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Angst vor dem Tod und dem Sterben - brauche Hilfe, danke

2. September 2002 um 20:07 Letzte Antwort: 21. November 2013 um 5:17

Hallo an alle,

ich fange einfach mal an, mal schauen ob ich das so niederschreiben kann wie es mir gerade geht. Bin in einer äusserst schlechten Verfassung, habe seit einigen Wochen eine wahnsinnige Angst davor dass ich Sterben muss, Angst vor dem Moment wenn es soweit ist, vor allen Dingen habe ich Angst davor, dass es mich "jetzt" treffen könnte. Das Leben und das Sterben gehören zusammen, ein Kreislauf, dass weiss ich. Nur habe ich Angst davor, dass es jetzt soweit sein könnte. Bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und alleine die Vorstellung, dass ich für die beiden nicht mehr da sein könnte bringt mich zu Verzweiflung. Ständig beschäftige ich mich mit diesen Gedanken, ich spüre die Angst körperlich, es ist als würde mir die Luft zum Atmen genommen werden, kann das Leben nicht mehr richtig geniessen, weil diese Angst ständiger Begleiter ist.Es gibt manche Momente, in denen die Angst nicht so vordergründig ist, das sind aber in letzter Zeit die wenigsten Momente. Die Angst lässt mich nachts keine Ruhe mehr finden. Vor einigen Wochen habe ich aufgrund einer Panik-attacke während der Arbeit hyperventiliert. Die ärztliche Untersuchung hat gezeigt, dass ich vollkommen gesund bin. Ich habe aber dennoch ständig Angst davor, dass ich sterbenskrank bin und dass der Moment des Sterbens bevorsteht und das macht mir Angst, weil ich am Leben hänge und gerne noch lange hier bleiben möchte.Ich könnte gar nicht loslassen.Auch der Weg den sterbenskranke Menschen bis dahin gehen müssen macht mir Angst. Dann die Gedanken - kommt dann noch was? Ist dann alles zu Ende? Nichts mehr? Ist es wie schlafen? Momentan fühle ich mich wirklich miserabel.Ich habe leider erst nächste Woche einen Termin bei einem Psychotherapeuten und hoffe, dass ich die Zeit bis dahin überstehe. Vielleicht gibt es ja jemanden unter Euch, der ähnlich Erfahrungen gemacht hat. Bin dankbar für jeden Rat.

Traurige Grüsse
Silvia

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2. September 2002 um 20:22

Weißt Du,
was Dir einen Schritt weiterhelfen könnte?

Wenn Du die Sorge um Deine Kinder ablegen könntest!

Ich bin auch alleinerziehend mit zwei Kindern und habe allerdings das Glück, mich mit meinem Ex noch hervoragend zu verstehen.
Ich weiß, daß er die Kinder sehr liebevoll und in meinem Sinn großziehen würde, falls mir jemals etwas zustoßen sollte und ihm war bei unserer Trennung auch einer der wichtigsten Punkte, daß alles für den Notfall vorsorglich geregelt wird, damit es keine Probleme gibt.

Seitdem können wir beide wieder ganz ruhig schlafen, denn wir wissen gegenseitig von uns, daß wir unsere Kinder über alles lieben und nur das beste für sie wollen.

Was wäre mit Deinen Kindern, falls Dir etwas zustößt?
Solange Du keine Regelung für den Notfall (der hoffentlich nie so eintreten wird) gefunden hast, kannst Du gar keine Ruhe finden!

Also überlege gut, wer Deine Kinder in Deinem Sinne aufziehen könnte, besprich das mit der entsprechenden Person und lege es entsprechen fest.
Ich bin mir ganz sicher, daß dann schon ein Teil Deiner Angst von Dir abfallen wird, wenn Du Deine Kinder bestens versorgt weißt!

Ansonsten ist es toll und mutig, daß Du Dich Deinem Probem stellst und Dich in Therapie begibst.

Ich drücke Dir die Daumen, daß es Dir bald wieder viel besser geht!

Liebe Grüße, harter Kern

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2. September 2002 um 20:40

Liebe Silvia
gibt es etwas, was Du sterben lassen müsstest - bzw. Dich davon befreien und (er)lösen, was Du nicht wahr-haben willst???

