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Angst vor'm Tod und Unwohlsein unter Menschen

1. Juli 2007 um 11:04

Hallo.
Ich habe jetzt einige Berichte hier gelesen und bin etwas "erleichtert", dass es nicht nur mir so geht.

1. darf ich gar nicht daran denken, einmal sterben zu müssen. Es ist einfach unvorstellbar für mich und bekomme echt Panik, wenn ich mehr als 15 sekunden darüber nachdenke. Meistens abends oder nachts, wenn ich alleine bin. Ich weiss dann echt nicht was ich machen soll. Ich bekomme Schweissausbrüche und könnte anfangen zu heulen, was auch schonmal vorkommt (selten). Ich habe noch nie mit jemandem darüber geredet, weil ich nicht weiss wie andere darauf reagieren.
Was soll ich machen? Es ist oft unerträglich.

Mein 2. Problem ist, dass ich mich unter Menschen absolut nicht wohl fühle, ausser bei meiner Familie und den dem einen besten Freund. Aber wenn ich irgedwohin muss, wo mehrere Menschen sind, dann überlege ich mir schon lange Zeit vorher wie ich dem entkommen kann und da nicht muss. Ich finde so natürlich auch keine neuen Freunde, die mir eigentlich fehlen. Aber andererseits habe ich auch keine Lust, neue Leute kennen zu lernen. Nur auf Dauer ist das nicht gut, so fast ganz ohne soziale Kontakte. Sogar im Sportverein fühle ich mich nicht immer wohl, so dass ich oft auf Sport verzichte. Die Menschen sind eigentlich wirklich nett und wenn ich da bin verstehe ich mich auch gut mit ihnen, aber vorher habe ich immer fast Angst dahin zu gehen.

Was kann ich da mahchen???

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2. Juli 2007 um 14:23

Ängste
Hallo,

zwei Probleme, die eigentlich nicht zu trennen sind, denn beide beruhen auf Angst und das ist auch dein zentrales Thema: generelle Angst.
Wovor hast du denn beim Thema Tod genau Angst? Davor Schmerzen zu haben und dem allgemeinen Sterbeprozess? Angst vor einem frühen Tod? Geliebte Menschen zu verlieren? Furcht vor dem Unbekannten nach dem Tod? Furcht vor dem Verlust der körperlichen Identität?

Also mal kurz was allgemeines, Todesfurcht ist eine angeborene, natürliche, biologisch bestimmte Reaktion, die der Selbsterhaltung dient. Diese Todesfurcht muss sich früh im Prozess der Entstehung von Lebewesen entwickelt haben, denn eine Art, deren Mitglieder achtlos mit dem Leben umgingen, würde sehr schnell ausgestorben sein. Todesfurcht ist demnach eine Sicherung zur Aufrechterhaltung des Lebens.
Die Furcht vor dem Tod beruht zudem auf Lernerfahrungen: frühere Erlebnisse, die mit Tod verbunden sind, sowie Einstellungen, Auffassungen und Werthalterungen, die von den Eltern (bzw. der Gesellschaft, der Kultur) vermittelt wurden.

