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Angst vor dem Tod

25. Juli 2017 um 23:28 Letzte Antwort: 31. Juli 2017 um 18:06

Ich bekam heute Mittag mitgeteilt dass es meiner Oma (88) sehr schlecht ginge. Sie hat seit Jahren Demenz und lebt in einem Pflegeheim 2,5 Stunden von hier entfernt. Ihr Zustand damit hat sich sehr verschlechtert. Sie sitzt nur im Stuhl und verweigert es im Bett zu schlafen (sie hat Angst sie könnte darin sterben, ein Trauma aus Ihrer Vergangenheit)
Sie hat nun einen Grippalen Infekt und dazu eine Blasenentzündung. Sie Isst und Trinkt nicht mehr oder zu wenig. Der Arzt war heute Mittag dort und teilte meinem Onkel mit, dass er ihr nur noch 1-2 Wochen zu leben gibt. Sie bekommt Morphium. Die Ärzte sagen man sollte Sie gehen lassen und alle Medizinischen Notwendigkeiten nicht mehr einzuleiten.
Ich weiß schon seit langem das es für Sie eine Erlösung sein wird. Sie sagte vor ein paar Wochen "ich will nicht mehr" 
Für Sie ist DAS auch kein Leben mehr! Sie kann nichts eigenständig machen, Sie sitzt nur im Sessel im Aufenthaltsraum und schläft. Man kann keine Gespräche mehr führen, sondern Sie in Ihrer Welt der Demenz leben und sie erzählen lassen, egal ob es Sinn macht oder nicht.
Aber jetzt wo ich weiß das es bald zu Ende geht, bin ich sehr traurig. Ich verliere meine Beste Freundin die ich über alles Liebe! Einen Menschen der immer für mich da war!
Ein Teil meines Lebens! 
Auch wie mein Vater dadrunter leidet nimmt mich sehr mit. Ich habe eine sehr enge Bindung zu Ihm und für Ihn muss es noch schlimmer sein. 
Ich weiß nicht wie ich mit all dem umgehen soll. Ich habe Angst wenn ich am Freitag hinfahre daran zu zerbrechen. Ich möchte Sie einfach nicht verlieren. Ich möchte nicht gehen und denken es könnte das letzte Mal gewesen sein das wir uns gesehen haben.
Ich habe Angst vor dem was kommt. 

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31. Juli 2017 um 18:06
In Antwort auf ffraid_12299186

Ich bekam heute Mittag mitgeteilt dass es meiner Oma (88) sehr schlecht ginge. Sie hat seit Jahren Demenz und lebt in einem Pflegeheim 2,5 Stunden von hier entfernt. Ihr Zustand damit hat sich sehr verschlechtert. Sie sitzt nur im Stuhl und verweigert es im Bett zu schlafen (sie hat Angst sie könnte darin sterben, ein Trauma aus Ihrer Vergangenheit)
Sie hat nun einen Grippalen Infekt und dazu eine Blasenentzündung. Sie Isst und Trinkt nicht mehr oder zu wenig. Der Arzt war heute Mittag dort und teilte meinem Onkel mit, dass er ihr nur noch 1-2 Wochen zu leben gibt. Sie bekommt Morphium. Die Ärzte sagen man sollte Sie gehen lassen und alle Medizinischen Notwendigkeiten nicht mehr einzuleiten.
Ich weiß schon seit langem das es für Sie eine Erlösung sein wird. Sie sagte vor ein paar Wochen "ich will nicht mehr" 
Für Sie ist DAS auch kein Leben mehr! Sie kann nichts eigenständig machen, Sie sitzt nur im Sessel im Aufenthaltsraum und schläft. Man kann keine Gespräche mehr führen, sondern Sie in Ihrer Welt der Demenz leben und sie erzählen lassen, egal ob es Sinn macht oder nicht.
Aber jetzt wo ich weiß das es bald zu Ende geht, bin ich sehr traurig. Ich verliere meine Beste Freundin die ich über alles Liebe! Einen Menschen der immer für mich da war!
Ein Teil meines Lebens! 
Auch wie mein Vater dadrunter leidet nimmt mich sehr mit. Ich habe eine sehr enge Bindung zu Ihm und für Ihn muss es noch schlimmer sein. 
Ich weiß nicht wie ich mit all dem umgehen soll. Ich habe Angst wenn ich am Freitag hinfahre daran zu zerbrechen. Ich möchte Sie einfach nicht verlieren. Ich möchte nicht gehen und denken es könnte das letzte Mal gewesen sein das wir uns gesehen haben.
Ich habe Angst vor dem was kommt. 

Nichts auf der Welt ist natürlcher als der Tod....
Mit 88 Jahren hat man ein ereignisreiches Leben hinter sich und es ist vorstellbar, dass man dann einfach abtreten möchte.
So sehr ich dich verstehe.... aber hier geht es um die alte Dame. SIE wünscht sich das Ende....und ich denke mal, es steht ihr zu.
Was gibt es für einen Grund zu einem Zusammenbruch? KEINEN EINZIGEN
Fahre zu ihr, halte ihre Hand an verabschiede dich. In dener erinneung wird sie weiterleben.
 

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