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Angst vorm Autofahren - aber als Beifahrer

14. Mai 2007 um 14:27

Hallo zusammen,

Informationen zum Thema "Angst vor dem Autofahren" gibt es im Internet eine Menge. Allerdings beziehen sich durchweg alle auf die Angst, selbst ein Auto zu fahren. Obwohl ich selbst auch keine begeisterte Autofahrerin bin und seit Jahren nicht mehr selbst gefahren bin (ich plane aber intensiv einen Wiedereinstieg), so ist mein großes Problem leider jedoch ein anderes - die Angst vor dem Autofahren als Beifahrer.

Das, was andere Leute möglicherweise im Flugzeug erleben, erlebe ich als Beifahrer im Auto. Anfangs geht es noch, später fühle ich mich dann unwohl, ein wenig beklemmt, atme schneller - und besonders schlimm wird es, wenn ich Beifahrer auf der Autobahn bin. Dann kralle ich mich am Türgriff fest, verkrampfe total (das Ergebnis sind nach längeren Fahrten Verspannungen im Rücken), kann mich auch auf kein Buch konzentrieren, fange an zu schwitzen ... weil ich permanent Angst davor habe, dass uns jemand übersehen könnte, blöd überholt, wir demjenigen drauffahren, ein LKW uns aus der Spur schieben könnte etc.

Lange Zeit war ich kein großer Fan von langen Autofahrten, es war aber o.k. Leider war ich jedoch vergangenes Jahr im Urlaub Beifahrer bei einem nicht ganz harmlosen Autounfall, bei dem mir zwar nichts passiert ist, das Auto aber Schrott war.

Mit meiner nun bestehenden Panik mache ich den Fahrer natürlich immer total nervös, weil ich angespannt bin, zusammenzucke, auch mal die nicht vorhandene Bremse auf der Beifahrerseite treten will etc. Mein Freund ist zwar ein guter Fahrer, nimmt auf meine Ängste aber auch nicht immer Rücksicht - fährt also manchmal durchaus schnell und überholt viel. Dabei mag ich das so gar nicht ...

Gibt es hier Leser, denen es möglicherweise ähnlich geht? Wie habt ihr das Problem gelöst? Es ist ja nicht damit getan, dass ich jetzt einfach sage: O.k., dann fahr ich halt Zug und Bus - denn manchmal ist es im Auto einfach bequemer. Und es ist ja auch peinlich, wenn ich manchmal mit Kollegen zu Terminen fahren muss und neben dran total verkrampft sitze ...

Ich würde mich über einen regen Austausch und Tipps freuen.

viele Grüße,
Steffi

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15. Mai 2007 um 20:03

Autoangst
Hallo Steffi, ich kann dich vollkommen verstehen... ich selbst habe panische Angst als Beifahrer und Fahrer.
Habe mein Führerschein seit ungefähr 4 Jahren und bin super selten gefahren.
Bei mir ist es so, das ich schon bevor ich als Fahrer selbst im Auto sitze, Angst habe und mir vorstelle was passiert. Ich schaue sehr oft in den Rückspiegel und alle die hinter mir sind, sind meine Feinde. Als Beifahrer sitze ich teilweise sehr verspannt, beide Beine eng aneinander,und die Hand an der Tür zum festhalten. Ständig zucke ich auf und gebe schiefe Töne von mir ab.
Wenn ich mir vornehme das ich sekbst fahre mache ich mich vorher schon fix und fertig über das was mir bevor steht....
Mein Freund versucht mich zwar zu unterstützen und hilf mir mich langsam ans fahren zu gewöhne, am liebsten wurde ich fahren wenn niemand auf der Straße ist. Wenn ich es wirklich mal versuche, das Nachts auf der Autobahn, dann wenn ich rechts ahren kann und neben mir können sie mich dann überholen. Schlimm find ich auch meinen Gedanken, das ich irgendwo an der Ampel stehe und nicht anfahren kann. Mir ist es schn passiert und wär beinahe jemanden reingefahren( ist ca. 3,5Jahre her). Mein freund und mir ist es jetzt schon 3ma passiert das wir einen Autounfall hatten, immer waren wir die Opfer ( mein freund ist ein super Fahrer), der letzte war im August 2006, frontal is uns jemand reingefahren, Auto Totalschaden, zum Glück ist uns weiter nicht passiert, Kurz davor hatte ich mich entschlossen wieder mit den Auto fahren. Nun bin ich dadurch wieder blockiert.
Mein Tipp, hast du es mit einer Therapie schon mal versucht? Seit November 06 bin ich regelmäßig dabei...
Freu mich über eine Antwort
LG Alex