Häufig wird der Tod auch als Bedrohung erlebt, weil wir hier in unserer Kultur ein selbstbestimmtes Leben, welches wir stehts unter Kontrolle haben wollen, führen.
Der Tod aber ist nicht von uns Kontrollierbar, auch wenn die Medizin lebenserhaltene Maßnahmen durchführen kann, so ist der Tod selber doch etwas was nicht in unserer Macht liegt.
Das ist bei jedem Menschen auf dieser Welt gleiche, jeder muss lernen damit zu leben bestimmt Dinge nicht Kontrollieren zu können.
Angst vor dem Tod hilft nicht weiter, denn er ist so lange präsent bis er eintritt. Ich will damit sagen, es ist wichtig sich klar zu machen, dass niemand dem Tod davon laufen kann. Das muss man akzeptieren lernen, auch wenn es erst schwer fällt.
Konzentriere dich lieber auf das Leben, als auf den Tod. Denn wer sein Leben als sinnvoll und positiv erachtet, hat auch weniger Ängste vor dem Tod. Ist ja klar, wer behaupten kann er hat ein schönes Leben geführt, der kann auch besser Abschied nehmen und trauert nicht etwas nach, was er noch gerne gemacht oder erlebt hätte.
Wäre das Leben nicht begrenzt, also wären wir Unsterblich, dann würde den Menschen die Motivation fehlen überhaupt aktiv das Leben zu gestalten. Man hätte ja alle Zeit der Welt. Der Tod ist also der Motor unseres Lebens!
Je mehr wir in der Angst vor Tod und Sterben verfangen sind, desto weniger kann unser Leben erfüllt und wirklich gelebt sein.
Ein Leben,das von Angst überschattet ist, kann niemals erfüllt oder friedlich sein. Deshalb ist es wichtig, Dinge die nicht zu ändern sind, anzunehmen und loszulassen. Der Tod ist jedem von uns gewiss und du kannst nichts daran ändern, als deine Sicht auf den Tod und damit auf ein angstfreies Leben.
Den Tod mit der Sichtweise anzuschauen, was er uns über das Leben lehrt, kann eine neue Dimension in unser Leben bringen.
Ein griechische Philosoph hat mal gesagt:"Warum sollten wir Angst vor dem Tot haben, wenn wir sind ist der tot nicht, und wenn der Tod ist, sind wir nicht mehr".
Sterben wird auch zur letzten Form der Einsamkeit. Der soziale Tod tritt vor dem biologischen Tod und so verbindet sich die Furcht vor Einsamkeit mit der vor dem Tod. Das ist ja bei dir auch vorhanden, du hast soziale Ängste und sagst selbst, dass dir soziale Kontakte fehlen. Um nicht zu sagen, du fühlst dich Einsam und durch den Tod müssen wir eben auch alleine durch.

Ich möchte dir raten such dir einen guten Psychotherapeuten der dir Hilft deine Ängste mit dir zu verarbeiten und zu beheben. Ich denke du kannst zwar unterstützend einige Dinge alleine durchführen, um deine Ängste zu überwinden, aber du wirst sie ohne professionelle Hilfe nicht alleine los. Daher probiere einige Therapeuten durch, mach kostenlose Probesitzungen und entscheide dich wen du für kompetent hälst, um dir zu helfen.

Dann würde ich mit Entspannungstechniken arbeiten und bei dir besonders mit Meditation. Denn Meditation hat viele positive Effekte auf das Nervensystem, die Wahrnehmung, das körperliche und seelische Befinden. Es ist gut, die ersten Meditationserfahrungen unter erfahrener Anleitung zu machen. So wie ein unerfahrener Bergsteiger das Matterhorn nicht ohne Bergführer besteigen sollte, so sollte ein Novize den Weg in die unerforschten Tiefen des eigenen Seins nicht ohne kundige Begleitung unternehmen.
Die VHS oder andere Organisationen sind da gute Ansprechpartner.

Wie wäre es, wenn du dir mal ein Buch über Nahtoderfahrungen besorgst. Denn so setzt du dich mit dem Thema Tod einmal anders auseinander und erhälst Informationen die dir eine neue Sicht vermitteln können.

Zum Abschluss des Thema Tod eine kleine Geschichte:

Eines Tages schickte ein Händler von Bagdad seinen Diener zum Markt, um Einkäufe zu machen. Bald aber kam der Diener zurück, blaß und zitternd vor Angst, und sagte:

"Herr, am Markt wurde ich von einem Mann in der Menge angerempelt, und als ich mich umdrehte, sah ich, dass es der Tod war. Er hat mir einen Drohungswink gegeben. Bitte, borg mir dein Pferd, damit ich diese Stadt entfliehe und meinem Schicksal entrinne. Ich werde bis Samarra reiten und der Tod wird mich nicht dort finden können."

Der Händler borgte ihm sein Pferd und der Diener ritt nach Samarra im großen Galopp weg.

