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Angst vor der Dunkelheit

21. September 2017 um 21:11 Letzte Antwort: 28. September 2017 um 13:04

Guten Abend,
ich bin 16 Jahre alt und kann nachts ohne Licht nicht schlafen. Was für die Meisten normal ist, ist für mich ein besonders schweres Hindernis.
Erstmal einige Informationen, die dazu führen konnten, denn ich hatte nicht immer diese Angst:
- meine Eltern haben bis zu meinem 12. Lebensjahr in meinem Zimmer geschlafen, weil ich früher oft geschlafwandelt bin und sie Angst hatten, dass mir dabei irgendwas passiert
- zu viele Horrorfilme- und geschichten geschaut/gelesen

Jedenfalls ist es bei mir heute so, dass ich selbst bei Licht oft nicht einschlafen kann, da ich Angst habe, dass jemand in meinem Zimmer ist. Manchmal steigere ich mich dermaßen hinein, dass ich Panikattacken bekomme. Und ich weiß, das klingt dumm, aber es ist nun mal so bei mir.
Hab mit meiner Mutter versucht darüber zu reden, allerdings meinte sie, dass es kompletter Kindergarten ist und dass ich übertreibe.
Nun denn, für mich ist es kein Spaß und ich hätte keinen Grund mir irgendwas auszudenken.
Letztendlich habe ich mich dazu entschieden mich an dieses Forum zu wenden. 
Vielleicht kennt ja die ein- oder andere Person dieses Problem und kann mir ein paar hilfreiche Tipps geben.
Wenn sonst nichts hilft, werde ich mich dann wahrscheinlich an einen Psychologen wenden, da es wie gesagt, ein großes Problem für mich ist.

Würde mich über hilfreiche Antworten freuen!

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21. September 2017 um 23:29
In Antwort auf antisupreme

Guten Abend,
ich bin 16 Jahre alt und kann nachts ohne Licht nicht schlafen. Was für die Meisten normal ist, ist für mich ein besonders schweres Hindernis.
Erstmal einige Informationen, die dazu führen konnten, denn ich hatte nicht immer diese Angst:
- meine Eltern haben bis zu meinem 12. Lebensjahr in meinem Zimmer geschlafen, weil ich früher oft geschlafwandelt bin und sie Angst hatten, dass mir dabei irgendwas passiert
- zu viele Horrorfilme- und geschichten geschaut/gelesen

Jedenfalls ist es bei mir heute so, dass ich selbst bei Licht oft nicht einschlafen kann, da ich Angst habe, dass jemand in meinem Zimmer ist. Manchmal steigere ich mich dermaßen hinein, dass ich Panikattacken bekomme. Und ich weiß, das klingt dumm, aber es ist nun mal so bei mir.
Hab mit meiner Mutter versucht darüber zu reden, allerdings meinte sie, dass es kompletter Kindergarten ist und dass ich übertreibe.
Nun denn, für mich ist es kein Spaß und ich hätte keinen Grund mir irgendwas auszudenken.
Letztendlich habe ich mich dazu entschieden mich an dieses Forum zu wenden. 
Vielleicht kennt ja die ein- oder andere Person dieses Problem und kann mir ein paar hilfreiche Tipps geben.
Wenn sonst nichts hilft, werde ich mich dann wahrscheinlich an einen Psychologen wenden, da es wie gesagt, ein großes Problem für mich ist.

Würde mich über hilfreiche Antworten freuen!

Hey antisupreme,

dass deine Eltern so rational rangehen, obwohl es ja ein rein emotionales Thema für dich ist, ist wirklich ätzend. Aber gut, dass du Hilfe suchst.

