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Angst vor Krankheit, Siechtum und Tod

23. November 2014 um 23:40 Letzte Antwort: 25. November 2014 um 0:00

Hallo, ich muss mir mal was von der Seele schreiben und hoffe, dass auch hier jemand ist, der mich versteht oder mir viellicht sogar helfen kann.
Ich bin 55 Jahre, kinderlos und lebe seit 10 Jahren in einer glücklichen Beziehung.

Ich habe eigentlich schon immer viel über das Altwerden und den Tod nachdenken müssen. Auch schon als ich 20 war...

Nun jedoch, wo ich sichtbar und spürbar langsam immer älter werde, wächst meine Angst umso mehr!
Meine Großmutter sagte mir früher, dass man die Angst vor dem Tod verliert, je älter man wird aber nun stelle ich fest, dass es gar nicht so ist - jedenfalls nicht bei mir.
Ich befinde mich bereits in psychiatrischer Behandlung und bekomme ein Antidepressiva nach dem anderen verschrieben aber keines hilft. Eigentlich spüre ich überhaupt keine Wirkung davon.

Menschen in meinem Umfeld denken, dass ich eine Frohnatur bin und würden nie darauf kommen, dass ich mich mit diesen Themen überhaupt beschäftige oder dass ich in psych. Behandlung bin.
Nur mein enges Umfeld kennt natürlich auch meine Sorgen und Probleme.

Ich denke wirklich jeden Tag darüber nach, was wohl in 10 oder 15 Jahren sein wird. Oder auch schon früher. Werde ich eine schlimme Krankheit bekommen, wie Krebs oder einen Schlaganfall?
Werde ich vielleicht schon tot sein?

Ich denke dann auch daran, wie viele Menschen schon gelebt haben, gestorben sind und nun für immer und ewig weg sind.

Diese Gedanken sind dermaßen unerträglich für mich aber ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich beneide die Menschen, die von Herzen glauben können, denn sie werden sich immer von Gott behütet fühlen. Sie sind bestimmt viel gelassener mit solchen Themen aber wie soll man glauben, wenn man nicht glaubt??

Versteht ihr mich ein bißchen?

Ich habe wahnsinnige Angst davor, irgendwann unter der Erde zu vermodern aber verbrannt werden möchte ich auch nicht...
Na ja... so weit erstmal, ich möchte euch nicht über die Maßen strapazieren.

Vielen Dank fürs Lesen und über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.


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24. November 2014 um 21:00

Hallo!
"Werde ich eine schlimme Krankheit bekommen, wie Krebs oder einen Schlaganfall?
Werde ich vielleicht schon tot sein?"

--> Warum stellt man Fragen? Warum stellst DU Fragen?

a) weil man etwas wissen WILL
b) weil man etwas NICHT weiß

Warum stellst du Dir die obigen Fragen?

ist es a), oder b) oder sogar gar nichts von beiden (was dann)?

Denke darüber bitte intensiv nach, WARUM du dir überhaupt die Frage stellst (Ursache). Warum fragst du...ja, wen fragst du überhaupt? Fragst du dich? Fragst du die Welt?
--


"Diese Gedanken sind dermaßen unerträglich für mich aber ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich beneide die Menschen, die von Herzen glauben können, denn sie werden sich immer von Gott behütet fühlen. Sie sind bestimmt viel gelassener mit solchen Themen aber

wie soll man glauben, wenn man nicht glaubt??"


Du scheinst in einem inneren Konflikt zu sein. Du WILLST offensichtlich glauben, weil du GLAUBST, durch Glaube fühlst du DICH gut. Bist du von Gott behütet. Brauchst du nichts fürchten.

WEIßT du es, dass es dann so wäre? Oder GLAUBST du es?

Ach halt..du glaubst ja NICHT.


Ja was denn nun?

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24. November 2014 um 21:54
In Antwort auf lichtflut

Hallo!
"Werde ich eine schlimme Krankheit bekommen, wie Krebs oder einen Schlaganfall?
Werde ich vielleicht schon tot sein?"

--> Warum stellt man Fragen? Warum stellst DU Fragen?

a) weil man etwas wissen WILL
b) weil man etwas NICHT weiß

Warum stellst du Dir die obigen Fragen?

ist es a), oder b) oder sogar gar nichts von beiden (was dann)?

