Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Angst vor Krankheiten

Letzte Nachricht: 3. September um 18:12
L
louisa23
30.06.22 um 21:08

Hi😵‍💫
ich habe inzwischen so viele Forumsbeiträge gelesen, dass ich meine Sorgen auch einfach mal loswerden muss...ich bin nämlich ein klein wenig sehr verzweifelt.

Angefangen hat bei mir alles mit einem Engegefühl in der Brust (bin 20 Jahre und war eigentlich immer gesund), ich habe dann natürlich sofort Panik bekommen und bin in die Notaufnahme. EKG und Blutwerte waren normal, sodass ich wieder nach Hause geschickt wurde. Ich bin daraufhin zum Hausarzt und der meinte ich hätte eine Verspannung im Rücken, welche diese Schmerzen verursacht. Also hab ich mich auf zur Physiotherapie gemacht...hat ehrlich gesagt nicht groß etwas gebracht. Nun habe ich seit gut zwei Wochen ein erneutes immwer wieder auftretendes Engefühl in der Brust, sowie seltsame Taubheitsgefühle im rechten Arm, Schwindel und ein Benommenheitsgefühl. Einmal war es wieder so schlimm, dass ich wieder in die Notaufnahme bin - EKG, Blutwerte und auch Röntgen waren normal. Mein Hausarzt ( der wahrscheinlich schon genervt von mir ist) hat mich daraufhin zum Kardiologen geschickt - auch hier Ultraschall und EKG ohne Auffälligkeiten. 
Jetzt frag ich mich, ob ich mir einfach zu viel auf diese "Symptome" einbilde, einfach weil ich natürlich auch sofort alles im Internet nachschlage und dann unsagbare Angst habe zum Beispiel einen Schlaganfall zu haben. Generell drehen sich meine Gedanken 24/7 um das Thema Krankheiten und Tod. Schlafen kann ich auch nicht mehr. 

Mein Arzt vermutet dass das alles vielleicht auch das Long-COVID Syndrom sein kann. Kennt sich damit vielleicht jemand aus? 

Gerade jetzt habe ich nämlich wieder Riesen Angst einen Schlaganfall zu haben

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fuechslein-101
fuechslein-101
01.07.22 um 12:40

Ich bin kein Doc, nur ein Sani...

Frage deinen Arzt doch mal nach einem Langzeit-EKG. wenn die Symptome nur sporadisch auftreten.

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R
rufmichan
01.07.22 um 15:06

Ich hätt jetzt eher auf Panik-Attacken geschlossen, wenn Du eh schon ein eher ängstlicher Mensch bist.

Allenfalls auch mal therapeutische Unterstützung suchen schadet sicher nicht.

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S
sisteronthefly
07.07.22 um 12:59

Hallo, 

ich glaube dir und ich halte es auch für wichtig sämtliche medizinischen Abklärungen durchzuführen. Ein Langzeit EKG halte ich auch für sinnvoll, einfach um gefürchtete Herzrhythmusstörungen auszuschließen. Bisher habe ich allerdings auch den Eindruck, dass es sich möglicherweise um Panikstörungen oder eine Herzangst handeln könnte. Beides wirkt sich auf der körperlichen Ebene aus, man würde nur keinen Anhaltspunkt finden für eine körperliche Erkrankung. Für eine Diagnose ist es aber enorm wichtig alle diese Untersuchungen durchzuführen. Auch beim Wiederauftritt von Symptomen scheue dich bitte nicht ggfls. Hausarzt oder Notaufnahme aufzusuchen. Niemand wird von dir denken das du dir alles nur einbildest. Falls doch hat die Person ihren Beruf verfehlt und noch nie Menschen mit starken Ängsten betreut. Das läge dann nicht an dir, sondern an einem mangelnden Wissen der behandelnden Person. 

Taubheit, Schwindel, Benommenheit und die Angst sterben zu müssen sind Kardinalsymptome starker Ängste. Gab es in deiner Familie vor Kurzem einen Todesfall oder einen Herzinfarkt? 

Wenn dein Arzt Long Covid in Betracht zieht möchte er dies vielleicht nicht unbeachtet lassen. Er geht scheinbar sehr gründlich vor und das ist absolut richtig. Sprich bitte bei deinem nächsten Besuch die Möglichkeit einer psychischen Komponente an. Dies bedeutet nicht, dass alle Untersuchungen eingestellt werden. Vielleicht kannst du dir schon mal einen Termin in einer auf Ängste spezialisierten psychotherapeutischen Praxis einholen. Ruf dort einfach an und schildere den Fall. Du kannst selbstverständlich den Wunsch äußern, dass Arzt und Therapeut zusammenarbeiten. 

Alles Gute.

LG Sis
 

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roterregen
03.09.22 um 18:12

Also, was passiert denn... hallo Lousia, ......unmittelbar bevor du diese "Störung" deines Körpers erleidest, oder am Tag davor? Bestimmte Personen gesehen und gesprochen, Stress im Job, Drogen oder Medikamente genommen?
Ich fordere hier und jetzt keine Antwort von dir ein, sondern will versuchen dir klar zu machen, dass es vielleicht doch Reaktionen sind, die du noch nicht "auf dem Zettel" hattest, vielleicht auch psychosomatische Reaktionen sein könnten...

Versuche doch mal - vielleicht in Gesprächen mit einer Therapeutin oder ähnliches, wie zum Beispiel der Videokurs von Klaus Bernhardt - zu ermitteln, was in deinem Leben so abgeht, dass das passiert. Es soll sogar Fälle geben, wo Lebensmittelunverträglichkeiten indirekt Herzprobleme verursachen...

Aber wir hier sind keine Experten, nur ein Tipp noch, führe vielleicht Buch, was du probiert hast, und was geholfen hat und was nicht und so weiter... 

Viel Glück!
VG
Tom

 

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