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15. Mai 2007 um 23:28

Beifahrer
Hallo,

Also der wesentliche Unterschied zwischen Fahrer und Beifahrer besteht ja darin, dass der Fahrer über Lenkrad, Gaspedal und Bremse gebietet und somit Einfluss und Kontrolle besitzt. Dies ist beim Beifahrer anders. Auch dieser befindet sich (wenn er nicht gerade schläft )in einem aktivierten Zustand, er kann jedoch diese nicht in Aktionen umsetzen. Der Beifahrer befindet sich quasi in einem Zustand von Erregung, für die es keine geeignete Verwendung gibt.
Das fehlen der Kontrollmöglichkeit des Beifahrers ist aber nur ein
Faktor unter mehreren, der das Empfinden bestimmt.

Geringes Vertrauen zum Fahrer (oder auch zu Menschen allgemein) führt hingegen zu einem Gefühl des Ausgeliefertseins und zum Bedürfnis, selbst zu fahren.
Auch die Angst, dass das Fahrzeug nicht intakt ist und es dadurch zu einem unvorhergesehenen Ereignis kommt, erzeugt bei vielen Angst!

Die Passivität des Beifahrers scheint dabei für diejenigen, die selbst eine Fahrerlaubnis besitzen und die über eine eigene Fahrerfahrung verfügen, besonders belastend zu sein. Etwa jeder Fünfte empfindet als Mitfahrer Angst. Diese Angst resultiert also zum einen aus der realen Unfallgefahr, zum anderen aber auch aus Gefühlen, die der besonderen Situation der Beifahrerrolle entspringen. Als wesentlicher
Faktor erweist sich in diesem Zusammenhang wie bereits oben beschrieben, die Tatsache, dass Beifahrer nicht oder nur in äußerst begrenztem Umfang in das Fahrgeschehen und die Kontrolle des Fahrzeugs eingreifen können. Dieses Ausgeliefertsein an Fahrer und Fahrzeug und die fehlende Kontroll- und Einflussmöglichkeit schaffen eine Grundlage der Unsicherheit, die möglicherweise sogar zur Überschätzung von Gefahren führt.

Wenn du zwar selber Auto fährst, aber im Grund schon Unsicher beim Führen eines PKW bist, dann ist es nicht verwunderlich das du erst recht Angst bekommst, wenn jemand anders fährt. Du nimmst vielleicht unbewusst an, das der Fahrer auch unsicher sein muss-so wie du dich fühlst beim eigenen Fahren. Und dann steckst du noch in der Rolle des Beifahrers, der kaum Einfluss auf das Geschehen hat. Das erzeugt Ängste.
Wer oft als Beifahrer im Auto unterwegs ist, hat übrigens weniger häufig Angst als derjenige, für den die Mitfahrt ein seltenes
Ereignis ist. Deshalb hilft als "Therapie" gegen die Angst, nur das was Angst erzeugt zu durchleben und zu erkennen, dass das Gefühl der Angst unbegründet ist!
Klar du hast einen Unfall als Beifahrer erlebt, aber wie oft warst du Beifahrer und es ist nichts passiert?
Du solltest wirklich trainieren, wieder ein angstfreier Beifahrer zu werden. Denn du hast Recht Bus oder Zug fahren ist keine Alternative und löst ja auch nicht dein Problem!
Zwing dich dazu öfter als Beifahrer mitzufahren. Am besten du fährst erstmal mit einer vertrauten Person der du von deinen Ängsten erzählst und du fährst mit dieser Person eine Strecke von mind. 30 Minuten ohne Pause. Dann am nächsten Tag fahrt ihr wieder so lange, nach 3 Tagen dann 1 Stunde und so weiter.
Und trainiere unbedingt auch anbei das eigene Fahren täglich. Erstell dir einen richtigen Plan, einmal für das Fahren als Beifahrer und einmal als Selbstfahrer. Vielleicht machst du es einfach so das du als Beifahrer die Hinfahrt begleitest und auf dem Rückweg werden die Plätze getauscht. So übst du Stück für Stück beide Varianten.
Überleg dir ein Ziel und halte es schriftlich fest; was willst du in 4 Wochen können und was ist realistisch und wie erreichst du dein Ziel?!

Viel Erfolg!

