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Angst vor Erstgespräch morgen

20. Dezember 2005 um 11:08 Letzte Antwort: 15. Januar 2006 um 15:55

Hallo,

morgen ist es soweit, ich habe einen Termin beim Psychologen.
Ich habe solche Angst. Weiß gar nicht richtig was ich erzählen soll, denn "richtige" Gründe habe ich eigentlich keine.

Ich weiß nur das ich selbst nicht mehr rauskomme und mir Hilfe wünsche und Angst habe das ich keine Therapie notwendig habe.

Ich bin dauernd niedergeschlagen, dann kommt eine Welle die mich in Traurigkeit mitreißt. Spricht mich in der Zeit jemand an reagiere ich sofort wütend und aggresiv. Es ist dann ein Gefühl von tiefer Verzweiflung. Ich habe dann keine Geduld mehr, möchte nicht reden und einfach alleine sein.
Ich habe keinen Grund die Zukunft so schwarz zu sehen, denn ich bin gesund. Es gibt Menschen die viele Schicksale hinnehmen mußten und trotzdem lachen und das beste daraus machen. Dafür schäme ich mich so.
Mir macht nichts mehr Spaß, wenn ich mich mal aufraffe dann will ich sofort wieder nach Hause und fühle mich so einsam.
Bei jeder Gelegenheit fange ich an zu weinen, fühle mich wertlos und nichts macht mehr Sinn.

Ich weiß einfach nicht was ich sagen soll, ich weiß nicht was ich habe.
Außerdem habe ich große Angst das ich ausgelacht oder angeschrien werde wenn ich nicht weiß wie ich etwas erklären soll. Oder sogar noch anfange zu weinen, oder gar nichts mehr weiß was ich sagen soll.

Habt Ihr irgendwelche Tips für mich oder geht es euch manchmal auch so?

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20. Dezember 2005 um 11:53

Du brauchst ...
Hallo Zoey,

vor einem Erstgespräch brauchst Du keine Angst zu haben. Ein Therapeut lacht Dich weder aus noch schreit er Dich an und ich glaube auch nicht, dass Deine Mitmenschen so reagieren. Und wenn Du das Gefühl hast, Hilfe zu brauchen, dann ist Dein Weg auch richtig. Das Erstgespräch dient auch dazu Deine Probleme genau zu benennen. Du scheinst am Beginn einer Depression zu stehen. Rede einfach so, wie Du es hier geschrieben hast. Zuerst wird aber Dein Familienhintergrund aufgenommen und dadurch wirst Du eigentlich schon ein bißchen entspannter. Mach Dich nicht verrückt, das Erstgespräch läuft sozusagen über 5 Stunden (Einzelstunden jeweils nicht in einem Stück) und dient Dir auch dazu festzustellen, ob Du mit dem Therapeuten "klarkommst", also ob die Chemie zwischen Euch stimmt. Ich hoffe, Du kannst Morgen ohne große Ängste hingehen. Kannst ja hinterher mal erzählen wie es war.

LG traumwandlerin

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20. Dezember 2005 um 12:28
In Antwort auf jorunn_12706666

Du brauchst ...
Hallo Zoey,

vor einem Erstgespräch brauchst Du keine Angst zu haben. Ein Therapeut lacht Dich weder aus noch schreit er Dich an und ich glaube auch nicht, dass Deine Mitmenschen so reagieren. Und wenn Du das Gefühl hast, Hilfe zu brauchen, dann ist Dein Weg auch richtig. Das Erstgespräch dient auch dazu Deine Probleme genau zu benennen. Du scheinst am Beginn einer Depression zu stehen. Rede einfach so, wie Du es hier geschrieben hast. Zuerst wird aber Dein Familienhintergrund aufgenommen und dadurch wirst Du eigentlich schon ein bißchen entspannter. Mach Dich nicht verrückt, das Erstgespräch läuft sozusagen über 5 Stunden (Einzelstunden jeweils nicht in einem Stück) und dient Dir auch dazu festzustellen, ob Du mit dem Therapeuten "klarkommst", also ob die Chemie zwischen Euch stimmt. Ich hoffe, Du kannst Morgen ohne große Ängste hingehen. Kannst ja hinterher mal erzählen wie es war.

