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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Angst vor Alleinsein, Trennungsangst, Bindungsprobleme:Therapie??? (brauche Rat)

Letzte Nachricht: 11. April 2015 um 9:59
C
carrie_12713621
14.03.05 um 12:06


Hi Leutz!

ich habe ein riesengroßes Problem, das ich auch schon in anderen Thread angeschnitten habe.

Ich habe in letzterzeit verstärkt gemerkt, dass ich panische Angst habe Allein zu sein und verlassen zu werden. Es stellt sich für mich nicht nur als körperliches Problem dar, mein Herz und meine Seele schmerzen regelrecht, dass ich es überhaupt nicht aushalten kann...

Es ist so, dass ich mich ohne Pause, von einer Beziehung in die Andere stürze, weil ich eben nicht alleine sein kann...

Ich kann mich auch nicht trennen, obwohl ich weiss , dass der Mann mich nur unglücklich macht. Ich klammere an den Gedanken fest, dass er sich bessern könnte, wenn ich ihm mehr zeit und noch mehr liebe gebe....

Wenn ich verliebt bin, dann gebe ich mich völlig auf und opfere mich.... Ich erdrücke glaub ich den anderen mit meiner Liebe.

Ich bin total anghänglich, schon fast nervig, rufe z.b. merhmals am Tag an und will ihn immer und immer wieder sehen..

Ich weiss selber, wie ich bin aber ich kann dagegen nichts machen.. Es ist wie eine Qual wenn ich von meinem Freund nichts höre. Dann denke ich dass er mich nicht mehr will oder lieb hat!!!

Ich bin tierisch Eifersüchtig. Es kommt sogar soweit, dass ich Geschichten erfinde um heraus zufinden, ob er mir fremdgeht oder würde...

Es ist zu krass....

Ich definiere mich über die Männer die ich habe, haben könnte und die mich bewundern.

Eigentlich will ich nur geliebt werden!

Aber ich mache mich selber kaputt. Habe nur sehr wenige Freunde, weil ich, immer wenn ich ein Freund habe, meine Freunde vernachlässige.

Ich denke ich brauch auch keine Freunde, wenn ich einen Freund habe!

Es ist zum Verzweifeln. Ich bin wirklich am Ende und könnte nur noch heulen..

Ich hatte schon sehr viele Beziehungen, die im Grunde total scheisse waren, (der Typ hat mich betrogen, war scheisse zu mir usw.) Aber weil ich nicht allein sein wollte, habe ich es mir gefallen lassen, war unglücklich und am Boden zerstört, habe aber gedacht, dass es nicht so schlimm ist, als wenn ich alleine wäre.

Mein Gott ich weiss ehrlich nicht mehr weiter und möchte ganze gerne eine Threapie machen um einfach eine Lösung zu finden, warum ich so denke und handle..

Bitte gebt mir einen Rat was ich machen könnte oder wo ich hingehen könnte....

Kennt jemand von Euch das Problem?

Für eure HIlfen bin ich echt unendlich dankbar....

Liebe Grüße
Eure Justice

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P
pilar_12143058
14.03.05 um 16:11

Hei justice
du tönst genauso wie ich. vielleicht können wir uns mal austauschen und uns so selber helfen was meinst du?

sommersprosse3

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C
carrie_12713621
14.03.05 um 17:28
In Antwort auf pilar_12143058

Hei justice
du tönst genauso wie ich. vielleicht können wir uns mal austauschen und uns so selber helfen was meinst du?

sommersprosse3

Mmm ja klar
hey sommersprosse,

ja können wir gern machen, bin für jede hilfe oder anregungen echt dankbar, um aus dieser Misere rauszukommen....

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P
pilar_12143058
15.03.05 um 11:29
In Antwort auf carrie_12713621

Mmm ja klar
hey sommersprosse,

ja können wir gern machen, bin für jede hilfe oder anregungen echt dankbar, um aus dieser Misere rauszukommen....

Hei
Sorry, dass ich mich nicht eher melden konnte.

hast du eine email wo wir uns besser austauschen könnten?