Da DU das Leben selber bist, bist DU nicht vergänglich - jedoch Deine äussere Form, was sowohl die irdisch-körperliche Existenz als auch Dein Benehmen oder Verhalten betrifft.

Es gibt in der Psychotherapie eine Übung, in der Du Dir bildlich vorstellst und NACHFÜHLST, was Dir am meisten Angst macht, wenn Du Deine Kinder zurücklassen müsstest - plötzlich...
Was GENAU macht Dir am meisten Angst???
Je KLARER Du das für Dich herausfinden kannst, desto besser für Dich - denn dann ist Deine Angst nicht mehr diffus und un-genau sondern DEUTLICH.

Wenn Du Dich momentan mit Deinen Gedanken selber panisch machst, so verhindert das sowohl tiefere Kenntnis Deiner selbst als auch eine erweiterte (Ein)Sicht für eine gesündere Perspektive.

Wenn Du körperlich gesund bist, Dich jedoch im eigenen Geiste krank machst, so frage Dich, welche inneren An-Sichten oder Bild, das Du von Dir selber hast, STERBEN und sich in ALLERSCHÖNSTES WOHLGEFALLEN auflösen will???

Wenn Du Dich selber nicht im besten bzw. gesündesten Lichte (an)siehst - IN DIR SELBST - ist es ebenbildlich oder demgemäß im Geiste schlecht um Dich bestellt...

ALSO: je mehr ent-mutigende Gedanken und ver-nichtende (In)Bilder, die sich ungesund und selbstschwächend auswirken, desto mehr ER-MUTIGENDE GEDANKEN und AUFRICHTENDE MOTIVE, die gesund und selbstbestärken wirken, hoffen auf DEIN geistiges Augenmerk, damit wieder mehr LICHT in das verinnerlichte Dunkel kommt...

SPRICH ABSOLUT IM GUTEN MIT DIR - denn in Dir fühlt sich Dein kindliches Sein sterbenselend und von Dir und aller Welt verlassen!

Wenn Du mit Dir selber im REINEN und absolut im KLAREN bist, dass Du nicht Dein Körper und damit eine äussere Form bist, sondern das, was alles zusammenhält und be-deutend wirkt, weißt Du auch wieder, wo es ABSOLUT IM GUTEN und ERLEICHTERND als auch BEFLÜGELND für Dich weiter gehen soll

DU bist diejenige, die bestimmt, was für sie WOHL oder UnWohlSein wirkt!

Und solche Vorstellungen in Deinem eigenen Geist, sind wie ungebetene Gäste, die in Deinem Haus wie Vandalen und zerstörerisch hausen und Du Dich davor zu Tode ängstigen und vor die eigene HerzensTür gewiesen fühlen musst...
DU BIST DIE HERRIN IM EIGENEN HAUS - sinnbildlich verstanden.
(Wenn es Dich interessiert, gibt es dies auch als BuchTitel von Julia Onken).

Es ist erlaubt, sich selbst zu dem zu ermutigen, was AUFRICHTEND und BESTÄRKEND = VITALISIEREND wirkt - damit Du fühlst, dass Du das bist, was sich selbst BESEELT und es im Geiste farbenfroh sprühen lassen kann

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2. September 2002 um 20:57

Das Leben ist eine Herausforderung
liebe silvia,
ich würde dir raten, zuerst zu einem psychiater und dann zu einem psychotherapeuten zu gehen, denn es ist wichtig, dass du erst einmal angstfrei bist, um eine einigermaßen stabile situation zu bekommen, danach erst psychotherapie. der psychiater entscheidet dann, ob neben medikamente (es sind keine drogen, wie oft irrtümlicher weise immer behauptet wird) eine vorsichtige gesprächtstherapie sinnvoll erscheint, um danach die art der psychotherapie zu entschieden.
Den namen eines guten psychiaters kann dir vielleicht dein hausarzt geben, ggf. dich auch dorthin überweisen. vor allen dingen habe keine scham davor, zu einem psychiater zu gehen.

gruß geene1

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3. September 2002 um 11:11

Kleiner Denkanstoss..
In Deinem Umfeld sind doch mehrere Todesfälle in letzter Zeit vorgekommen.
Der Opa Deines Sohne liegt im Sterben.