LG traumwandlerin

Danke für den Beitrag
Danke Dir für Deinen Beitrag.
Ich hoffe ja das ich beim betreten der Praxis schon ruhiger werde.
Meine große Angst ist einfach das ich weggeschickt werde.
Und da ich mich seit 2 Jahren so fühle und gemerkt habe das es nicht besser wird, im Gegenteil immer schlimmer ist das einfach meine letzte Hoffnung die ich habe.
Ich weiß nicht was ich machen soll bzw. wie es weitergehen soll wenn ich keine Hilfe bekomme. Alleine schaffe ich es nicht.
Meine Mitmenschen sind eigentlich nur genervt von mir, da ich zu nichts Lust habe und immer traurig bin. Da kommt es schon vor das ich angmeckert werde; ich soll mich nicht so hängen lassen und das es Menschen gibt die einen Grund haben. Das weiß ich ja alles, habe mich auch immer wieder versucht zusammenzureißen.
Ich berichte wie es war!

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20. Dezember 2005 um 12:56

Dann verliert er schlagartig das Interesse
es gibt untersuchungen, die ziemlich eindeutig gezeigt haben, dass gespräche nach ca. 40 minuten anfangen sich im kreis zu drehen.
dann braucht es eine besinnungspause, das gesagte muss sacken ehe ein neues gespräch beginnen kann.
psychologie funktioniert nicht mit der brechstange.
wohl dem, der sich selbst helfen kann, lieber luis - diese gabe ist nicht jedem gegeben.
aber glücklicherweise gibt es dafür ja experten.

manndel

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20. Dezember 2005 um 13:15

Warum
sagst du ihm nicht genau das?

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20. Dezember 2005 um 13:31
In Antwort auf kaleo_12490902

Dann verliert er schlagartig das Interesse
es gibt untersuchungen, die ziemlich eindeutig gezeigt haben, dass gespräche nach ca. 40 minuten anfangen sich im kreis zu drehen.
dann braucht es eine besinnungspause, das gesagte muss sacken ehe ein neues gespräch beginnen kann.
psychologie funktioniert nicht mit der brechstange.
wohl dem, der sich selbst helfen kann, lieber luis - diese gabe ist nicht jedem gegeben.
aber glücklicherweise gibt es dafür ja experten.

manndel

Luis
mir ist schon klar das er sich nicht den ganzen Tag den KOpf über mich zerbricht. Und wenn ich ihm sagen kann was ich will ohne das er richtig zuhört hat er wohl den Beruf verfehlt.
Warum er mich wegschicken könnte??? Weil es mehr Menschen gibt denen es schlecht geht und an denen er mehr Geld verdienen kann, oder er hat schon genug Geld.

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20. Dezember 2005 um 15:12

Weil du ihm scheissegal bist
lieber luis

deine kritik ist weder neu noch unberechtigt.
ja, es gibt (viele) menschen, denen trotz jahrelanger therapie nicht geholfen werden kann.
andere gibt es aber auch, die schon nach wenigen besuchen "auf der couch" wieder wissen wo sie im leben stehen.

ich kann nicht nachvollziehen, wozu du die psychologie generell nieder machst, es würde mich aber interessieren.

die basis für professionelle hilfe ist, dass dem therapeuten der klient scheiß egal ist.
nur so kann er nämlich außerhalb der geschichte des klienten bleiben.

manndel

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20. Dezember 2005 um 21:03

Um ihre eigenen Probleme aufzuarbeiten
deine kritik ist nicht unberechtigt.
psychologen müssen keine eigenzherapie machen.
das halte ich prinzipiell für einen fehler.
aber wie im richtigen leben gibt es auch unter psychologen sonne und solche, die mit einer gehörigen eigenen macke und die (fast) ohne eine solche.
alle über einen kamm zu scheren ist zu einfach.
ich steh bei deinen kommentaren immer an einer schwelle, auf der einen seite sprichst du viel wahres an, auf der anderen lässt du aber daneben nicht viel gelten.
deine erfahrung mag zu deinem urteil geführt haben - es gibt aber auch andere.