Nun ging der Händler zum Markt und, als er den Tod in der Menge sah, ging er zu ihm und fragte:

"Warum hast du diesen Morgen meinem Diener einen Drohungswink gegeben?"

"Aber das war kein Drohungswink", antwortete der Tod, "ich habe nur gezuckt. Ich war sehr überrascht, ihn in Bagdad zu sehen, denn ich habe eine Zusammenkunft mit ihm, heute Abend, in Samarra."

Das Thema soziale Ängst musst du unbedingt mit einem Therapeuten angehen. Ich denke er wird dir auch sagen das du eine soziale Phobie hast. Diese läßt sich aber durch Verhaltens- und Gesprächstherapie gut beheben.
Soziale Phobie geht immer mit Vermeidungsverhalten und/oder deutlichen körperlichen Symptomen wie Erröten, Herzklopfen, trockener Mund, Schwitzen, Zittern, angespannte Muskulatur, Muskelzucken, Kribbeln, beklemmendes Gefühl in der Brust, schneller Atem oder das Gefühl keine Luft zu kriegen, sowie kognitiven Symptomen wie: Niemand mag mich, ich bin zu ruhig, ich bin langweilig, die Anderen beobachten mich, die Anderen reden oder lachen hinter meinem Rücken über mich, man sieht mir die Aufregung an, ich werde abgewiesen usw., einher. Das kann sich steigern bis hin zur panischen Reaktion. bei reiner Schüchternheit nehmen Menschen durchaus unangenehme Situationen auf sich wenn es von Bedarf ist. Das machen Menschen mit sozialer Phobie kaum oder gar nicht mehr.
Das Vermeiden zu vermeiden ist der erste Schritt, um seine Ängste zu beheben. Das bedeutet also für dich, du musst dich motivieren und darfst der Angst nicht aus dem Weg gehen. Wenn du also Mitglied in einem Sportverein bist, dann nimm dir nun vor, das Treffen nicht aus Angst sausen zu lassen, sondern nehme es als Herausforderung an und gehe dort regelmäßig hin. Egal wie unangenehm es auch zu sein scheint! Nicht passiv werden, sondern aktiv. Daraus besteht das Leben! Setze dir eigene Ziele: Regelmäßig zum Sport gehen, dort mindestens mit einer Person 5 Minuten (oder wie lange auch immer) sprechen (am besten in dem du die Initiative des Gesprächs ergreifst). Hälst du das ein paar Wochen durch, dann kommt ein neuer Schwerpunkt, z.B. einer neuen Gruppe die deinem Interesse entspricht bei zutreten oder alte Schulfreund anzurufen mit denen du dich verabredest oder was auch immer dir einfällt.

Aber soziale Kontakte sind für uns Menschen einfach wichtig.
Menschen mit sozialer Phobie meiden Begegnungen mit ihren Mitmenschen und nehmen sich so selbst die Möglichkeit Belohnungen von der Umwelt zu erhalten (z.B. Komplimente, positives Feedback von den Anderen). Der fehlende Beistand von vertrauten Personen erschwert das Bewältigen von schwierigen Situationen oder Streß.
Als weitere Folge der Isolation fehlt es ihnen an der Möglichkeit sich mit anderen Menschen auf sozialer Ebene zu vergleichen. So kann eine falsche Vorstellung von sozialem Verhalten und übertriebene Selbstbewertung entstehen. Die eigene Situation wird schlimmer eingeschätzt als sie in Wirklichkeit ist. Durch ihren Rückzug haben sie nun kaum die Gelegenheit ihre sozialen Fähigkeiten zu trainieren, und das geht nur mittels Üben im sozialen Kontakt, fehlt es häufig an sozialer Kompetenz, die Fähigkeit mit anderen Menschen umzugehen.
Übertriebene Selbstbewertung und der Mangel an positiven Verstärkern aus der Umwelt, oft begleitet durch fehlendes Zugehörigkeitsgefühl, führen nicht selten zu einer Depression.