Ist das nicht nromal, dass man sich da vermehrt Gedanken drüber macht?

Wenn es allerdings wirklich schlimm ist, hilft Dir wohl wirklich nur ein Fachmann.

Grüße TaoTao

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3. September 2002 um 13:39

Ich kenne das auch...
Liebe Silvia,

vor etwa einem Jahr befand ich mich in einer ähnlichen Situation. Es gab bei mir jedoch so etwas wie einen Auslöser. Bei mir wurde die Angst vor dem Tod so gross, dass ich nicht mehr in der Lage war, mein Leben zu führen. Ich konnte nicht mehr allein laufen und ich konnte vor allem nicht mehr allein sein. Der Gedanke, mir könnte etwas zustossen und niemand wäre dann da, der mir helfen könnte, versetzte mich in Panik. Die Angst lähmte mich und bestimmte fortan mein Leben. Ich kenne natürlich auch die Symptome von denen du sprichst. Sie ähneln einem Anfall und so war ich ständiger Gast in der Notaufnahme. Ich war bei verschiedenen Ärzten, die natürlich nichts gefunden haben. Es war ein langer Prozess, bis ich daran glauben konnte, dass mir körperlich wirklich nichts fehlt und das es eine psychische Angelegenheit ist. Als ich das endlich erkannt hatte, begab ich mich in eine Thearpie. Du hast diesen Punkt Gott sei dank übersprungen und dir schon jetzt einen Termin geholt. Es gibt in jedem Fall sehr viele Formen der Angsttherapie. Und nicht jede ist für jeden auch die Richtige. Ich hoffe, dass du einen Thearpeuten findest, der zu dir passt. Das Wichtigste ist im Moment natürlich für dich, dass du dein Leben lebst und lernst, dass die Angst dazu gehört. Die Angst vor dem Tod ist die Urangst des Menschen. Sie ist auch in gewissen Masse wichtig, damit du keine unüberlegten Schritte gehst. Aber es darf im Normalfall einfach nicht dazu kommen, dass diese Angst dein Leben bestimmt. Denn so raubt sie dir die Lebenskraft und die brauchst du einfach und zwar nicht nur für dich, sondern auch für deine Kinder.

Ich habe meine Angst heute überwunden und zwar zum grossen Teil aus eigener Kraft. Am Anfang hatte ich meinen Freund, dann hatte ich einen Thearpeuten (ich habe die Thearpie jedoch nach ein paar Sitzungen abgebrochen - es war nicht der Richtige) und schliesslich hatte ich einen Hund, der mir das Grübeln abgenommen hat und mich "gezwungen" hat, die Dinge so zu sehn, wie sie sind. Schliesslich hatte dieses "Angstgespenst" mich schon soweit in seinen "Krallen", dass ich mich beinahe aufgegeben habe. Ich dachte, es sei der richtige Weg, mich dahin zu begeben, wovor ich die grösste Angst hatte. Denn dann wäre es endlich vorbei. Ich hatte für niemanden Verantwortung zu tragen und an niemanden zu denken ausser an mich. Darum hat mir der Hund so gut getan. Ein Wesen, was mich brauchte und was mich einfach gern hatte. Dem war meine Angst völlig egal. Er wollte sein Futter, er wollte Gassi gehen .

Ich kann hier viel erzählen, aber am Ende ist es dein ganz eigener Weg, den du gehen musst. Eines weiss ich jedoch ganz genau. Du wirst diese Angst besiegen, denn das hat bisher noch jeder getan, der sich ihr auch gestellt hat. Und du wirst aus dieser Krise als neuer stärkerer Mensch heraustreten.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man sich mit einem solchen Gefühl manchmal verdammt allein fühlt. Aber gerade diese Angst, von der du sprichst, haben sehr viele Menschen. Einige sind sich der Angst nicht bewusst und verdrängen sie. Mal Hand aufs Herz. Wieviele Menschen kennst du, die frei über das Thema Tod sprechen können und vor allem wollen?

