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Angst vor neuen Dingen/Personen/Änderungen

11. März um 16:05

Wie oben geschrieben habe ich Angst. Wovor? Ich glaube vor neuen Dingen sowie vor Änderungen und neuen Menschen in mein Umfeld.
Ich habe einen tollen Menschen kennengelernt und nach unserem 4. Treffen bekomme ich Angst davor, wie es weitergeht. Ich bin 30 und hatte bis jetzt keine ernst zu nehmende Beziehung gehabt. Mein sehnlichster Wunsch ist es eine Beziehung führen zu können.
Kommen wir zum eigentlichen Problem. In meiner Kindheit wurde ich verbal wie körperlich misshandelt von meinem Erzeuger und habe anfänglichen sexuellen Missbrauch auch hinter mir aber das war nicht mein Erzeuger. Es handelt sich bei dem missbrauch um die tochter der Familienfreunde. Überall wo es nur geht wurde ich geschlagen getreten eingesperrt oder beschimpft. Ich konnte nie mein selbstwertgefühl stärken. Bis vor kurzen jahren hatte ich deswegen immer noch starke Angst meinem Erzeuger gegenüber und die Typen die ich kennengelernt habe haben sich auch nicht als Kavalliere herausgestellt. Stets wurde ich von vorne bis hinten verarscht. So langsam schaffe ich es mich aufzurappeln und habe es auch seit 10 Monaten gut geschafft mit Hilfe einer Therapeutin. Und die Person die ich kennengelernt habe habe ich im Suff in ner Bar kennengelernt und bin froh drum ihn angesprochen zu haben. Wie es scheint ist er ein toller Mann. Nur schaffe ich es nicht meinen Selbstwertgefühl aufzupeppeln. Bis gestern war ich noch voller Euphorie und Happynes und heute möchte ich am besten alles beenden. Ich möchte diesen tollen Mann nicht mit meinen Ängsten und komischen psychisch beschissenen Phasen belasten. Er ist es nicht wert so behandelt zu werden. Manchmal kommt es eben dazu das ich alle Menschen um mich herum verbal angreife und meinem Unmut freien Lauf lasse und an anderen Tagen könnte ich bei jeder Kleinigkeit losflennen oder versinke in Selbstmitleid. Ich habe Angst ihm wehtun zu können mit meinen Arten. Ich habe erst neu angefangen Dinge im Leben zu sorrtieren und lerne mich erst neu kennen aber dennoch möchte ich ihn mittlerweile nicht missen aber die Angst ihm nicht genügen zu können steigt immer mehr. Seitdem wir intim wurden ist es sogar noch stärker. Jetzt werden bestimmt viele Sagen *genieß es doch mal* aber glaubt mir ich kann es echt nicht. Ich bekomme Angstzustände und Herzrasen. Auch versuche ich mit verschiedenen beruhigungsübungen mich wieder in die Bahn zu lenken aber nichts will funktionieren. Vielleicht ist es doch zu früh für neue Bekanntschaften. Das unverbindliche Flirten mit vielen Männern fiel mir einfacher und ich habe es sichtlich genossen und jetzt wo sich mein Wunsch zu erfüllen scheint graust es mich zunehmend. Ich bekomme Angst und möchte flüchten. Ich bekomme diese Ängste in den letzten Wochen zu oft. Sei es Treffen mit Familienmitgliedern oder die Sache mit ihm. Ich kann nicht mehr klar denken und hoffe das ihr mir helfen könnt. Ich kann mich und die Situation nicht besser beschreiben.

Habe ich etwa die neumodische Krankheit der Beziehungsunfähigkeit? Ist es die Angst vor neuen Sachen? Die Angst eventuel zu scheitern oder davor jemanden sein Leben zerstören zu können? Ich kann keine Sekunde an was anderes Denken. Vieleicht habt ihr mir gute Tips und Ratschläge. Was passiert nur mit mir?

Guß

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11. März um 16:10

natürlich meinte ich Gruß

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11. März um 16:42

Vielleicht noch ein paar Infos zu mir. Seit dem ich denken kann bin ich am kämpfen und um zu *überleben*. Somit habe ich mir eine Mauer aufgebaut die mitlerweile uneindringbar ist. Von einem eventuellen Gefühlsmenschen bin ich zu einem Kopfmensch geworden. Ich kann meine eigenen Gefühle nicht steuern oder *identifizieren*. In jedem Ding finde ich unterbewusst eine Sache die mein Erzeuger hinterlassen hat aber nicht wie ich es akzeptieren oder damit abschließen kann. Dabei spielen Unmut, Angst, Hoffnungen, Hilflosigkeit, Allein gelassen sein, und vieles mehr eine Rolle. Ich fühle mich sehr erschöpft und kann nicht aufhören zu arbeiten oder auszugehen oder mich in eine ambulante Therapie zu begeben. Das wäre nicht ICH. Ich habe nie aufgegeben und habe es geschafft weiter zu kämpfen aber diesmal mit mir und meiner inneren Welt. Ich leider an einer Depression und arbeite an mir aber dennoch erleide ich auch niederschläge. Es fällt mir so schwer ein normales Leben führen zu können.

Wie bereits angesprochen kann ich keine ambulante Therapie machen und lehne auch jegliche medikamentöse Therapie ab (Hat seine Gründe was ich aber nicht genauer ansprechen kann/möchte). Ich möchte bei vollem Bewusstsein sein wenn ich meine Ängste bekämpfe oder an mir arbeite. Wie ihr meinem Textentnehmen könnt schreibe ich genauso wirrwarr wie es in meinem Kopf auch gerade ist. Es kommt zu viel auf einmal. Ichhabe mich wohl zu sehr überschätzt mit mehreren Jobs und neuen Bekanntschaften. Ich fühle mich erloschen, kraftlos und hilflos.

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