Also arbeite an dir, mit einem Therapeuten und natürlich zusätzlich eigenständig.
Vielleicht Hilft dir ein gutes Buch. Es gibt echt gute Angstbewältigungsbücher-z.B. mal bei Amazon gucken.

Lieben Gruß und alles Gute!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Juli 2007 um 22:53
In Antwort auf marisa_12533112

Ängste
Hallo,

zwei Probleme, die eigentlich nicht zu trennen sind, denn beide beruhen auf Angst und das ist auch dein zentrales Thema: generelle Angst.
Wovor hast du denn beim Thema Tod genau Angst? Davor Schmerzen zu haben und dem allgemeinen Sterbeprozess? Angst vor einem frühen Tod? Geliebte Menschen zu verlieren? Furcht vor dem Unbekannten nach dem Tod? Furcht vor dem Verlust der körperlichen Identität?

Also mal kurz was allgemeines, Todesfurcht ist eine angeborene, natürliche, biologisch bestimmte Reaktion, die der Selbsterhaltung dient. Diese Todesfurcht muss sich früh im Prozess der Entstehung von Lebewesen entwickelt haben, denn eine Art, deren Mitglieder achtlos mit dem Leben umgingen, würde sehr schnell ausgestorben sein. Todesfurcht ist demnach eine Sicherung zur Aufrechterhaltung des Lebens.
Die Furcht vor dem Tod beruht zudem auf Lernerfahrungen: frühere Erlebnisse, die mit Tod verbunden sind, sowie Einstellungen, Auffassungen und Werthalterungen, die von den Eltern (bzw. der Gesellschaft, der Kultur) vermittelt wurden.

Häufig wird der Tod auch als Bedrohung erlebt, weil wir hier in unserer Kultur ein selbstbestimmtes Leben, welches wir stehts unter Kontrolle haben wollen, führen.
Der Tod aber ist nicht von uns Kontrollierbar, auch wenn die Medizin lebenserhaltene Maßnahmen durchführen kann, so ist der Tod selber doch etwas was nicht in unserer Macht liegt.
Das ist bei jedem Menschen auf dieser Welt gleiche, jeder muss lernen damit zu leben bestimmt Dinge nicht Kontrollieren zu können.
Angst vor dem Tod hilft nicht weiter, denn er ist so lange präsent bis er eintritt. Ich will damit sagen, es ist wichtig sich klar zu machen, dass niemand dem Tod davon laufen kann. Das muss man akzeptieren lernen, auch wenn es erst schwer fällt.
Konzentriere dich lieber auf das Leben, als auf den Tod. Denn wer sein Leben als sinnvoll und positiv erachtet, hat auch weniger Ängste vor dem Tod. Ist ja klar, wer behaupten kann er hat ein schönes Leben geführt, der kann auch besser Abschied nehmen und trauert nicht etwas nach, was er noch gerne gemacht oder erlebt hätte.
Wäre das Leben nicht begrenzt, also wären wir Unsterblich, dann würde den Menschen die Motivation fehlen überhaupt aktiv das Leben zu gestalten. Man hätte ja alle Zeit der Welt. Der Tod ist also der Motor unseres Lebens!
Je mehr wir in der Angst vor Tod und Sterben verfangen sind, desto weniger kann unser Leben erfüllt und wirklich gelebt sein.
Ein Leben,das von Angst überschattet ist, kann niemals erfüllt oder friedlich sein. Deshalb ist es wichtig, Dinge die nicht zu ändern sind, anzunehmen und loszulassen. Der Tod ist jedem von uns gewiss und du kannst nichts daran ändern, als deine Sicht auf den Tod und damit auf ein angstfreies Leben.
Den Tod mit der Sichtweise anzuschauen, was er uns über das Leben lehrt, kann eine neue Dimension in unser Leben bringen.
Ein griechische Philosoph hat mal gesagt:"Warum sollten wir Angst vor dem Tot haben, wenn wir sind ist der tot nicht, und wenn der Tod ist, sind wir nicht mehr".
Sterben wird auch zur letzten Form der Einsamkeit. Der soziale Tod tritt vor dem biologischen Tod und so verbindet sich die Furcht vor Einsamkeit mit der vor dem Tod. Das ist ja bei dir auch vorhanden, du hast soziale Ängste und sagst selbst, dass dir soziale Kontakte fehlen. Um nicht zu sagen, du fühlst dich Einsam und durch den Tod müssen wir eben auch alleine durch.