manndel

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15. Januar 2006 um 10:00

Ich bin seit 2 wochen so ähnlich
Ich glaube du hast eine depression, wie ich ich denke auch das man mir nicht mehr helfen kann. Ich habe auf nichts mehr Lust fühle mich immer schlecht habe immer Angst ich weiss selber nicht was ich machen soll. Ich denke jedentag an Selbstmord doch dann denke ich, ich kann es meiner mutter nicht antuhen .Ich kenne keinen Ausweg mehr. Ich gehe am besten am Montag zum Therapeuten ich hatte schon. Paar mal in meinem Leben Zeiten ,wo ich mich so schlecht gefühlt habe ,aber so schlimm ist es zum erstenmal .Ich gucke mir immer Meschen an die so fröhlich und glücklich sind und bewundere sie .Ich komme mir so vor als wäre ich der einzige der sich so schlecht fühlt .ich Wünsche jedentag zu sterben oder wieder besser zu werden. ich kann Nachts vor angst nicht mehr schlaffen .Ich habe angst vor verrückt zu werden. Mein Denken und Fühlen haben sich der massen verändert. Nichts macht mehr Sinn wie früher. Ich komme mir so vor als wäre ich nicht mehr der alte. Ich glaue manchmal nicht mehr daran das ich wieder wie früher werde. ich habe nicht mal darauf lust was früher sehr viel spass gemacht hat. Ich bin noch am 26.12 18 geworden und am 1.1 hat es angefangen.Es ist unglaublich, ich hätte nie gedacht das ich mich wieder so fühlen werde. Ich hatte es mal früher erlebt und es ist von alleine wieder verschwunden.Ich wünsche es hört auf oder ich sterbe. Ich rate dir darüber zu reden und am besten zu einem therapeuten zu gehen.ICH WEISS ES IST SCHWER LIEBR HÄÄTE ICH EINE KÖRPERLICHE KRANKHEIT ABER DENK AN SCHÖNE MOMENTE DEINES LEBENS UND ES WIRE IRGENDWANN AUFHÖREN BLEIB STARK MENSCHEN DIE GEGEN DEPRESSIONEN KÄMPFEN SIND DIE STÄRKSTEN MENSCHEN AUF DER ERDE!!!!!

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15. Januar 2006 um 15:55
In Antwort auf kaleo_12490902

Um ihre eigenen Probleme aufzuarbeiten
deine kritik ist nicht unberechtigt.
psychologen müssen keine eigenzherapie machen.
das halte ich prinzipiell für einen fehler.
aber wie im richtigen leben gibt es auch unter psychologen sonne und solche, die mit einer gehörigen eigenen macke und die (fast) ohne eine solche.
alle über einen kamm zu scheren ist zu einfach.
ich steh bei deinen kommentaren immer an einer schwelle, auf der einen seite sprichst du viel wahres an, auf der anderen lässt du aber daneben nicht viel gelten.
deine erfahrung mag zu deinem urteil geführt haben - es gibt aber auch andere.

manndel

Hallo
Zitat:wird sich keine 2 Sekunden den Kopf über dich zerbrechen,weil du ihm scheissegal bist.Ich hab echt keine Ahnung warum ihr die Psychos dermaßen glorifiziert.Reicht es euch nicht, das Leute euch erzählen das sie seit 350 Jahren in Therapie sind ohne den geringsten Erfolg?Das wird sicher auch unser Captain Barbosa einsehen!

Ich weiß ehrlich nicht wie Du sowas hier rein schreiben kannst ...möchtest Du damit Menschen für die es vielleicht nur noch diesen Ausweg gibt die letzte Hoffnung geben?Ich denke nicht dass das irgendwie hilfreich dazu beiträgt.
Sicher gibt es bestimmt eine Menge "schwarze Schafe" unter den Psyschoth. aber sicher auch welche die Ihren Beruf gut machen wie in anderen Bereichen auch.Und wenn jemand seit weiß ich nicht wievielen Jahren eine Therapie ohne den geringsten Erfolg macht sollte derjenige sich vielleicht Mal Gedanken machen ob es der richtige Therapeut ist....oder ob der Patient vielleicht nicht genug an sich arbeitet.Denn kein Psyschotherapeut kann mit den Händen heilen sondern nur Gedankenanstösse geben...umsätzen muß der Patient das schon selbst.






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