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J
joena_12151120
17.01.07 um 13:02

Hi Justice
habe leider erst heute deinen beitrag gelesen, der schon länger zurückliegt.
falls noch aktuell, antworte doch mal.
du sprichst mir nämlich aus der seele.
bei mir spitzt sich das problem immer mehr zu, mittlerweile habe ich angstzustände und panikattacken, sobald ich allein und von meinem partner getrennt bin. bin zwar in therapie, aber bisher leider ohne erfolg für dieses problem.
weiss mir keinen rat mehr, schaffe kaum noch die alltäglichen dinge zu verrichten.
liebe grüsse
kruemel

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V
vreni_12476078
12.03.07 um 12:01

Borderline
Hallo Justice,
mir geht es auch genau so, binmomentan völlig verzweifelt, mein Freund hat mich gerade Verlassen, und ich komme mit dieser Einsamkeit überhaupt nicht klar, könnte durchdrehen, woher seit ihr denn Mädels? Vielleicht könnten wir uns mal alle treffen und uns austauschen. Habe mich schon vor einiger Zeit in Behandlung begeben, die haben Festegestellt das ich Borderline strukturen aufweise wie ihr wahrscheinlich auch. Wäre schön wenn ihr Euch meldet.
Ciao Michaela

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I
inis_11903330
13.03.07 um 11:09

Antwort
Liebe Justice,
diese Gefühle sind mir sehr bekannt, denn mir geht es nicht anders.Ich kann auch nicht gut alleine sein, was dazu führt, dass ich nicht erkenne, wann mir ein partner nicht mehr gut tut--schrecklich! Gestern hat mein Freund, mit dem ich 8 jahre zusammen war, berichtet, dass er seit einem jahr eine andere hat. Meine Welt ist nun total zusammen gebrochen, obwohl alle gesehen haben, dass er mir nicht gut tat. Irgendwo weiss ich es selber, aber mein Herz hängt an ihm und nun bin ich vollkommen am Ende!! Warum habe ich das bloß mit mir machen lassen. meine Ehe davor ist aus den selben Gründen gescheitert.Eine Therapie hilft nicht. Das habe ich alles schon hinter mir.Jetzt versuche ich für mich einen Weg zu finden,damit fertig zu werden. Ich bin immer nur ausgenutzt worden!!! Ich hoffe---auch für Dich--- es zuschafen, doch mal an sich zu denken und selbstbewusster zu werden.
Liebe Grüsse und viel Kraft wünscht Dir Anja

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I
inis_11903330
13.03.07 um 11:18
In Antwort auf joena_12151120

Hi Justice
habe leider erst heute deinen beitrag gelesen, der schon länger zurückliegt.
falls noch aktuell, antworte doch mal.
du sprichst mir nämlich aus der seele.
bei mir spitzt sich das problem immer mehr zu, mittlerweile habe ich angstzustände und panikattacken, sobald ich allein und von meinem partner getrennt bin. bin zwar in therapie, aber bisher leider ohne erfolg für dieses problem.
weiss mir keinen rat mehr, schaffe kaum noch die alltäglichen dinge zu verrichten.
liebe grüsse
kruemel

Habe das gleiche Problem
Hallo kruemel777,
leide auch schon seit Jahren unter Angst- und Panikattacken. Bekomme auch Medikamente.
Diese Antriebslosigkeit kenne ich nur zu gut. Manchmal fällt es mir ja schon schwer, morgens unter die Dusche zu gehen.Ich kämpfe und kämpfe!! Doch sobald ich etwas Aufwind habe, kommt wieder ein dicker Schicksalsschlag und macht alles zunichte.Mein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ist schon wieder ramponiert, da mir gestern Mein Freund (8 Jahre zusammen) am Telefon berichtete, dass er seit 1 jahr eine Neue hat---20 Jahre jünger.
Ich bin total in der Krise und weiss nicht, wie ich aus diesem Loch kommen soll! Mein Leben ist einfach nur noch Scheisse.
Liebe Grüsse, Anja

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C
callie_12342365
06.04.07 um 1:00

Deinen beitrag
Hallo Justice,
als ich deinen Text durchgelesen habe...konnte ich das alles so gut nachvollziehen. Mein Leben is vollkommen aus den Bahnen geraten, obwohl ich mich endlich von meinen Freund getrennt habe, geht es mir kein bisschen besser. Im Gegenteil ich habe ständig Angst ich wäre alleine, meine Freunde einfach alle würden mich im Stich lassen. Schon nach den ersten drei Wochen hatte ich begriffe: Dieser Mann ist nicht der Mann für mich. Trotzdem binich bei ihm geblieben...habe so viel mit mir machen lassen. Das schlimme ist, jetzt wo ich endlich einen Schlussstrich gezogen habe, denke ich, ich wäre schuld. Ich hätte mich einfach nur falsch verhalten und deswegen wäre die Beziehung auseinander gegegangen. Solche gedanken verfolgen mich die ganze Zeit, genauso diese Eiferucht, selbst jetzt würd ich ihn gerne kontrollieren und suche Anhaltspunkte um beweisen zu können das er ne andere hat. Weiß überhaupt gar nicht wie ich da wieder rauskommen soll.