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16. Mai 2007 um 10:00
In Antwort auf lamaschaf1985

Autoangst
Hallo Steffi, ich kann dich vollkommen verstehen... ich selbst habe panische Angst als Beifahrer und Fahrer.
Habe mein Führerschein seit ungefähr 4 Jahren und bin super selten gefahren.
Bei mir ist es so, das ich schon bevor ich als Fahrer selbst im Auto sitze, Angst habe und mir vorstelle was passiert. Ich schaue sehr oft in den Rückspiegel und alle die hinter mir sind, sind meine Feinde. Als Beifahrer sitze ich teilweise sehr verspannt, beide Beine eng aneinander,und die Hand an der Tür zum festhalten. Ständig zucke ich auf und gebe schiefe Töne von mir ab.
Wenn ich mir vornehme das ich sekbst fahre mache ich mich vorher schon fix und fertig über das was mir bevor steht....
Mein Freund versucht mich zwar zu unterstützen und hilf mir mich langsam ans fahren zu gewöhne, am liebsten wurde ich fahren wenn niemand auf der Straße ist. Wenn ich es wirklich mal versuche, das Nachts auf der Autobahn, dann wenn ich rechts ahren kann und neben mir können sie mich dann überholen. Schlimm find ich auch meinen Gedanken, das ich irgendwo an der Ampel stehe und nicht anfahren kann. Mir ist es schn passiert und wär beinahe jemanden reingefahren( ist ca. 3,5Jahre her). Mein freund und mir ist es jetzt schon 3ma passiert das wir einen Autounfall hatten, immer waren wir die Opfer ( mein freund ist ein super Fahrer), der letzte war im August 2006, frontal is uns jemand reingefahren, Auto Totalschaden, zum Glück ist uns weiter nicht passiert, Kurz davor hatte ich mich entschlossen wieder mit den Auto fahren. Nun bin ich dadurch wieder blockiert.
Mein Tipp, hast du es mit einer Therapie schon mal versucht? Seit November 06 bin ich regelmäßig dabei...
Freu mich über eine Antwort
LG Alex

Danke!
Hallo ihr beiden,
erstmal vielen Dank für eure Antworten.

@chocichock Vielen Dank für deine ausführlichen Ausführungen zum Thema Beifahrer und ausgeliefert sein. Ein Teil davon entspricht in der Tat dem, wie es mir geht. Allerdings ist es nicht so, dass ich in den Fahrer kein Vertrauen habe - im Gegenteil. Die Panik tritt unabhängig vom Fahrer auf - und auch erst, seitdem ich im Herbst an einem Unfall beteiligt war. Mein großes Problem ist auch oft, dass ich keine Angst davor habe, dass mein Fahrer Fehler macht - sondern dass andere Fehler machen. Rausziehen, ohne in den Spiegel zu schauen etc. Selbst wieder fahren ist bestimmt ein Ansatz, ich denke aber nicht, dass es da mit einem Vier-Wochen-Plan getan ist. Ich will mich grad ganz langsam wieder rantasten (weil ich einfach auch Lust habe, wieder gescheit fahren zu können) - und werde dies vielleicht mit der Hilfe eines Fahrlehrers am Anfang tun. Mal sehen, was dabei rauskommt ... aber ich bin guter Dinge.

@Alex: Du sprichst mir aus der Seele. Habe gerade versucht, dir eine ausführliche private Nachricht zu schicken - leider kann ich sie nicht abschicken (Fehlermeldung). Kannst du mir mal eine schreiben und ich versuche, darauf zu antworten - bzw. würdest du mir deine Mailadresse geben? Ich hätte ein paar Fragen an dich und würde mich gerne mal ausführlich mit dir austauschen ...

Danke und viele Grüße,
Steffi

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16. Mai 2007 um 21:56
In Antwort auf sternensteffi

Danke!
Hallo ihr beiden,
erstmal vielen Dank für eure Antworten.

@chocichock Vielen Dank für deine ausführlichen Ausführungen zum Thema Beifahrer und ausgeliefert sein. Ein Teil davon entspricht in der Tat dem, wie es mir geht. Allerdings ist es nicht so, dass ich in den Fahrer kein Vertrauen habe - im Gegenteil. Die Panik tritt unabhängig vom Fahrer auf - und auch erst, seitdem ich im Herbst an einem Unfall beteiligt war. Mein großes Problem ist auch oft, dass ich keine Angst davor habe, dass mein Fahrer Fehler macht - sondern dass andere Fehler machen. Rausziehen, ohne in den Spiegel zu schauen etc. Selbst wieder fahren ist bestimmt ein Ansatz, ich denke aber nicht, dass es da mit einem Vier-Wochen-Plan getan ist. Ich will mich grad ganz langsam wieder rantasten (weil ich einfach auch Lust habe, wieder gescheit fahren zu können) - und werde dies vielleicht mit der Hilfe eines Fahrlehrers am Anfang tun. Mal sehen, was dabei rauskommt ... aber ich bin guter Dinge.