Ich biete dir an, mir zu mailen. Vielleicht hast du ja Lust, dich mit mir über deine Ängste auszutauschen. Ich würde mich freuen, dir etwas helfen zu können. Gerade weil ich weiss, wie gut es tut, bestimmte Gedanken mal loszuwerden. Vielleicht hast du ja auch Fragen an mich. Meine Mailadresse lautet: nani4@gofeminin.de.

In diesem Sinne, sei stark und geniesse die schönen Stunden mit deinen Kindern.

Aufmunternde Grüsse und vielleicht bis bald

Nani

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3. September 2002 um 17:30

Bachblütentropfen
Hallo Silvia,
ich verstehe sehr gut was du durchmachst. Die Angst ist seit einem Jahr mein ständiger Begleiter. Ich habe auch Angst zu sterben, plötzlich ein Hirnschlag, Herzinfarkt oder sonstiges zu bekommen. Ständig renne ich zum Arzt bei den kleinsten Symptomen und es kommt immer das gleiche raus. Ich bin gesund. Es gibt tage da kann ich nicht mal mehr alleine einkaufen gehen, habe das gefühl das mir schwindlig ist, bekomme beklemmungen und panikattacken und denke so jetzt ist es vorbei. Aber jeden morgen wache ich von neuem auf und frage mich warum machst du dich so verrückt, du stehst doch eh jeden morgen wieder auf.
Wenn es ganz schlimm ist nehme ich Bachblütentropfen (Rescuetropfen) aus der Apotheke die bekommst du Rezeptfrei. Die sind rein pflanzlich ohne Nebenwirkung. Diese Tropfen beruhigen dich nehmen dir die negativen Gedanken bzw. du denkst automatisch nicht mehr so sehr daran. Du bist einfach ruhig und entspannt. Vor allem hilft es mir sehr beim einschlafen den da ist es am schlimmsten wenn es ruhig um mich herum wird und wenn es nacht ist dann kann ich den gedanken an den tod oder ans sterben nicht aus meinem hirn verbannen.

Ich hoffe das ich dir ein bißchen helfen konnte.
Wenn du noch weiter fragen an mich hast kannst
du mir gerne schreiben mein mailadresse : arrow100@web.de

Bis dahin alles alles gute... Ciao

Noch ein Zitat zum Schluß was mich sehr zum
Nachdenken gebracht hat, von wem es ist weiß ich allerdingst nicht.

"Jemand hat mir mal gesagt, die Angst würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen.
Ich möchte viel lieber Glauben das die Angst unser
Gefährt ist der uns schütz und der uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wieder kommen.
Das was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie
die Art wie wir gelebt haben"

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4. September 2002 um 15:44

Erst einmal vielen Dank......................
für Eure Beiträge............waren ein paar gute Denkanstösse dabei. Es ist schon richtig - aufgrund der Todesfälle in meiner näheren Umgebung habe ich mir vermehrt Gedanken gemacht, über das Leben und das Sterben. War früher auch nicht so ein Problem für mich damit umzugehen. Nur leider haben sich daraus jetzt, wie ich schon geschildert habe, grosse Ängste entwickelt, die mir entgleiten und mir das Leben im Moment nicht leicht machen. Für meine Kinder habe ich schon vor längerer Zeit vorgesorgt, das sollte mir also schon zur Beruhigung dienen, aber nur die Vorstellung (und es entstehen dann fürchterliche Gedankengebäude in meinem Kopf) dass ich meine Kinder nicht aufwachsen sehe und sie nicht begleiten kann auf ihrem Lebensweg löst schon panische Angst aus. Ich kenne das so bei mir nicht. War immer ein Mensch, der mit beiden Beinen im Leben steht und auch grössere Schwierigkeiten mit Optimismus gemeistert hat. Der, so glaubte ich, das Leben realistisch sieht.Wahrscheinlich habe ich dabei sehr oft meine Bedürfnisse übersehen?! Auch am Selbstwertgefühl mangelt es bei mir.......Ich habe mir in den letzten Wochen sehr viele Gedanken gemacht, über mich, mein Umfeld, mein Leben - was ich daran verändern könnte.......aber ich komme alleine nicht auf die Wurzel des Übels.....ich denke das hängt alles zusammen und darum bin ich auch froh, dass ich fachl. Hilfe in Anspruch nehmen kann. Das ewige Auf und Ab der Gefühle - Angst, Panik, all das was ich gerade erlebe, möchte ich gerne hinter mich lassen, um das Leben wieder annehmen zu können, es als Herausforderung sehen kann, die schönen Momente er"leben" kann und meine innere Ruhe wieder erlange..........