Ich möchte dir raten such dir einen guten Psychotherapeuten der dir Hilft deine Ängste mit dir zu verarbeiten und zu beheben. Ich denke du kannst zwar unterstützend einige Dinge alleine durchführen, um deine Ängste zu überwinden, aber du wirst sie ohne professionelle Hilfe nicht alleine los. Daher probiere einige Therapeuten durch, mach kostenlose Probesitzungen und entscheide dich wen du für kompetent hälst, um dir zu helfen.

Dann würde ich mit Entspannungstechniken arbeiten und bei dir besonders mit Meditation. Denn Meditation hat viele positive Effekte auf das Nervensystem, die Wahrnehmung, das körperliche und seelische Befinden. Es ist gut, die ersten Meditationserfahrungen unter erfahrener Anleitung zu machen. So wie ein unerfahrener Bergsteiger das Matterhorn nicht ohne Bergführer besteigen sollte, so sollte ein Novize den Weg in die unerforschten Tiefen des eigenen Seins nicht ohne kundige Begleitung unternehmen.
Die VHS oder andere Organisationen sind da gute Ansprechpartner.

Wie wäre es, wenn du dir mal ein Buch über Nahtoderfahrungen besorgst. Denn so setzt du dich mit dem Thema Tod einmal anders auseinander und erhälst Informationen die dir eine neue Sicht vermitteln können.

Zum Abschluss des Thema Tod eine kleine Geschichte:

Eines Tages schickte ein Händler von Bagdad seinen Diener zum Markt, um Einkäufe zu machen. Bald aber kam der Diener zurück, blaß und zitternd vor Angst, und sagte:

"Herr, am Markt wurde ich von einem Mann in der Menge angerempelt, und als ich mich umdrehte, sah ich, dass es der Tod war. Er hat mir einen Drohungswink gegeben. Bitte, borg mir dein Pferd, damit ich diese Stadt entfliehe und meinem Schicksal entrinne. Ich werde bis Samarra reiten und der Tod wird mich nicht dort finden können."

Der Händler borgte ihm sein Pferd und der Diener ritt nach Samarra im großen Galopp weg.

Nun ging der Händler zum Markt und, als er den Tod in der Menge sah, ging er zu ihm und fragte:

"Warum hast du diesen Morgen meinem Diener einen Drohungswink gegeben?"

"Aber das war kein Drohungswink", antwortete der Tod, "ich habe nur gezuckt. Ich war sehr überrascht, ihn in Bagdad zu sehen, denn ich habe eine Zusammenkunft mit ihm, heute Abend, in Samarra."