@Alex: Du sprichst mir aus der Seele. Habe gerade versucht, dir eine ausführliche private Nachricht zu schicken - leider kann ich sie nicht abschicken (Fehlermeldung). Kannst du mir mal eine schreiben und ich versuche, darauf zu antworten - bzw. würdest du mir deine Mailadresse geben? Ich hätte ein paar Fragen an dich und würde mich gerne mal ausführlich mit dir austauschen ...

Danke und viele Grüße,
Steffi

Kein-4-Wochenplan
Hallo,

nein es ist sicher nicht mit einem 4 Wochenplan getan, wenn man schon länger unter Ängsten leidet. Aber das war auch nicht mein Rat. Ich wollte damit sagen, das man sich zeitnahe Ziele setzen muss, also was möchte ich in 4 Wochen erreicht haben, nicht wie bin ich in 4 Wochen Beschwerdefrei. Du kannst dir ja auch wöchentliche Ziele setzen, das liegt ganz in deinem Ermessen. Aber Ziele sind wichtig, so bekommt man schließlich Selbstvertrauen, wenn man sieht dies und jenes habe ich in dieser Zeit schon erreicht.
Ich denke es ist absolut die richtige Entscheidung, wenn du langsam an dir arbeitest, aber es ist bei einer guten Therapie auch unerlässlich, sich Ziele zu setzen und täglich an sich zu arbeiten.
Aber das hast du ja auch vor!

Du hast schlechte Erfahrungen als Beifahrer gemacht, klar danach haben viele erstmal bedenken wenn sie wieder als Beifahrer irgendwo einsteigen. Wenn du Angst davor hast, dass andere Fahrer Fehler beim Fahren machen, musst du versuchen darauf zu vertraue, dass nichts passiert.
Leichter gesagt als getan? Ja mit Sicherheit ist das leicht gesagt, aber dennoch wichtig. Denn eines ist klar, natürlich ist es möglich das ein Fahrer die Kontrolle verliert und dadurch einen Unfall verursacht, aber es ist wahrscheinlicher das nichts passiert. Das Risiko das etwas passiert, egal ob es ums Auto fahren oder sonst was geht, ist ja immer vorhanden. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das wirklich das geschieht, was du dir in Gedanken vorstellst?
Vertrauen, Vertrauen und nochmals Vertauen in andere und dass alles gut geht, ist die einzige Möglichkeit, wie man gelassen Autofahren und z.B. auch fliegen kann. Das ist kein naives Verhalten, sondern der einzige Weg sein Leben Angstfrei zu gestalten.

Ich studiere gerade Psychologie und kann dir nur empfehlen, eine Entspannungstechnik zu erlernen, das hilft bei Ängsten ungemein. Kann ich sehr empfehlen.
Auch sich selbst zu Motivieren wirkt gut! Mach dir immer wieder klar, warum du unbedingt Autofahren (bzw. als Beifahrer mit fahren) willst und welche Vorteile du davon hast. Notiere diese Vorteile auf kleinen Zetteln und kleben diese Zettel an Orte an denen du häufig vorbei kommst, um immer wieder an den Sinn und Zweck deiner Mühen erinnert zu werden. Und du sagst ja, dass du Lust hast wieder zu fahren.
Naja, positive (aber realistische) Gedanken sind einfach unerlässlich, um deinen Ängsten zu begegnen. Denn letzten Endes sind deine Gedanken ja Resultat aus deinen negativen Gedanken.
Wenn es mit einem Fahrlehrer nicht klappt, dann würde ich dir echt zu professioneller Hilfe raten. Aber ich glaube du bist echt auf einem guten Weg, jedenfalls klingst du sehr entschlossen und das ist doch der beste Anfang.

Viel Erfolg!

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1. Juni 2007 um 12:25
In Antwort auf chocichock

Kein-4-Wochenplan
Hallo,

nein es ist sicher nicht mit einem 4 Wochenplan getan, wenn man schon länger unter Ängsten leidet. Aber das war auch nicht mein Rat. Ich wollte damit sagen, das man sich zeitnahe Ziele setzen muss, also was möchte ich in 4 Wochen erreicht haben, nicht wie bin ich in 4 Wochen Beschwerdefrei. Du kannst dir ja auch wöchentliche Ziele setzen, das liegt ganz in deinem Ermessen. Aber Ziele sind wichtig, so bekommt man schließlich Selbstvertrauen, wenn man sieht dies und jenes habe ich in dieser Zeit schon erreicht.
Ich denke es ist absolut die richtige Entscheidung, wenn du langsam an dir arbeitest, aber es ist bei einer guten Therapie auch unerlässlich, sich Ziele zu setzen und täglich an sich zu arbeiten.
Aber das hast du ja auch vor!