Grundlegend therapiert man Ängste ("Phobien", die sich auf etwas bestimmtes beziehen (Spinnen, Dunkelheit, Alleinsein...) und eigentlich keine Basis in ihrem Ausmaß haben mit ganz gezielter Methodik. Wichtig dabei ist vorerst zu wissen, dass Ängste grundlegend >erlernt< sind. Das heißt, dass deine Reaktionen auf bestimmte Reize (hier eben Dunkelheit) nicht von vornherein in dir waren. Wichtig ist auch zu wissen, dass man dies >umlernen< kann. Der dritte wichtige Punkt ist die sog. Habituation: Wenn man sich Ängsten ausliefert und dann einfach wartet und wartet, ohne dass man sich ihnen entzieht, lässt die Emotion der Angst nach - eine Art Gewohnheitseffekt, der allerdings direkt auf neuronale Effekte zurückgeführt werden kann.

Was also tun?

1. Baue dir eine Art Angstpyramide auf, die Spitze stellt für dich die schlimmstmögliche Situation dar, die du dir vorstellen kansnt (z.B. völlige Dunkelheit, allein zu Hause die ganze Nacht schlafen/wach bleiben), darunter folgen immer weniger schlimme Situationen. Ganz unten könnte z.B. stehen, dass das Licht nur halb so stark leuchtet.

2. Fange an dich von unten nach oben zu bewegen und die Situationen durchzuarbeiten - über einen längeren Zeitraum. Dabei kannst du natürlich so lange in einer Situation bleiben, bis du dich auf die nächste Stufe traust. Das kann z.B. heißen, dass du 1 Woche lang die Sache mit der halben Lichtstärke machst, oder länger, falls es notwendig ist.

3. Während der Situationen versuche dich darauf zu konzentrieren, wie die Angst sich in dir manifestiert (z.B. dein Herz schlägt schneller, du atmest unruhiger) und versuche dich bewusst zu steuern (z.B. länger und ruhiger atmen). Halte die Angst aus und merke, wie sie langsam nachlässt. Wähle deine Stufe wie gesagt mit Bedacht und überfordere dich nicht.

Falls das alles nicht helfen sollte, dann wende dich bitte an einen Psychologen.

psilove

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28. September 2017 um 13:04

Liebe Antisupreme!

Ich bin das genaue Gegenteil von Dir: Ich kann ohne Dunkelheit, verbunden mit Einsamkeit, nicht leben. Ich brauche sie, wie die Luft zum Atmen. Horrorfilme beruhigen mich, Licht ist für mich, wie eine Falle, aus der man nie wieder herauskommt. Selbst am Tag lasse ich keinen Sonnenstrahl zu, sondern sitze in meiner dunklen Wohnung und schreibe Geschichten oder Gedichte. Ja, mitunter auch Horror. Die Dunkelheit ist mein Freund, der mich beschüzt. Aber: Es geht hier nich um mich, der ja ohnehin nicht normal ist, sondern um DICH! Zunächst solltest Du wissen, dass es ohne Schatten kein Licht gäbe, dass die Dunkelheit völlig harmlos ist, zumindest nichts Bedrohliches, und Horrorfilme nur Filme sind, die sich irgendjemand ausgedacht hat, um anderen Menschen Angst zu machen. Das ist sein Job! Nicht mehr und nicht weniger. Würdest Du Dich - nur mal rein hypothetisch - mit diesem Thema intensiv befassen, wäre schon mal ein Teil Deiner Angst/Ängste weg. Es gibt einen uralten Spruch, der wie folgt lautet: Kannst du einen Feind nicht besiegen, musst du ihn dir zum Freund machen. Du solltest ferner mit Freunden sprechen, sagen, WAS Dir eigentlich so Angst macht. Denn: Angst ist bei weitem gefährlicher und mächtiger, als die Dunkelheit. Ein Hund beißt nicht, weil er, von Natur aus, böse ist, sondern deshalb, weil irgend ein Idiot ihn dazu trainiert hat, also eine Kampfmaschine aus ihm machte. Die Angst wird sich immer die SCHWÄCHSTE Person aussuchen, jemanden, der leicht besiegbar ist. Würde die Angst sprechen können, so würde sie zu Dir sagen: "Ach, mit der habe ich ein leichtes Spiel, die greife ich mal an." Aber: Wenn Du sagst: "Nein, das lasse ich nicht zu, du blöde Angst!", wird sie immer kleiner werden, bis sie sich ganz verzieht. Sie sucht sich eine andere Person. Jetzt wirst Du sagen: "Ja, der alte lib hat leicht reden!, der hat ja keine Angst." Aber auch der alte lib musste sich irgendwann mit der Angst befassen, lernen und einsehen: WOVOR DU DICH AM MEISTEN FÜRCHTEST, DAS WIRD ÜBER DICH KOMMEN! Ich glaube, das ist aus der Bibel. Versuche mal, Dir alles von der Seele zu schreiben, Dich der Angst zu stellen, mach` Dich über sie lustig, mach` Dich über die Dunkelheit lustig, über Horrorfilme - die meisten sind eh derart schlecht, dass man drüber lachen muss - und denke drüber nach, was man in einem Horrorfilm besser machen könnte. Du bist doch kein Feigling, oder?