Das Thema soziale Ängst musst du unbedingt mit einem Therapeuten angehen. Ich denke er wird dir auch sagen das du eine soziale Phobie hast. Diese läßt sich aber durch Verhaltens- und Gesprächstherapie gut beheben.
Soziale Phobie geht immer mit Vermeidungsverhalten und/oder deutlichen körperlichen Symptomen wie Erröten, Herzklopfen, trockener Mund, Schwitzen, Zittern, angespannte Muskulatur, Muskelzucken, Kribbeln, beklemmendes Gefühl in der Brust, schneller Atem oder das Gefühl keine Luft zu kriegen, sowie kognitiven Symptomen wie: Niemand mag mich, ich bin zu ruhig, ich bin langweilig, die Anderen beobachten mich, die Anderen reden oder lachen hinter meinem Rücken über mich, man sieht mir die Aufregung an, ich werde abgewiesen usw., einher. Das kann sich steigern bis hin zur panischen Reaktion. bei reiner Schüchternheit nehmen Menschen durchaus unangenehme Situationen auf sich wenn es von Bedarf ist. Das machen Menschen mit sozialer Phobie kaum oder gar nicht mehr.
Das Vermeiden zu vermeiden ist der erste Schritt, um seine Ängste zu beheben. Das bedeutet also für dich, du musst dich motivieren und darfst der Angst nicht aus dem Weg gehen. Wenn du also Mitglied in einem Sportverein bist, dann nimm dir nun vor, das Treffen nicht aus Angst sausen zu lassen, sondern nehme es als Herausforderung an und gehe dort regelmäßig hin. Egal wie unangenehm es auch zu sein scheint! Nicht passiv werden, sondern aktiv. Daraus besteht das Leben! Setze dir eigene Ziele: Regelmäßig zum Sport gehen, dort mindestens mit einer Person 5 Minuten (oder wie lange auch immer) sprechen (am besten in dem du die Initiative des Gesprächs ergreifst). Hälst du das ein paar Wochen durch, dann kommt ein neuer Schwerpunkt, z.B. einer neuen Gruppe die deinem Interesse entspricht bei zutreten oder alte Schulfreund anzurufen mit denen du dich verabredest oder was auch immer dir einfällt.

Aber soziale Kontakte sind für uns Menschen einfach wichtig.
Menschen mit sozialer Phobie meiden Begegnungen mit ihren Mitmenschen und nehmen sich so selbst die Möglichkeit Belohnungen von der Umwelt zu erhalten (z.B. Komplimente, positives Feedback von den Anderen). Der fehlende Beistand von vertrauten Personen erschwert das Bewältigen von schwierigen Situationen oder Streß.
Als weitere Folge der Isolation fehlt es ihnen an der Möglichkeit sich mit anderen Menschen auf sozialer Ebene zu vergleichen. So kann eine falsche Vorstellung von sozialem Verhalten und übertriebene Selbstbewertung entstehen. Die eigene Situation wird schlimmer eingeschätzt als sie in Wirklichkeit ist. Durch ihren Rückzug haben sie nun kaum die Gelegenheit ihre sozialen Fähigkeiten zu trainieren, und das geht nur mittels Üben im sozialen Kontakt, fehlt es häufig an sozialer Kompetenz, die Fähigkeit mit anderen Menschen umzugehen.
Übertriebene Selbstbewertung und der Mangel an positiven Verstärkern aus der Umwelt, oft begleitet durch fehlendes Zugehörigkeitsgefühl, führen nicht selten zu einer Depression.

Also arbeite an dir, mit einem Therapeuten und natürlich zusätzlich eigenständig.
Vielleicht Hilft dir ein gutes Buch. Es gibt echt gute Angstbewältigungsbücher-z.B. mal bei Amazon gucken.

Lieben Gruß und alles Gute!

...
Hi,

ich denke mal es geht nicht draum, dass man IRGENDWANN stibt, sondern dass es in relativ jungen Jahren passiert. Ich habe nicht unbedingt Probleme mit dem Tod, wenn ich alt bin. Sterben müssen wir alle, ist klar, aber nicht früh. Wenn ich alt bin denke ich da mit Sicherheit auch anders drüber. Viele haben halt nicht solche Probleme, wenn sie an den Tod denken, weil er für die nicht real ist, aber einige, so wie wir machen sich da halt besonders Gedanken.

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5. Juli 2007 um 10:01
In Antwort auf katla_12047042

...
Hi,

ich denke mal es geht nicht draum, dass man IRGENDWANN stibt, sondern dass es in relativ jungen Jahren passiert. Ich habe nicht unbedingt Probleme mit dem Tod, wenn ich alt bin. Sterben müssen wir alle, ist klar, aber nicht früh. Wenn ich alt bin denke ich da mit Sicherheit auch anders drüber. Viele haben halt nicht solche Probleme, wenn sie an den Tod denken, weil er für die nicht real ist, aber einige, so wie wir machen sich da halt besonders Gedanken.