Du hast schlechte Erfahrungen als Beifahrer gemacht, klar danach haben viele erstmal bedenken wenn sie wieder als Beifahrer irgendwo einsteigen. Wenn du Angst davor hast, dass andere Fahrer Fehler beim Fahren machen, musst du versuchen darauf zu vertraue, dass nichts passiert.
Leichter gesagt als getan? Ja mit Sicherheit ist das leicht gesagt, aber dennoch wichtig. Denn eines ist klar, natürlich ist es möglich das ein Fahrer die Kontrolle verliert und dadurch einen Unfall verursacht, aber es ist wahrscheinlicher das nichts passiert. Das Risiko das etwas passiert, egal ob es ums Auto fahren oder sonst was geht, ist ja immer vorhanden. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das wirklich das geschieht, was du dir in Gedanken vorstellst?
Vertrauen, Vertrauen und nochmals Vertauen in andere und dass alles gut geht, ist die einzige Möglichkeit, wie man gelassen Autofahren und z.B. auch fliegen kann. Das ist kein naives Verhalten, sondern der einzige Weg sein Leben Angstfrei zu gestalten.

Ich studiere gerade Psychologie und kann dir nur empfehlen, eine Entspannungstechnik zu erlernen, das hilft bei Ängsten ungemein. Kann ich sehr empfehlen.
Auch sich selbst zu Motivieren wirkt gut! Mach dir immer wieder klar, warum du unbedingt Autofahren (bzw. als Beifahrer mit fahren) willst und welche Vorteile du davon hast. Notiere diese Vorteile auf kleinen Zetteln und kleben diese Zettel an Orte an denen du häufig vorbei kommst, um immer wieder an den Sinn und Zweck deiner Mühen erinnert zu werden. Und du sagst ja, dass du Lust hast wieder zu fahren.
Naja, positive (aber realistische) Gedanken sind einfach unerlässlich, um deinen Ängsten zu begegnen. Denn letzten Endes sind deine Gedanken ja Resultat aus deinen negativen Gedanken.
Wenn es mit einem Fahrlehrer nicht klappt, dann würde ich dir echt zu professioneller Hilfe raten. Aber ich glaube du bist echt auf einem guten Weg, jedenfalls klingst du sehr entschlossen und das ist doch der beste Anfang.

Viel Erfolg!

Jetzt gehts los
Hallo choci,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Ich habe mich vor ein paar Tagen noch einmal ausführlich mit einem Therapeuten aus meinem Bekanntenkreis über das Problem unterhalten - und auch von ihm kam der Rat mit den Entspannungstechniken. Das wollte ich sowieso mal machen, also ist das erst recht jetzt ein Anlass, das mal in Angriff zu nehmen.

Darüber hinaus bin ich mittlweile schon einen großen Schritt weiter: Ich habe mir Adressen von Psychotherapeuten besorgt, die zur Zeit Plätze frei haben und auch über die Kasse abrechnen. Leider sind sie telefonisch sehr schwer zu erreichen, aber ich bin aktiv dran. Wenn alles klappt, bin ich schon bald in Behandlung und werde mein Problem in den Griff bekommen.

Halte mir die Daumen!

viele Grüße,
Stefanie

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29. Juni 2007 um 2:19
In Antwort auf sternensteffi

Jetzt gehts los
Hallo choci,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Ich habe mich vor ein paar Tagen noch einmal ausführlich mit einem Therapeuten aus meinem Bekanntenkreis über das Problem unterhalten - und auch von ihm kam der Rat mit den Entspannungstechniken. Das wollte ich sowieso mal machen, also ist das erst recht jetzt ein Anlass, das mal in Angriff zu nehmen.

Darüber hinaus bin ich mittlweile schon einen großen Schritt weiter: Ich habe mir Adressen von Psychotherapeuten besorgt, die zur Zeit Plätze frei haben und auch über die Kasse abrechnen. Leider sind sie telefonisch sehr schwer zu erreichen, aber ich bin aktiv dran. Wenn alles klappt, bin ich schon bald in Behandlung und werde mein Problem in den Griff bekommen.

Halte mir die Daumen!

viele Grüße,
Stefanie

Ich auch
hallo steffi,
mir geht es ähnlich wie dir. ich habe auch wahnsinnige angst vor lkws und den fehlern der anderen autofahrer.
allerdings ist es in letzter zeit etwas besser geworden.
der grund ist ein seltsamer: ich kann es mir nicht mehr oft leisten, mit dem zug zu fahren, deshalb muß ich öfters mit der mitfahrgelegenheit auf die autobahn. und seit ich das einfach muß, und keine bessere alternative habe, um irgendwo hinzukommen, habe ich tatsächlich weniger angst.