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Z
ziv_12725346
20.04.08 um 20:53
In Antwort auf vreni_12476078

Borderline
Hallo Justice,
mir geht es auch genau so, binmomentan völlig verzweifelt, mein Freund hat mich gerade Verlassen, und ich komme mit dieser Einsamkeit überhaupt nicht klar, könnte durchdrehen, woher seit ihr denn Mädels? Vielleicht könnten wir uns mal alle treffen und uns austauschen. Habe mich schon vor einiger Zeit in Behandlung begeben, die haben Festegestellt das ich Borderline strukturen aufweise wie ihr wahrscheinlich auch. Wäre schön wenn ihr Euch meldet.
Ciao Michaela

Meine Meinung
Hallo Michaela,

Dein Beitrag ist ja schon älter, aber trotzdem möchte ich etwas dazu sagen. Tut mir leid, daß es Dir schlecht geht, aber zu behaupten, daß Menschen mit Trennungsängsten Borderlinstrukturen aufweisen, ist schon mutig! Das ist definitiv nicht so! Also lieber vorsichtig mit solchen Aussagen.Wünsche Dir trotzdem alles Gute!

Gruß Lilli

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S
sanaz_11842658
18.06.08 um 11:00

Warum
liebe justice,

dein beitrag ist ja schon länger her, aber sicher schauen immer mal leute mit ähnlichen problemen hier rein.
als erstes denke ich, dass der wichtigste schritt schon geschafft ist. du hast erkannt, was nicht richtig ist und du leidest derart darunter, dass du den wunsch hast, aus der falle herauszukommen. so böse, wie es klingt, die situationen, in denen man eine echte chance auf neubeginn hat, sind die, in denen du ganz unten bist. fakt ist allerdings auch, dass therapeuten nur begleiten, nicht aber dein problem lösen können. im gegenteil, man läuft schnell gefahr, in ein neues abhängigkeitsverhältnis zu geraten und die verantwortung/ entscheidungen für sein leben von ihm/ihr zu übernehmen. also noch mal: die einzige, die dir helfen kann bist du selbst. und das klappt nur dann, wenn du es auch wirklich willst. das klingt lapidar, ist aber der schlüssel zum erfolg. du musst wollen! und darfst nicht im ach so schönen selbstmitleid versinken. das ist dann auch der praktische schritt. von alleine passiert nichts, du musst aktiv werden. das heißt, du musst dir ein paar dinge organisieren, die dir freude machen. das ist am anfang schwer, weil nichts spass macht und man sich zwingen muss, aber mit der zeit wird es. am besten ist immer sport (der setzt die entsprechenden glückshormone frei) und die pflege oder der neubeginn von freundschaften. es kann übrigens nicht sein, dass du deine freunde vernachlässigst, wenn du einen mann gefunden hast. die ersten 1,2 monate ist das normal, dann sollte man sich u.U. dazu zwingen, auch mal was ohne den partner zu machen. für mich klingt das ganze so, als würdest du versuchen deinen mann einzusperren und emotional zu erpressen. damit verlierst du dich selbst und deine attraktivität ihm gegenüber. eine partnerschaft kann immer nur dann funktionieren, wenn man mit sich selbst wenigstens ansatzweise im reinen ist. wenn du vorher schon weißt, dass der mann nicht passt, dich nicht wirklich mag, ist es ein kampf gegen windmühlen. du verschenkst dir die zeit für einen anderen, der das vielleicht tut. sich über männer zu definieren ist ein klarer fall von minderwertigkeitsgefühlen. je schwerer ich um ihn zu kämpfen hab, desto wertvoller ist er. aber mal ehrlich. willst du mit so einem typen alt werden? ist nicht ein mann besser, der dich versteht und achtet? oder ist er genau deswegen nicht interessant, weil er sich in dich verliebt, die du doch gar nicht so toll bist... wer dich liebt, muss ein looser sein?! mit dem ansatz wird das auch in zukunft nichts, weil die partnersuchmuster programmiert sind. stürz dich ins leben, und wenn wieder jemand vorbeikommt mach dir nach einer weile eine pro/ contra liste. eine psychoanalyse ist begleitend sicher auch zu empfehlen (auch wenn es dir gerade wieder besser geht) aber denk daran, du selbst bist diejenige welche es schaffen muss und die verantwortung für ihr leben trägt. soviel zeit haben wir nun auc wieder nicht auf erden, dass wir sie im unglück verbringen sollte... es gibt schlaue bücher, da kann man positiv denken lernen. vielleicht wäre das ein anfang.

ich wünsche dir viel glück und nur mut! wie schlimm soll es denn noch kommen, bis du bereit bist aktiv etwas zu ändern?