Sterben
Hallo,

na gut dann hast du halt Angst davor zu früh zu sterben.
Kann sein das du mit zunehmendem Alter weniger Ängste hast, es kann aber auch genau das Gegenteil eintreten. Ich habe z.B. an meinen Großeltern erlebt, das in der letzten Zeit vor ihrem Tod (ca. 2 Jahre vorher) sie besondere Angst vorm Tod hatten, weil er in einem hohen Alter immer wahrscheinlicher wird.
Aber wäre ja schön wenn du deine Ängste in den Griff bekommst und sie nach und nach abbaust.

Das du meinst du bzw. Leute wie du machen sich besondere Gedanken über den Tod und empfinden deshalb so, sehe ich anders.
Ich habe auch oft genug über den Tod nachgedacht und das machen fast alle Menschen, da bist du überhaupt nicht die Ausnahme.
Es ist aber immer die Frage wie man mit dem Thema dann weiter umgeht.
Ich meine nicht das deine Weise falsch ist, aber wenn du darunter leidest, dann ist es jedenfalls keine angenehme Art oder?
Das man nicht sagt, jüpi, ich muss sterben, liegt jawohl auf der Hand.
Sich aber bewusst zu machen, das der Tod halt allgegenwärtig ist und man daher versuchen MUSS ihn zu akzeptieren und damit zu Leben, da sonst das Leben zur Qual wird, ist einfach enorm wichtig. Genau das habe ich versucht mit dem obigen Text ausdrücken.
Übrigens ist der Tod für mich sehr real, behaupte nicht irgendetwas was du nur vermuten kannst!

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6. Juli 2007 um 10:30
In Antwort auf marisa_12533112

Sterben
Hallo,

na gut dann hast du halt Angst davor zu früh zu sterben.
Kann sein das du mit zunehmendem Alter weniger Ängste hast, es kann aber auch genau das Gegenteil eintreten. Ich habe z.B. an meinen Großeltern erlebt, das in der letzten Zeit vor ihrem Tod (ca. 2 Jahre vorher) sie besondere Angst vorm Tod hatten, weil er in einem hohen Alter immer wahrscheinlicher wird.
Aber wäre ja schön wenn du deine Ängste in den Griff bekommst und sie nach und nach abbaust.

Das du meinst du bzw. Leute wie du machen sich besondere Gedanken über den Tod und empfinden deshalb so, sehe ich anders.
Ich habe auch oft genug über den Tod nachgedacht und das machen fast alle Menschen, da bist du überhaupt nicht die Ausnahme.
Es ist aber immer die Frage wie man mit dem Thema dann weiter umgeht.
Ich meine nicht das deine Weise falsch ist, aber wenn du darunter leidest, dann ist es jedenfalls keine angenehme Art oder?
Das man nicht sagt, jüpi, ich muss sterben, liegt jawohl auf der Hand.
Sich aber bewusst zu machen, das der Tod halt allgegenwärtig ist und man daher versuchen MUSS ihn zu akzeptieren und damit zu Leben, da sonst das Leben zur Qual wird, ist einfach enorm wichtig. Genau das habe ich versucht mit dem obigen Text ausdrücken.
Übrigens ist der Tod für mich sehr real, behaupte nicht irgendetwas was du nur vermuten kannst!

...
Du musst dich nicht persönlich angegriffen fühlen, wenn ich etwas schreibe. Oder habe ich etwas geschrieben, dass ich dich damit meine?! Wäre auch schön, wenn du nicht etwas behauptest, was ich angeblich behaupte, das bringt hier nämlich nichts.
Ich kenne Leute, bei denen das Thema nicht real ist.
Klar ist der Tod ein Teil vom Leben, nur ich bin auch der Meinung, wenn er vermieden werden kann, sprich man krank ist und was dagegen gemacht werden kann, sollte man das auch tun. Akzeptieren sollte man den Tod, wenn man alt ist, aber in jungen Jahre, finde ich sollte das nicht der alltägliche Begleiter sein. Klar denkt jeder mal drüber nach,und ich habe wohl Recht, dass der Gedanke bei einigen ausgeprägter ist, als bei anderen.
Ich meine, so wie ich das verstehe, hast du diese massiven Angstzustände nicht?! Und das ist dann der springende Punkt.
Menchen mit solchen Ängsten gehen immer zweimal mehr zum Arzt als andere, nur damit sie sich sicher und wohl fühlen, dass sie organisch gesund sind. Hat schon einige Fälle gegeben, wo anscheinend gesunden Leute gestorben sind, ob nun alt oder jung, wo sich dann im nachhinein rausgestellt hat, dass sie doch krank waren. Und das kann vemieden werden und ich denke dadurch kann die Ansgt, früh zu sterben zumindest ein bißchen genommen werden.
Mein Arzt sagte mal, dss kein gesunder Mensch tot umfällt.

