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Angst vor Autorität

15. März 2010 um 1:24 Letzte Antwort: 21. März 2010 um 22:22

Ich habe Angst vor Autoritäten, und stelle mich automatisch auf niederem Niveau...

Deshalb komme ich beruflich kaum voran, und scheue auch sonstige soziale Kontakte bzw. dauert es privat länger bis ich "auftaue und mich etwas traue".
Aber beruflich komme ich nicht voran, weil ich durch meine Ängste vor Autoritäts- oder Respektpersonen, immer wieder versage.
Und auch wenn ich mir immer wieder so oft wie möglich, vor jedem neuen Schritt, vornehme mutig zu sein- neutral zu denken und einfach offen zu sein. Steht im Endeffekt immer wieder diesselbe unzuüberwindende Mauer vor mir...

Ein Teufelskreis...

Kennt ihr diese Angst? Wie geht ihr damit um? Welche Mittel, Denken, Therapien haben euch geholfen diese Angst zu "besiegen"?

Bin über Tipps und Infos sehr dankbar!!

Hintergrundinfo zu meinem Leben: ich lebte bis zum 10. LJ bei meiner Adoptivmutter die mich misshandelte. Dann kam ich mit 10 in ein Pflegeheim und wuchs dort auf bis ich 19 war. Seitdem stand ich auf eigenen Beinen- ohne von meinen jetzigen Problemen zu ahnen bzw. sie je so betrachtet zu haben wie jetzt. Konnte vieles nicht aufarbeiten, was ich als Kind erlebte...

Mein Selbstvertrauen ist wohl nicht sehr groß bzw. nur im engsten Bekannten- Freundeskreis...

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19. März 2010 um 10:31

Hallo
hmm. das hört sich alles nicht gut an, aber du weisst ja schon mal das es dinge gibt die du aufarbeiten musst, am besten wäre es wenn du eine psychotherapie machen würdest.
Habe Ähnliche Probleme, denke immer das ich nicht gut genug für irgendetwas bin, weil auch ich in meiner kindheit durch meinen stiefvater nichts anderes erfahren haben. ich war mit 7 jahren die blöde kuh die eh zu dumm ist für alles.

Und ich verstehe dich, und kann dir auch sagen warum das so bei dir ist, du hast angst vor ablehnung, wenn du nicht so reagierst ( wie du denkst das die leute wollen wie du reagieren solltest) machst du lieber gleich das ( von dem du denkst das es von dir verlangt wird) damit du nicht auf ablehnung stößt.

ich geh auch davon aus, das du einen tierischen bammel vor diskusionen hast.

lg mimi ich würde auch gerne über Privatnachrichten mit dir weiter schreiben.

lg mimi

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19. März 2010 um 11:43

Mir gehts ähnlich
Hallo, Ich bin 35 und mir geht es glaub ich ähnlich.
Ich hab zwar einen Beruf gelernt,und hatte auch sonst schon Erfolgserlebnisse, habe aber immer wiedergroße Schwierigkeiten beruflich weiter zukommen.Dabei bin ich in dem was ich tue, sehr gut. Ich weiss total viel über alternative Medizin, Spiritelles, Survival,Natur,Indianer,handwe rklich geschickt, usw.,aber wenn Ich beruflich in diese Richtung etwas beginnen möchte und auf das kleinste Hindernis stoße,bin ich gleich zutiefst betrübt und demotiviert.
Ich hab dann das Gefühl, das die Welt mich und mein Potenzial gar nicht u schätzen weiß. Immer braucht man Ausbildungen, Zertifikate,Zeugnisse,Bewerbun gen...Ich hasse das.
Am liebsten würde Ich kostenlos arbeiten, und eine Grundversorgung erhalten.