Denke darüber bitte intensiv nach, WARUM du dir überhaupt die Frage stellst (Ursache). Warum fragst du...ja, wen fragst du überhaupt? Fragst du dich? Fragst du die Welt?
--


"Diese Gedanken sind dermaßen unerträglich für mich aber ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich beneide die Menschen, die von Herzen glauben können, denn sie werden sich immer von Gott behütet fühlen. Sie sind bestimmt viel gelassener mit solchen Themen aber

wie soll man glauben, wenn man nicht glaubt??"


Du scheinst in einem inneren Konflikt zu sein. Du WILLST offensichtlich glauben, weil du GLAUBST, durch Glaube fühlst du DICH gut. Bist du von Gott behütet. Brauchst du nichts fürchten.

WEIßT du es, dass es dann so wäre? Oder GLAUBST du es?

Ach halt..du glaubst ja NICHT.


Ja was denn nun?

Glauben oder nicht glauben
Danke für deine Antwort
Ich meine es so: Wer an GOTT glauben kann, findet sicherlich darüber Trost und Hoffnung bei solchen negativen Gedanken.

Ich meinte nicht, dass ich an NICHTS glaube. Das wäre ja auch Blödsinn. Natürlich kann ich glauben, dass z.B. morgen die Sonne scheint oder meine Mutter gleich anruft... An Gott kann ich leider nicht glauben! Ich hoffe, ich konnte das jetzt besser erklären

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24. November 2014 um 22:07

Fragen stellen?
"Werde ich eine schlimme Krankheit bekommen, wie Krebs oder einen Schlaganfall?
Werde ich vielleicht schon tot sein?"

--> Warum stellt man Fragen? Warum stellst DU Fragen?

a) weil man etwas wissen WILL
b) weil man etwas NICHT weiß

Warum stellst du Dir die obigen Fragen?

ist es a), oder b) oder sogar gar nichts von beiden (was dann)?
Es geht nicht darum, ob ich etwas wissen will, weil ich es nicht weiß o.ä. Ich stelle mir die Fragen, weil ich einfach eine große Angst vor schlimmen Krankheiten habe. Ich mache mir einfach viele Gedanken darüber, wie ich damit umgehen würde oder könnte, wenn ich ernsthaft erkranken würde. Meine Schwägerin hatte letztes Jahr mit 41 einen Schlaganfall bekommen und ihre linke Seite ist noch immer gelähmt. Sie ist auf Hilfe bei fast allen alltäglichen Dingen angewiesen und leidet seitdem auch an starken Depressionen. Ich versuche ihr so viel zu helfen, wie es geht aber es ist schon absolut furchtbar, wenn man so aus dem Leben gerissen wird.

Ich finde es eigentlich klar, warum ich mir die Fragen stelle. Es ist die Angst davor, die mich beherrscht...

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24. November 2014 um 22:11
In Antwort auf ilene_12161235

Glauben oder nicht glauben
Danke für deine Antwort
Ich meine es so: Wer an GOTT glauben kann, findet sicherlich darüber Trost und Hoffnung bei solchen negativen Gedanken.

Ich meinte nicht, dass ich an NICHTS glaube. Das wäre ja auch Blödsinn. Natürlich kann ich glauben, dass z.B. morgen die Sonne scheint oder meine Mutter gleich anruft... An Gott kann ich leider nicht glauben! Ich hoffe, ich konnte das jetzt besser erklären

Differenziertes Glauben also
Aha!

Du unterscheidest deinen Glauben also.

Du glaubst nicht an ALLES.Wieso nicht?

Wann glaubst du überhaupt? Glaubst du das, was du SIEHST oder soll ich besser fragen, glaubst du NUR das, was du sehen/fühlen/riechen/schmecken/hören kannst?

Wieso kannst du NICHT an Gott glauben?
Offensichtlich KÖNNTEST du es, andere Menschen können es ja auch.

Was hindert dich daran, an GOTT zu glauben?

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24. November 2014 um 22:17
In Antwort auf ilene_12161235

Fragen stellen?
"Werde ich eine schlimme Krankheit bekommen, wie Krebs oder einen Schlaganfall?
Werde ich vielleicht schon tot sein?"

