auch zu erheblichen problemen geführt hat. irgendwann war ich richtig wütend auf dieses hindernis und hatte dann einen trick parat:
ich sagte mir: wenn mir schlecht wird, dann gehe ich halt aufs klo und fertig.
dann hatte ich festgestellt, dass mir ja eigentlich gar nicht übel ist, quasi nix rauskommt und ich mir weiter keine sorgen machen muss.
ich glaube mit dieser angst verhält es sich wie mit der spinnenphobie, die ich übrigens auch habe. man hat am allermeisten angs vor der konfrontation, muss sich vermutlich damit konfrontieren, dann ist die angst weg. man muss wissen, dass dies wirklich nicht schlimm ist, wenn es denn passiert. somit habe ich in der jugend diese angst in den griff gekriegt, und konnte auch ohne tabletten in die schule gehen. jedoch habe ich bis heute bei langen autofahrten o.ä. immer ne tüte und bonbons dabei. einmal war ich ohne unterwegs und bekam solch eine panik. da habe ich ganz klar festgestellt, dass diese angst immer noch nicht ganz weggegangen ist.
allerdings passiert es immer in der öffentlichkeit. wenn ich alleine in meiner wohnung bin, habe ich nicht mehr so viel angst davor. es hat bei mir und vielleicht auch bei euch viel damit zu tun, nicht schwäche zeigen zu wollen. und auch wenn dies anderen in der öffentlichkeit passiert, hasse ich diese regelrecht dafür, dass sie so schwach waren. mir läuft dann regelrecht ein kalter schauer über den rücken. ich sehe das nicht als etwas normales, was mal jedem passieren kann. es hört sich schon fast menschenfeindlich an, aber ich finde diese leute dann richtig eklig.
anders ist es glücklicherweise bei freunden. ich halte denen oft den kopf, was ich damals niemals gekonnt hätte. aber wenn fremde das tun, ist es der horror. ich kann auch deshalb keine partys in meiner wohnung schmeissen. aber zum glück meide ich keine partys woanders. einmal hat jemand im flur..., und wollte dann regelrecht panikartig gehen. bis meine freundin mir sagte, dass sie diese ja dann entfernt hat. das hat bei mir eine beruhigung ausgelöst.-1. dass sie keine probleme damit hatte die ...wegzumachen und 2.dass die...dann weg war.
ich glaube es hat viel mit ekel vor menschen generell zu tun, kann das sein? mit einer intoleranz vor schwäche.
aber was immer hilft, ist, wenn man cool damit umgeht. sich sagt: ok, wenns passiert, na und? dann passiert es halt. dann ist die angst auch meistens gegangen. weil die angst vor der angst größer ist als der eigentliche inhalt.
was aber für mich leider unmöglich geworden ist, ist das fliegen. die angst, dass jemand anders oder mir schlecht wird. horror! vor allem weil es ja dann überhaupt keine fluchtmöglichkeit gibt. dann noch die enge und mögliche turbulenzen etc. jahrelang hatte ich mit dem fliegen keine probleme. keine ahnung warum die angst wieder kam, denn schlechte erfahrungen habe ich mit dem fliegen nie gemacht.
es gibt ja für diese phobie tatsächlich einen namen, den ich leider vergessen habe. viele leiden darunter, und ich glaube es gibt dafür gute behandlungsmöglichkeiten.
bei mir hält sich diese phobie glücklicherweise in grenzen. vor langen autofahrten esse ich auch nix, flüge wie gesagt meide ich auch. aber ansonsten geht es. je mehr ich mich reinsteigere desto schlimmer wird es.
ich würde jedenfalls allen, deren alltag sogar beeinträchtigt ist, dringend eine therapie ans herz legen.
mich würde auch mal der grund für diese phobie interessieren.
lg, beere

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22. Februar 2010 um 20:38
In Antwort auf tendai_12909155

Essen in Gesellschaft
Hallo Christina,

ich hoffe es geht dir momentan gut. Mir geht es eigentlich ganz ok. War beim Arzt und nehme jetzt Globoli gegen die Angst und versuche einigermaßen geregelt zu essen.

Zum Glück habe ich einen Partner der mich versteht und mich immer wieder zum Essen animiert bzw. auch super kocht. Er trinkt absolut keinen Alkohol,was meiner Angst vor Betrunkenen auch sehr entgegen kommt. Er versteht mich und geht mir mir gemeinsam oftmals über meine Grenzen. Aber wenn ich z. B. mit der Arbeit essen gehen soll (Weihnachtsfeier oder ähnliches) ist es ein Graus für mich. Ich esse absolut wenig habe sämtliche Medikamente gegen Übelkeit oder Bauchweh dabei. Oftmals verlasse ich die Veranstaltung auch als eine der Ersten. Wie verhälst du dich bei solchen Anlässen? Und wie versuchst du über deine Angst Herr zu werden.

liebe Grüße
T.

Essen in Gesellschaft2
Hallo T.
Schön wieder von dir zu lesen
Bei solchen Anlässen wie Weihnachtsfeier oder ähnlichem ist es bei mir auch so, dass ich ziemlich wenig esse, immer Medikante dabei habe und was ich auch mache ist, direkt nach den Toiletten zu kucken bzw Fluchtwege im Auge habe. Hast du das auch? Ein bis zwei Stunden nach dem Essen geht es dann eigentlich wieder! Ich merke aber selber, dass es mir meistens schlecht geht, wenn ich irgendwo hin muss. Oft muss ich mich dann zwingen, dass Haus zu verlassen. Kennst du das auch?
Mein Mann unterstützt mich auch immer in diesen Situationen und macht mir Mut. Danke Schatzi an dieser Stelle .
Ganz liebe Grüße Christina <3

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27. Februar 2010 um 20:23

Das kenn ich
oje das kenn ich ,,,,hatte ich auch.
betohnung auf HATTE!
das ist die angst vor der angst-
ich hab das allein..ist aber schwer in griff zu bekommen hingekriegt.
dauert aber...gab au immer wieder mal rückfälle.
man nennt das schocktherapy..heisst du gehst trotzdem...raus..ist aber net leicht.
so macht das ein therapeut zb.mit jemandem der panik hat in d. auf zug zu gehn.der geht dann mit dem patienten in d.aufzug
irgendwann überwindet er seine angstund die panik wird weniger.
also bei mir ist es jetzt so --ich geh raus wanna ich will..
muss aber sagen es gab viele rückfälle.
das beste ist aber wirklich..und auch wenn du ne therapy machs...RAUSGEHN...wenn du pech hast spuckst du paarmal..aber das MUSS dir egal sein dann gehts WEG.weg immer mehr..ganz weg wahrscheinlich nicht aber du kannst die kontrole darüber bekommen.ist net leicht...ich weiss..versuhs wenn du kannst wenn nicht such dir hilfe...beim therapeuthen.
versuche dich selber zu verstehn und kennenzulernen...
mach was schon wegen deinem kind...

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