Privat, wenn ich Freunden und Familie mit meinem Wissen und Fähigkeiten weiterhelfe ,bin Ich total erfolgreich, doch Ich könnte niemals eine Heilpraktiker Ausbildung machen und dann eine Praxis aufmachen oder so.
Die Verantwortung wäre mir viel zu hoch. Dieser ganze Gesellschaftzirkus mit Bewerben und sich anbiedern an Irgendwelche Chef`s ist mir echt zuwider.
Ich glaube,ich weigere mich innerlich eine Gesellschaftliche Rolle anzunehmen.
Versteh mich nicht falsch,ich bin nicht arbeitsscheu oder so,ganz im Gegenteil.Ich wünsch mir eine schöne Arbeit ,die mich erfüllt. Ich habe eben nur Angst und einen großen widerstand mich bei Firmen zu Bewerben weil ich denke, in Ihren Augen bin ich sowiso unqualifiziert bin.

Mit Ämtern hab ich auch große Schwierigkeiten. Ich bin seit anderthalb Jahren Vater und Ich wohne mit der Mutter und meiner Tochter nicht offiziell zusammen wegen Hartz 4.
Deswegen bin ich unterhaltsplichtig und das Jugendamt macht mir Nun richtig Stress.
Weil mir das so unangenehm ist, selbst zum Jugendamt zu gehen habe ich schon wichtige Termine verpasst.Einmal war ich zwar mal da, doch mir war kotzübel dabei.
Ich habe schon fast eine Ämtersfobie. Ich blicke auch nicht durch die Schreiben durch ,das Amtsdeutsch! Ist mir einfach zu hoch und zu autoritär. Dabei bin ich überdurchschnittlich intelligent.

So richtig Angst habe Ich vor den Chefs selber jedoch nicht, die spielen ja auch nur Rollen;sondern eher vor der leistungssoroentierten, unmenschlichen Arbeitswelt und den kontrollierenden Behörden. Ich weigere mich irgendwie da mitzumachen.
Vielleicht muß ich irgenwann mal austeigen. Das Wissen und die Erfahrung dazu hätte ich.
Mir würde es wohl aber das Herz brechen, wenn ich meine Tochter dann nicht mehr sehen könnte.
Ich bin da echt verzweifelt. Ich weiß auch nicht, wie Ich da selber rauskommen soll,weil das bei mir eher eine Grundsatzfrage ist.
Ein Freund riet mir ich soll mir offiziel einen Therapheuten suchen ,der mir,eine fobie dagnostiziert oder sowas.
Dann wäre Ich manche Probleme vorerst los. mal sehn

Bis auf diese Sache bin Ich ein total ausgeglichener,zufriedener Mensch und im Frieden mit Allem.
Am Besten gehts mir in der Natur. Sie ist Echt und Pur.

Ich möchte jetzt mal die Bachblüten Larch und Cerato ausprobieren,für mehr Selbstvertrauen.

Ich hoffe das konnte Dir ein wenig helfen,und das Du mit Deinem Problem nicht allein dastehst.
Lieben Gruß,Martin

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21. März 2010 um 22:22

Cool,
vielen Danke für eure Antworten- auch wenns "nur" zwei sind!

Aber doch sehr aussagekräftig!

Ja, mein Selbstvertrauen ist auch nicht wirklich so hoch! Im Bekannten-, Freunde-, Familienkreis: ja da geht das wohl! Und ich werde geschätzt und bewundert...

Aber auf Arbeit (und seis nur im Praktikum) komme ich mir immer vor wie die Dumme, die nciht viel zu melden hat, weil sie noch nicht so qualifiziert ist wie die anderen...

Morgen muss ich zu ner Maßnahme, und bin doch schon ein wenig nervös auf welche Personen ich treffen werde...

Aber so, ohne diese spezifischen Probleme, lebe ich auch fröhlich vor mich hin- so dass dieses Problem immer nur akut auftritt- schwer damit umzugehen bzw. vorzubeugen...

Werde aber eine Verhaltenstherapie versuchen...

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