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26. Oktober 2007 um 19:07

Angst als Beifahrer
hi Steffi

Ich habe schon seit dem ich zurückdenken kann angst vor dem Autofahren. Ich war zwar noch nie richtig in einen Unfall verwickelt, habe aber schon viele gesehen. Mein Freund ist manchmal richtig genervt, weil ich ihn immer erschrecke, wenn ich wieder mal zusammenzucke. Ich habe vor deswegen eine Therapie zu machen, da ich sonst den Führerschein nicht machen kann. Vor einem Jahr war ich vom Zug abhängig, um in die Arbeit zu kommen. Doch den Job habe ich aufgeben müssen, wegen Zugverspätungen.
Leider wird es immer schlimmer mit meiner Angst.
Ich will schon gar nicht mehr in ein Auto steigen. Ich dachte auch die ganze zeit, dass ich alleine wäré mit dieser Angst. Aber Gott sei Dank habe ich jetzt doch jemanden gefunden.

Gruß

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26. Januar 2017 um 18:22
In Antwort auf sternensteffi

Hallo zusammen,

Informationen zum Thema "Angst vor dem Autofahren" gibt es im Internet eine Menge. Allerdings beziehen sich durchweg alle auf die Angst, selbst ein Auto zu fahren. Obwohl ich selbst auch keine begeisterte Autofahrerin bin und seit Jahren nicht mehr selbst gefahren bin (ich plane aber intensiv einen Wiedereinstieg), so ist mein großes Problem leider jedoch ein anderes - die Angst vor dem Autofahren als Beifahrer.

Das, was andere Leute möglicherweise im Flugzeug erleben, erlebe ich als Beifahrer im Auto. Anfangs geht es noch, später fühle ich mich dann unwohl, ein wenig beklemmt, atme schneller - und besonders schlimm wird es, wenn ich Beifahrer auf der Autobahn bin. Dann kralle ich mich am Türgriff fest, verkrampfe total (das Ergebnis sind nach längeren Fahrten Verspannungen im Rücken), kann mich auch auf kein Buch konzentrieren, fange an zu schwitzen ... weil ich permanent Angst davor habe, dass uns jemand übersehen könnte, blöd überholt, wir demjenigen drauffahren, ein LKW uns aus der Spur schieben könnte etc.

Lange Zeit war ich kein großer Fan von langen Autofahrten, es war aber o.k. Leider war ich jedoch vergangenes Jahr im Urlaub Beifahrer bei einem nicht ganz harmlosen Autounfall, bei dem mir zwar nichts passiert ist, das Auto aber Schrott war.

Mit meiner nun bestehenden Panik mache ich den Fahrer natürlich immer total nervös, weil ich angespannt bin, zusammenzucke, auch mal die nicht vorhandene Bremse auf der Beifahrerseite treten will etc. Mein Freund ist zwar ein guter Fahrer, nimmt auf meine Ängste aber auch nicht immer Rücksicht - fährt also manchmal durchaus schnell und überholt viel. Dabei mag ich das so gar nicht ...

Gibt es hier Leser, denen es möglicherweise ähnlich geht? Wie habt ihr das Problem gelöst? Es ist ja nicht damit getan, dass ich jetzt einfach sage: O.k., dann fahr ich halt Zug und Bus - denn manchmal ist es im Auto einfach bequemer. Und es ist ja auch peinlich, wenn ich manchmal mit Kollegen zu Terminen fahren muss und neben dran total verkrampft sitze ...

Ich würde mich über einen regen Austausch und Tipps freuen.

viele Grüße,
Steffi

Hallo,
ja ich kenne das Gefühl genauso wie du, ich bekomme schon Angst wenn ich weiß in zwei Wochen muss ich Autobahn fahren als beifahrerin, habe kein Führerschein, und ich hatte vor Jahren mal ein kleinen Auffahrunfall, mir ist nix passiert und den anderen Insassen auch nicht. Es ist höst Anstrengend mit solchen Panikattacken zu leben, aber ich trainiere es nun ,mit rauf auf die Autobahn und immer wieder bis es besser wird. Gruß

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14. November 2017 um 19:56
In Antwort auf sternensteffi

Hallo zusammen,

Informationen zum Thema "Angst vor dem Autofahren" gibt es im Internet eine Menge. Allerdings beziehen sich durchweg alle auf die Angst, selbst ein Auto zu fahren. Obwohl ich selbst auch keine begeisterte Autofahrerin bin und seit Jahren nicht mehr selbst gefahren bin (ich plane aber intensiv einen Wiedereinstieg), so ist mein großes Problem leider jedoch ein anderes - die Angst vor dem Autofahren als Beifahrer.

