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Angst vor Einsamkeit

11. Mai 2010 um 0:17

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich nicht mehr weiter weiß, was ich aus meinem Leben machen soll.
Ich fühle mich in diesem Leben wie gefangen und kenne keinen Ausweg.
Früher war ich ein Lebensfroher Mensch. Ich hatte viele echte Freunde, den ich meine Problemen und Sorgen anvertrauen konnte. In meinem früheren Leben war jeden Tag was los. Ich war immer von den Leuten umgeben, den ich echt was bedeutet habe: meine Eltern, meine bessten Freunde, mein Freund und andere gute Bekannten. Ich hatte viele Hoffnungen und Träume. Ich wollte in meinem Leben was erreichen.
Deshalb habe ich meine Abitur mit 2, 0 gemacht, um zu studieren. Mein erstes Studium habe ich abgebrochen, weil ich in einem anderen Land studieren wollte. So bin ich dann nach Deutschland gezogen. In Deutschland habe ich einen Mann kennengelernt(auch Student) in den ich mich zum ersten Mal in meinem Leben richtig verliebt habe. Obwohl unsere Beziehung Ecken und Kanten hatte, war ch richtig happy mit ihm zusammen, weil ich ihn sehr geliebt habe. Ich habe aus dieser Beziehung immer Kraft geschöpft, um weiter zu machen. Es war am Anfang nicht leicht für mich in Deutschlnd zu studieren, weil ich noch Sprachprobleme hatte und mich in dem Land nicht wirklich adoptiert habe. Aber ich habe gekämpft, weil ich wollte, dass mein jetziger Ex Freund stolz auf mich ist. Mein Ex hatte immer viele Freunde, die später auch meine geworden sind, wir hatten oft Partys und ich war glücklich.
Doch leider hat unsee Beziehung nur 3 Jahre gehalten. Mein Ex war sehr machtsüchtig, er hatte grundsätzlich immer Recht, und als ich anfing mit ihm zu diskutieren, haben wir uns sehr heftig gestritten. Obwohl ich ihn immer noch sehr liebte, wollte ich mich nicht mehr unterwerfen, tief im Inneren wusste ich dass es auf Dauer nichts bringt. Er wollte auch nicht mehr mit mir zusammen sein und wir haben uns dann getrennt.
Obwohl wir als Partner nicht mehr zusammen waren, sind wir gute Freunde geworden. Die Freundschaft mit ihm war viel einfacher als die Beziehung, immer hin kannten wir uns sehr gut, ich wusste bescheid über seine Probleme und er über meine. Er konnte mich immer zum Lachen bingen. Nach 5 Minuten verschwand die mieseste Laune. Wir hatten noch gemeinsame Freunde, mit dennen wir ausgegangen sind. Wir haben zusammen studiert und uns immer gegenseitig geholfen. Das wäre eine perfekte Freundschaft, wenn da nicht sein Stolz, seine Sturheit und seine Machtgier wäre. Er hat mir auch in der Freundschaft manchmal weh getan, und wollte sich nie bei mir entschuldigen, ich habe immer die ersten Schritte zur Versöhnung gemacht und vor einem Jahr hatte ich es satt. Nach einer Streit wegen einer Kleinigkeit, hat er mich sehr verletzt und ich wollte nicht mehr zu ihm kommen, ich dachte er macht das. Ich habe lange darauf gewartet. und er hat es nicht getan. Nach 3 Monaten habe ich es wieder versucht aber dann wollte er sich nicht mehr mit mir versöhnen.
Als wir uns an der Uni traffen, missachtete er mich. Er hat einfach so getan , als würde er mich gar nicht kennen. Unseren Freunden hat er auch was über mich erzählt und sie haben mich dann irgendwie blöd angekuckt.
Ich konnte diese Kälte nicht mehr ertragen.
Ein Semester lang bin ich deshalb nicht mehr zu Uni gegangen, ich hatte keine Kontakte mehr mit Freunden. Ich habe mich in meiner Einsamkeit verkrochen. Habe jeden tag vorm Komputer(Internet, PC Spiele) oder vorm Fernseher verbracht. Ich habe in dieser Zeit nichts in meinem Studium erreicht und nichts neues gelernt. Das war eine verlorene Zeit.
Jetzt bin ich total einsam und habe nimanden mehr in meinem Leben. Meine Familie ist weit weg in einem anderen Land und meine Freunde sprechen nicht mehr mit mir. Ich habe keine Kraft mehr weiter zu studieren. Obwohl ich in meinem Studium weit voran gekommen bin. Nur ein Schein trennt mich von der Diplomarbeit. Alle Zwischenprüfungen habe ich mit 1 bestanden. Aber ich habe irgendwie keine Motivation und Lust mehr weiter zu machen, weil ich Geisteswissenschaften studiere, und mit solchem abschluss findet man heuzutge keine Arbeit.
Ich weiß nicht mehr was ich machen muss, ich fühle mich so einsam. Bin total verzwefelt und manchmal habe ich Selbstmordgedanken. Wenn ich nicht meine Eltern hätte, wußte ich nicht, was mich noch davon abgehalten hätte. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, ich bin der Mensch, der unbedingt eine Gesellschaft und Freunde braucht. Ich habe Angst, dass mein Leben in dieser Einsamkeit so endet. Ich habe keine kraft mein studium zu beenden und ich bin schon so alt (25) um eine ausbildung anzufangen.
Kann mir jemand helfen? Gehts jemandem auch so wie mir?