--> Warum stellt man Fragen? Warum stellst DU Fragen?

a) weil man etwas wissen WILL
b) weil man etwas NICHT weiß

Warum stellst du Dir die obigen Fragen?

ist es a), oder b) oder sogar gar nichts von beiden (was dann)?
Es geht nicht darum, ob ich etwas wissen will, weil ich es nicht weiß o.ä. Ich stelle mir die Fragen, weil ich einfach eine große Angst vor schlimmen Krankheiten habe. Ich mache mir einfach viele Gedanken darüber, wie ich damit umgehen würde oder könnte, wenn ich ernsthaft erkranken würde. Meine Schwägerin hatte letztes Jahr mit 41 einen Schlaganfall bekommen und ihre linke Seite ist noch immer gelähmt. Sie ist auf Hilfe bei fast allen alltäglichen Dingen angewiesen und leidet seitdem auch an starken Depressionen. Ich versuche ihr so viel zu helfen, wie es geht aber es ist schon absolut furchtbar, wenn man so aus dem Leben gerissen wird.

Ich finde es eigentlich klar, warum ich mir die Fragen stelle. Es ist die Angst davor, die mich beherrscht...

Aus Angst stellst du also Fragen...
Interessant.

Wenn DEINE Angst dich dazu bewegt, Fragen zu stellen, undzwar solche Fragen, die Dir Angst machen, weil du Angst vor der Antwort hast.

"Ich stelle mir die Fragen, weil ich einfach eine große Angst vor schlimmen Krankheiten habe."

Achso? Also wenn ich vor etwas Angst habe, gebe ich der Sache aus dem Weg. Und du hast auch NICHT geschrieben, dass du dir die Fragen stellen WILLST:

Daher die Frage: Stellst DU DIR die Frage? Kannst du Dir überhaupt die Frage stellen?

Wenn du könntest, könntest du sie genauso gut NICHT stellen.

Kannst du offensichtlich nicht. Kannst du dir deine Fragen überhaupt aussuchen?

Die Folge dessen wäre: MUSST DU überhaupt darauf antworten? Musst DU dafür eine Antwort haben?
--

Mich würde interessieren, wie es für DICH klar sein kann, dir diese Fragen zu stellen.



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24. November 2014 um 23:26

Angst vor Krankheit
Hallo, ich kenne diese Gedanken sie haben mich lange begleitet bis ich mit 50 Jahren an Brustkrebs erkrankt bin meine schlimmsten Aengste sind wahr geworden und was soll ich sagen auch das ging und ich lebe noch Selbst wenn das Schicksal zuschlagen sollte ist das auch zu meistern Das nennt man Vertrauen ins Leben haben habe ich auch nicht aber bis es soweit ist kann man das Leben geniessen mit Hund spazieren usw Es sind eh nur die kleineren Dinge die lebenswert sind Du hast Mann Kinder Hund das ist schon ne ganze Menge liebe Gruesse traumfaenger 15

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24. November 2014 um 23:29
In Antwort auf keno_12478139

Angst vor Krankheit
Hallo, ich kenne diese Gedanken sie haben mich lange begleitet bis ich mit 50 Jahren an Brustkrebs erkrankt bin meine schlimmsten Aengste sind wahr geworden und was soll ich sagen auch das ging und ich lebe noch Selbst wenn das Schicksal zuschlagen sollte ist das auch zu meistern Das nennt man Vertrauen ins Leben haben habe ich auch nicht aber bis es soweit ist kann man das Leben geniessen mit Hund spazieren usw Es sind eh nur die kleineren Dinge die lebenswert sind Du hast Mann Kinder Hund das ist schon ne ganze Menge liebe Gruesse traumfaenger 15

Oh sorry
Du hast keine Kinder sorry sorry sorry aber das macht nichts habe es falsch gelesen trotzdem meister Dein Leben sich solche Gedanken zu machen bringt nichts

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25. November 2014 um 0:00

An Traumfänger
Hallo Traumfänger, vielen lieben Dank für deine Antwort. Was du geschrieben hast, ist sehr hilfreich für mich und du hast recht - es scheint oft so zu sein, dass man mit einer schlimmen Situation besser umgehen kann, als man es vorher für möglich gehalten hätte. Das habe ich schon öfters gehört und erlebt. Ich hoffe, es geht dir wieder gut und der Krebs ist besiegt. Vielen Dank auch, dass du mich verstehst. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend

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