Mach`s gut, liebe Antisupreme!

Liebe Grüße,

der alte lib  

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28. September 2017 um 13:04

Liebe Antisupreme!

Ich bin das genaue Gegenteil von Dir: Ich kann ohne Dunkelheit, verbunden mit Einsamkeit, nicht leben. Ich brauche sie, wie die Luft zum Atmen. Horrorfilme beruhigen mich, Licht ist für mich, wie eine Falle, aus der man nie wieder herauskommt. Selbst am Tag lasse ich keinen Sonnenstrahl zu, sondern sitze in meiner dunklen Wohnung und schreibe Geschichten oder Gedichte. Ja, mitunter auch Horror. Die Dunkelheit ist mein Freund, der mich beschüzt. Aber: Es geht hier nich um mich, der ja ohnehin nicht normal ist, sondern um DICH! Zunächst solltest Du wissen, dass es ohne Schatten kein Licht gäbe, dass die Dunkelheit völlig harmlos ist, zumindest nichts Bedrohliches, und Horrorfilme nur Filme sind, die sich irgendjemand ausgedacht hat, um anderen Menschen Angst zu machen. Das ist sein Job! Nicht mehr und nicht weniger. Würdest Du Dich - nur mal rein hypothetisch - mit diesem Thema intensiv befassen, wäre schon mal ein Teil Deiner Angst/Ängste weg. Es gibt einen uralten Spruch, der wie folgt lautet: Kannst du einen Feind nicht besiegen, musst du ihn dir zum Freund machen. Du solltest ferner mit Freunden sprechen, sagen, WAS Dir eigentlich so Angst macht. Denn: Angst ist bei weitem gefährlicher und mächtiger, als die Dunkelheit. Ein Hund beißt nicht, weil er, von Natur aus, böse ist, sondern deshalb, weil irgend ein Idiot ihn dazu trainiert hat, also eine Kampfmaschine aus ihm machte. Die Angst wird sich immer die SCHWÄCHSTE Person aussuchen, jemanden, der leicht besiegbar ist. Würde die Angst sprechen können, so würde sie zu Dir sagen: "Ach, mit der habe ich ein leichtes Spiel, die greife ich mal an." Aber: Wenn Du sagst: "Nein, das lasse ich nicht zu, du blöde Angst!", wird sie immer kleiner werden, bis sie sich ganz verzieht. Sie sucht sich eine andere Person. Jetzt wirst Du sagen: "Ja, der alte lib hat leicht reden!, der hat ja keine Angst." Aber auch der alte lib musste sich irgendwann mit der Angst befassen, lernen und einsehen: WOVOR DU DICH AM MEISTEN FÜRCHTEST, DAS WIRD ÜBER DICH KOMMEN! Ich glaube, das ist aus der Bibel. Versuche mal, Dir alles von der Seele zu schreiben, Dich der Angst zu stellen, mach` Dich über sie lustig, mach` Dich über die Dunkelheit lustig, über Horrorfilme - die meisten sind eh derart schlecht, dass man drüber lachen muss - und denke drüber nach, was man in einem Horrorfilm besser machen könnte. Du bist doch kein Feigling, oder?

Mach`s gut, liebe Antisupreme!

Liebe Grüße,

der alte lib  

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