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11. Mai 2010 um 0:46

Raff dich auf!!!!!!!!!!
Deine Probleme mit der Uni kommen mir sehr bekannt vor ich bin mittlerweile 27 und noch nicht fertig. Ich hatte und habe totale Angst vor dem Ende des Studiums. Ich glaube ich war Depressiv ohne das es jemand erkannt hat. Ich bin nun wieder bei meinen Eltern eingezogen und in diesem familiären Gefüge geht es mir sehr viel besser. Aber auch meinen Eltern habe ich nie meine innere Depression gezeigt. Deine Familie ist nicht da, daher rate ich dir such dir Hilfe eine Therapie oder so und lass die vielleicht was verschreiben. Denk dran deine Noten sind prima , mach die Prüfung und sieh dann weiter. Schlimmer als jetzt kann deine Situation nicht sein. Deine Ausgangssituation ist viel besser als meine. Ich hatte noch nie viele Freunde, weil ich sehr introvertiert bin und seit 3 Jahren habe ich mich total zurückgezogen und lebe in meiner perfekten Bücherwelt(, mein Studium ist auch nicht sehr glücklich verlaufen, ich hatte noch nie einen Freund, und wohne wieder bei meinen Eltern. Du siehst deine Lage ist echt rosig, du musst dir jetzt nur selbst in den Hintern treten und die Dinge anpacken. Warte einfach nicht darauf das jemand deine Notlage erkennt. Ich glaube andere Menschen sehen uns nicht so wie wir sind und daher warten wir vergeblich auf Rettung. Du musst dich selbst retten. Wenn du magst kontaktier mich ruhig, ich würde mich freuen

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11. Mai 2010 um 15:27

Hallo
Ich dachte ich schreibe Dir mal, weil ich mich sehr angesprochen gefühlt habe, als ich Deinen Beitrag gelesen habe. Mir geht es so ähnlich, habe nicht viele Freunde, finde keinen Job, ziehe mich zurück.
Ich wünschte, ich hätte studiert und nur 1 gehabt. Das ist so ein guter Weg und ich hoffe, Du findest die Kraft wieder, um Dein Studium zu beenden.
Du kannst mir auch gerne schreiben, ich würde mich freuen.

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14. Januar 2011 um 18:20

Komm! das leben ist schön und der abschluss kommt bald und der job auch !!!
Hallo,

wie gehts es dir so weit? hoffentlich hattest du nen schönen bunten sommer und bist jetzt nicht allzu depremiert von diesem wetter
dein beitrag hat mich sehr berührt. ich kam auch aus dem ausland vor 4 zum studierem. in mai müsste ich mit der diplomarbeit anfangen. ich habe zwar einen freund und wir haben uns lieb. wir haben einen sehr großen altersunterschied und es ist eigentlich klar, dass wir keine zukunft haben. es ist auch klar, dass wir schluss machen sollten, bevor es zu weit gekommen ist, aber davor habe ich angst... angst alleine zu sein, alleine mit meinen sorgen... meine kommilitonen sind schon fertig und ich kenne niemanden mehr an der uni.... ich habe auch viel zu kämpfen, ich finanziere selbst mein studium und habe ne schwere familiäre situation...
tja, das hat dir wohl alles nicht geholfen ... aber was ich dir vorschlagen würde, wir könnten doch zB uns mal treffen und etwas unternehmen ( kommt drauf an, wie weit von einander wir wohnen) ...
würde mich sehr freuen, etwas von dir zu hören...
ganz liebe grüße

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14. Januar 2011 um 19:14

Macht es eigentlich Sinn
immer auf alte Beiträge zu antworten.

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