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6. Juli 2007 um 13:21
In Antwort auf katla_12047042

...
Du musst dich nicht persönlich angegriffen fühlen, wenn ich etwas schreibe. Oder habe ich etwas geschrieben, dass ich dich damit meine?! Wäre auch schön, wenn du nicht etwas behauptest, was ich angeblich behaupte, das bringt hier nämlich nichts.
Ich kenne Leute, bei denen das Thema nicht real ist.
Klar ist der Tod ein Teil vom Leben, nur ich bin auch der Meinung, wenn er vermieden werden kann, sprich man krank ist und was dagegen gemacht werden kann, sollte man das auch tun. Akzeptieren sollte man den Tod, wenn man alt ist, aber in jungen Jahre, finde ich sollte das nicht der alltägliche Begleiter sein. Klar denkt jeder mal drüber nach,und ich habe wohl Recht, dass der Gedanke bei einigen ausgeprägter ist, als bei anderen.
Ich meine, so wie ich das verstehe, hast du diese massiven Angstzustände nicht?! Und das ist dann der springende Punkt.
Menchen mit solchen Ängsten gehen immer zweimal mehr zum Arzt als andere, nur damit sie sich sicher und wohl fühlen, dass sie organisch gesund sind. Hat schon einige Fälle gegeben, wo anscheinend gesunden Leute gestorben sind, ob nun alt oder jung, wo sich dann im nachhinein rausgestellt hat, dass sie doch krank waren. Und das kann vemieden werden und ich denke dadurch kann die Ansgt, früh zu sterben zumindest ein bißchen genommen werden.
Mein Arzt sagte mal, dss kein gesunder Mensch tot umfällt.

???????????
Hallo,

also persönlich oder sonst wie angegriffen fühle ich mich gar nicht.
Nur hast du auf mein erstes Schreiben eben geantwortet, dass viele nicht solche Probleme haben, wenn sie an den Tod denken, weil er für die nicht real ist. Und wie ich mit dem zweiten Schreiben aufgeklärt habe, ist er für mich eben sehr wohl real. Und ich finde es halt nicht gut, wenn so getan wird, als ob alle die den Tod nicht Tag täglich als Bedrohung ansehen, ihn nicht als Real wahrnehmen. Das Gegenteil kann sogar manchmal sehr wahrscheinlich sein.
Ich denke wir beide haben einfach zwei sehr verschiedene Sichtweisen in diesem Bereich. Und ich habe nun auch nicht den Anspruch das du meine unbedingt verstehen musst. Ich dachte halt bloß du "leidest" darunter, ständig Angst davor zu haben jung zu sterben. Deshalb hatte ich dir empfohlen diesen Beitrag mal zu lesen. Vielleicht verstehe ich dein Problem auch einfach nicht, mag sein. Übrigens auch wenn ich keine Angstzustände bei diesem Thema habe, kann ich doch empathisch sein und eine Meinung dazu haben. Wenn jeder alles schon mal erlebt haben müsste, damit er nachfühlen kann wie es anderen geht, dann wäre das aber ein sehr mühsamer Weg. Es kommt mir auch etwas so vor, als ob du gar keine andere Sicht auf die Dinge haben möchtest.
Ich denke, wir sollten uns über das Thema nicht weiter vertiefen, das bringt nicht viel.

Wünsche dir alles gute.

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