Das, was andere Leute möglicherweise im Flugzeug erleben, erlebe ich als Beifahrer im Auto. Anfangs geht es noch, später fühle ich mich dann unwohl, ein wenig beklemmt, atme schneller - und besonders schlimm wird es, wenn ich Beifahrer auf der Autobahn bin. Dann kralle ich mich am Türgriff fest, verkrampfe total (das Ergebnis sind nach längeren Fahrten Verspannungen im Rücken), kann mich auch auf kein Buch konzentrieren, fange an zu schwitzen ... weil ich permanent Angst davor habe, dass uns jemand übersehen könnte, blöd überholt, wir demjenigen drauffahren, ein LKW uns aus der Spur schieben könnte etc.

Lange Zeit war ich kein großer Fan von langen Autofahrten, es war aber o.k. Leider war ich jedoch vergangenes Jahr im Urlaub Beifahrer bei einem nicht ganz harmlosen Autounfall, bei dem mir zwar nichts passiert ist, das Auto aber Schrott war.

Mit meiner nun bestehenden Panik mache ich den Fahrer natürlich immer total nervös, weil ich angespannt bin, zusammenzucke, auch mal die nicht vorhandene Bremse auf der Beifahrerseite treten will etc. Mein Freund ist zwar ein guter Fahrer, nimmt auf meine Ängste aber auch nicht immer Rücksicht - fährt also manchmal durchaus schnell und überholt viel. Dabei mag ich das so gar nicht ...

Gibt es hier Leser, denen es möglicherweise ähnlich geht? Wie habt ihr das Problem gelöst? Es ist ja nicht damit getan, dass ich jetzt einfach sage: O.k., dann fahr ich halt Zug und Bus - denn manchmal ist es im Auto einfach bequemer. Und es ist ja auch peinlich, wenn ich manchmal mit Kollegen zu Terminen fahren muss und neben dran total verkrampft sitze ...

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viele Grüße,
Steffi

Hallo! Mir geht es genau so u.ich verzweifle langsam denn schon Wochen vor einer geplanten längeren Fahrt ist es der reinste Horror! Ich weiß das ich meinen Partner mit meiner Angst nervös mache u.das macht es für mich noch schlimmer! Mittlerweile ist es so das ich nicht mal mehr Bus fahren möchte! Auslöser des ganzen war ein kleiner „harmloser“ Unfall! Die Angst schränkt mich stark ein u.ich wüsste auch gerne wer helfen könnte! Eine Therapie kann ich mir leider nicht leisten! 

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25. November um 14:55
In Antwort auf sternensteffi

Hallo zusammen,

Informationen zum Thema "Angst vor dem Autofahren" gibt es im Internet eine Menge. Allerdings beziehen sich durchweg alle auf die Angst, selbst ein Auto zu fahren. Obwohl ich selbst auch keine begeisterte Autofahrerin bin und seit Jahren nicht mehr selbst gefahren bin (ich plane aber intensiv einen Wiedereinstieg), so ist mein großes Problem leider jedoch ein anderes - die Angst vor dem Autofahren als Beifahrer.

Das, was andere Leute möglicherweise im Flugzeug erleben, erlebe ich als Beifahrer im Auto. Anfangs geht es noch, später fühle ich mich dann unwohl, ein wenig beklemmt, atme schneller - und besonders schlimm wird es, wenn ich Beifahrer auf der Autobahn bin. Dann kralle ich mich am Türgriff fest, verkrampfe total (das Ergebnis sind nach längeren Fahrten Verspannungen im Rücken), kann mich auch auf kein Buch konzentrieren, fange an zu schwitzen ... weil ich permanent Angst davor habe, dass uns jemand übersehen könnte, blöd überholt, wir demjenigen drauffahren, ein LKW uns aus der Spur schieben könnte etc.

Lange Zeit war ich kein großer Fan von langen Autofahrten, es war aber o.k. Leider war ich jedoch vergangenes Jahr im Urlaub Beifahrer bei einem nicht ganz harmlosen Autounfall, bei dem mir zwar nichts passiert ist, das Auto aber Schrott war.

Mit meiner nun bestehenden Panik mache ich den Fahrer natürlich immer total nervös, weil ich angespannt bin, zusammenzucke, auch mal die nicht vorhandene Bremse auf der Beifahrerseite treten will etc. Mein Freund ist zwar ein guter Fahrer, nimmt auf meine Ängste aber auch nicht immer Rücksicht - fährt also manchmal durchaus schnell und überholt viel. Dabei mag ich das so gar nicht ...