Liebe Grüsse
Silvia

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4. September 2002 um 22:09
In Antwort auf

Bachblütentropfen
Hallo Silvia,
ich verstehe sehr gut was du durchmachst. Die Angst ist seit einem Jahr mein ständiger Begleiter. Ich habe auch Angst zu sterben, plötzlich ein Hirnschlag, Herzinfarkt oder sonstiges zu bekommen. Ständig renne ich zum Arzt bei den kleinsten Symptomen und es kommt immer das gleiche raus. Ich bin gesund. Es gibt tage da kann ich nicht mal mehr alleine einkaufen gehen, habe das gefühl das mir schwindlig ist, bekomme beklemmungen und panikattacken und denke so jetzt ist es vorbei. Aber jeden morgen wache ich von neuem auf und frage mich warum machst du dich so verrückt, du stehst doch eh jeden morgen wieder auf.
Wenn es ganz schlimm ist nehme ich Bachblütentropfen (Rescuetropfen) aus der Apotheke die bekommst du Rezeptfrei. Die sind rein pflanzlich ohne Nebenwirkung. Diese Tropfen beruhigen dich nehmen dir die negativen Gedanken bzw. du denkst automatisch nicht mehr so sehr daran. Du bist einfach ruhig und entspannt. Vor allem hilft es mir sehr beim einschlafen den da ist es am schlimmsten wenn es ruhig um mich herum wird und wenn es nacht ist dann kann ich den gedanken an den tod oder ans sterben nicht aus meinem hirn verbannen.

Ich hoffe das ich dir ein bißchen helfen konnte.
Wenn du noch weiter fragen an mich hast kannst
du mir gerne schreiben mein mailadresse : arrow100@web.de

Bis dahin alles alles gute... Ciao

Noch ein Zitat zum Schluß was mich sehr zum
Nachdenken gebracht hat, von wem es ist weiß ich allerdingst nicht.

"Jemand hat mir mal gesagt, die Angst würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen.
Ich möchte viel lieber Glauben das die Angst unser
Gefährt ist der uns schütz und der uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wieder kommen.
Das was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie
die Art wie wir gelebt haben"

Danke für den Tip
Hallo Arrow,

ich habe mir die Tropfen heute besorgt - danke für den Tip! Sie sind wirklich hilfreich.

Liebe Grüsse
Silvia

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5. September 2002 um 0:38

Manchmal hab ich auch Panik...
Aber ich krieg es weg,indem ich mir vorstelle,wie schoen das Leben nach dem Tod ist.Hoert sich dumm an,ich weiss.Mein Problem war bei der ganzen Sache der Zeitraum.FUER IMMER.
Das ist so verdammt lange.Aber...wenn ich FUER IMMER Zeit habe,dann koennte ich doch...
Ich bete mir in meinem Kopf dann immer eine Liste vor,was ich dann alles machen kann:alle Sprachen lernen,die jemals auf der Welt gesprochen wurden,alle Menschen kennenlernen,die jemals gelebt haben,mir ihre komplette Lebensgeschichte anhoeren,alle Lider hoeren,alle Buecher lesen,die jemals geschrieben wurden,alle Instrumente der Welt lernen,jeden Planeten des Universums sehen...
So viele Dinge.Und dass man nach dem Tod nicht einfach weg ist,sieht man doch in der Natur:Nichts verschwindet einfach so,alles veraendert sich in andere Dinge.Wenn du dein Glas zerbrichst,ist es kaputt,aber nicht weg...
Ich kann dir nicht helfen deine Angst loszuwerden,ich kann dir nur sagen,was mich beruhigt.