Gibt es hier Leser, denen es möglicherweise ähnlich geht? Wie habt ihr das Problem gelöst? Es ist ja nicht damit getan, dass ich jetzt einfach sage: O.k., dann fahr ich halt Zug und Bus - denn manchmal ist es im Auto einfach bequemer. Und es ist ja auch peinlich, wenn ich manchmal mit Kollegen zu Terminen fahren muss und neben dran total verkrampft sitze ...

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viele Grüße,
Steffi

Hallo, mir geht es So das ich vor 5 Wochen einen Autounfall hatte bei dem wir und mehrfach überschlagen haben. Meine Freundin ist gefahren und ich war Beifahrerin. Außer das mein Auto ein kleiner Haufen schrott ist ist uns körperlich weiter nichts passiert. Direkt nach dem Unfall bin ich dann auch mit verschieden Leuten mitgefahren und meine anfängliche leichte Angst ging So gut wie weg. Naja und dann bin ich wieder mit einem bekannten mitgefahren welcher die gleiche Art zufahren hat wie meine Freundin.  Wir sind ca. Eine halbe Stunde gefahren in der ich dann nur noch geheult habe und mich auch fast vor Angst übergeben hätte. Seit dem habe ich mega Angst wenn jemand nur mal ne Sekunde zur Seite oder aufs Radio guckt oder er ,meiner Meinung, nach zu weit rechts fährt. Ich fahre deshal viel lieber selbst. Das Problem ist nur das ich 1. Kein Auto mehr habe und 2. Bei dem meisten wegen der Versicherung nicht fahren darf.
Sie sind also nicht allein wie ja auch viele vor mir schon bestätig haben. Das es ja schon eine Weile her ist wo sie um antworten gebeten haben hoffe ich das es ihnen inzwischen besser geht. LG Le

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29. November um 18:23
In Antwort auf sternensteffi

Hallo zusammen,

Informationen zum Thema "Angst vor dem Autofahren" gibt es im Internet eine Menge. Allerdings beziehen sich durchweg alle auf die Angst, selbst ein Auto zu fahren. Obwohl ich selbst auch keine begeisterte Autofahrerin bin und seit Jahren nicht mehr selbst gefahren bin (ich plane aber intensiv einen Wiedereinstieg), so ist mein großes Problem leider jedoch ein anderes - die Angst vor dem Autofahren als Beifahrer.

Das, was andere Leute möglicherweise im Flugzeug erleben, erlebe ich als Beifahrer im Auto. Anfangs geht es noch, später fühle ich mich dann unwohl, ein wenig beklemmt, atme schneller - und besonders schlimm wird es, wenn ich Beifahrer auf der Autobahn bin. Dann kralle ich mich am Türgriff fest, verkrampfe total (das Ergebnis sind nach längeren Fahrten Verspannungen im Rücken), kann mich auch auf kein Buch konzentrieren, fange an zu schwitzen ... weil ich permanent Angst davor habe, dass uns jemand übersehen könnte, blöd überholt, wir demjenigen drauffahren, ein LKW uns aus der Spur schieben könnte etc.

Lange Zeit war ich kein großer Fan von langen Autofahrten, es war aber o.k. Leider war ich jedoch vergangenes Jahr im Urlaub Beifahrer bei einem nicht ganz harmlosen Autounfall, bei dem mir zwar nichts passiert ist, das Auto aber Schrott war.

Mit meiner nun bestehenden Panik mache ich den Fahrer natürlich immer total nervös, weil ich angespannt bin, zusammenzucke, auch mal die nicht vorhandene Bremse auf der Beifahrerseite treten will etc. Mein Freund ist zwar ein guter Fahrer, nimmt auf meine Ängste aber auch nicht immer Rücksicht - fährt also manchmal durchaus schnell und überholt viel. Dabei mag ich das so gar nicht ...

Gibt es hier Leser, denen es möglicherweise ähnlich geht? Wie habt ihr das Problem gelöst? Es ist ja nicht damit getan, dass ich jetzt einfach sage: O.k., dann fahr ich halt Zug und Bus - denn manchmal ist es im Auto einfach bequemer. Und es ist ja auch peinlich, wenn ich manchmal mit Kollegen zu Terminen fahren muss und neben dran total verkrampft sitze ...

Ich würde mich über einen regen Austausch und Tipps freuen.

viele Grüße,
Steffi

Dann geh zu Fuß oder fahr selbst 

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1. Dezember um 20:40
In Antwort auf vorhangstange001

Dann geh zu Fuß oder fahr selbst 

Mal aufs Datum geguckt 

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Einladung zur kurzen Online-Studie "Gefühlsleben"
Von: maria2408
neu
24. November um 13:30

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