Zsazsa

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21. November 2013 um 5:17
In Antwort auf

Ich kenne das auch...
Liebe Silvia,

vor etwa einem Jahr befand ich mich in einer ähnlichen Situation. Es gab bei mir jedoch so etwas wie einen Auslöser. Bei mir wurde die Angst vor dem Tod so gross, dass ich nicht mehr in der Lage war, mein Leben zu führen. Ich konnte nicht mehr allein laufen und ich konnte vor allem nicht mehr allein sein. Der Gedanke, mir könnte etwas zustossen und niemand wäre dann da, der mir helfen könnte, versetzte mich in Panik. Die Angst lähmte mich und bestimmte fortan mein Leben. Ich kenne natürlich auch die Symptome von denen du sprichst. Sie ähneln einem Anfall und so war ich ständiger Gast in der Notaufnahme. Ich war bei verschiedenen Ärzten, die natürlich nichts gefunden haben. Es war ein langer Prozess, bis ich daran glauben konnte, dass mir körperlich wirklich nichts fehlt und das es eine psychische Angelegenheit ist. Als ich das endlich erkannt hatte, begab ich mich in eine Thearpie. Du hast diesen Punkt Gott sei dank übersprungen und dir schon jetzt einen Termin geholt. Es gibt in jedem Fall sehr viele Formen der Angsttherapie. Und nicht jede ist für jeden auch die Richtige. Ich hoffe, dass du einen Thearpeuten findest, der zu dir passt. Das Wichtigste ist im Moment natürlich für dich, dass du dein Leben lebst und lernst, dass die Angst dazu gehört. Die Angst vor dem Tod ist die Urangst des Menschen. Sie ist auch in gewissen Masse wichtig, damit du keine unüberlegten Schritte gehst. Aber es darf im Normalfall einfach nicht dazu kommen, dass diese Angst dein Leben bestimmt. Denn so raubt sie dir die Lebenskraft und die brauchst du einfach und zwar nicht nur für dich, sondern auch für deine Kinder.

Ich habe meine Angst heute überwunden und zwar zum grossen Teil aus eigener Kraft. Am Anfang hatte ich meinen Freund, dann hatte ich einen Thearpeuten (ich habe die Thearpie jedoch nach ein paar Sitzungen abgebrochen - es war nicht der Richtige) und schliesslich hatte ich einen Hund, der mir das Grübeln abgenommen hat und mich "gezwungen" hat, die Dinge so zu sehn, wie sie sind. Schliesslich hatte dieses "Angstgespenst" mich schon soweit in seinen "Krallen", dass ich mich beinahe aufgegeben habe. Ich dachte, es sei der richtige Weg, mich dahin zu begeben, wovor ich die grösste Angst hatte. Denn dann wäre es endlich vorbei. Ich hatte für niemanden Verantwortung zu tragen und an niemanden zu denken ausser an mich. Darum hat mir der Hund so gut getan. Ein Wesen, was mich brauchte und was mich einfach gern hatte. Dem war meine Angst völlig egal. Er wollte sein Futter, er wollte Gassi gehen .

Ich kann hier viel erzählen, aber am Ende ist es dein ganz eigener Weg, den du gehen musst. Eines weiss ich jedoch ganz genau. Du wirst diese Angst besiegen, denn das hat bisher noch jeder getan, der sich ihr auch gestellt hat. Und du wirst aus dieser Krise als neuer stärkerer Mensch heraustreten.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man sich mit einem solchen Gefühl manchmal verdammt allein fühlt. Aber gerade diese Angst, von der du sprichst, haben sehr viele Menschen. Einige sind sich der Angst nicht bewusst und verdrängen sie. Mal Hand aufs Herz. Wieviele Menschen kennst du, die frei über das Thema Tod sprechen können und vor allem wollen?

Ich biete dir an, mir zu mailen. Vielleicht hast du ja Lust, dich mit mir über deine Ängste auszutauschen. Ich würde mich freuen, dir etwas helfen zu können. Gerade weil ich weiss, wie gut es tut, bestimmte Gedanken mal loszuwerden. Vielleicht hast du ja auch Fragen an mich. Meine Mailadresse lautet: nani4@gofeminin.de.

In diesem Sinne, sei stark und geniesse die schönen Stunden mit deinen Kindern.

Aufmunternde Grüsse und vielleicht bis bald

Nani

Hy nani
Ich weiss, dein Beitrag ist sehr lange her-aber ich würde mich wirklich freuen mit dir zu schreiben!

Liebe grüsse

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