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F
fedele_12916338
23.06.09 um 10:14

Genau
Liebe Justice,

ich kann Deine Gefühle, bzw Dein Problem auch als Mann sehr gut nachvollziehen, mir geht es ähnlich. Wenn eine Beziehung entsteht, bin ich voll Energie, tue alles um diese Beziehung zu halten und zu festigen, definiere mich genau wie Du über Frauen. Irgendwann geht dann natürlich die Beziehung den
Bach runter, wenn ich merke, dass meine eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen und ich möchte, dass man auch auf mich eingeht.
Begleitet wird dieses Drama dann auch mit körperlichen Mißempfindungen, die sich dann bis zu Panikattacken steigern.
Ich weiß um meine Situation, kann mich aber in einer akuten Situation nicht daraus befeien.
Es ist leicht gesagt, sich selbst zu akzeptieren und sich Situationen zu schaffen
die einen erfreuen, jedoch diese Energie, die ich in Beziehungen gesteckt habe, sucht ein Ventil, dass jedoch verstopft ist.
Ich habe Glück gehabt und habe sehr schnell einen Therapieplatz bekommen und habe eine Stunde hinter mich gebracht.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen.
Liebe Grüße

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M
merlyn_12158332
24.06.09 um 11:58
In Antwort auf fedele_12916338

Genau
Liebe Justice,

ich kann Deine Gefühle, bzw Dein Problem auch als Mann sehr gut nachvollziehen, mir geht es ähnlich. Wenn eine Beziehung entsteht, bin ich voll Energie, tue alles um diese Beziehung zu halten und zu festigen, definiere mich genau wie Du über Frauen. Irgendwann geht dann natürlich die Beziehung den
Bach runter, wenn ich merke, dass meine eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen und ich möchte, dass man auch auf mich eingeht.
Begleitet wird dieses Drama dann auch mit körperlichen Mißempfindungen, die sich dann bis zu Panikattacken steigern.
Ich weiß um meine Situation, kann mich aber in einer akuten Situation nicht daraus befeien.
Es ist leicht gesagt, sich selbst zu akzeptieren und sich Situationen zu schaffen
die einen erfreuen, jedoch diese Energie, die ich in Beziehungen gesteckt habe, sucht ein Ventil, dass jedoch verstopft ist.
Ich habe Glück gehabt und habe sehr schnell einen Therapieplatz bekommen und habe eine Stunde hinter mich gebracht.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es schaffen.
Liebe Grüße

Bitte gebt mir einen Ratschlag
Ja, ich kenne das auch total. Ich bin mit meinem Mann seit 20 Jahren verheiratet und habe meine 3. Therapie jetzt angefangen, zusätzlich nehme ich seit Januar Antidepressiva. Mein Mann erpresst mich damit, dass er ausziehe bei jeder kleineren Auseinandersetzung. In den letzten 10 Jahren hat das zugenommen. Da er körperbehindert ist (sitzt im Rollstuhl) habe ich immer ein schlechtes Gewissen gehabt ihn zu verlassen, außerdem gab ich meine feste Stelle auf als wir heirateten und die Kinder kamen und so fühle ich mich auch wirtschaftlich von ihm abhängig. Ich weiß, dass ich mit 47 kaum noch eine vernünftige Stelle auf dem Dorf bekomme. Seit 10 Jahren geht es ihm körperlich schlechter und seine Launen und seelischen Erpressungen nehmen zu.

Hauptsächlich ging es aber immer darum, dass ich Angst hatte, ich kann nicht alleine sein, ich halte das nicht aus. Panikattacken kamen auch regelmäßig dazu. Im Januar hatte ich einen Nervenzusammenbruch und nahm zum ersten Mal Antidepressiva und treffe mich jetzt auch regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe. Inzwischen bin ich so abgestumpft, dass ich praktisch nichts mehr für ihn fühle, letztens habe ich ihm gesagt, wenn er ausziehen will, solle er das tun, aber ich helfe ihm nicht packen. Und ich bleibe in dem Haus wohnen. Alles muss ich im Haus und Garten alleine machen, ich komme mir eh vor wie alleinerziehend mit 3 Kindern (er benimmt sich wie ein Kind).

Die Therpie verhilft mir schon zu mehr Selbstbewusstsein, aber ich falle immer wieder zurück. Die Kinder (17 und 19) sprechen schon gar nicht mehr mit ihm und halten sich hauptsächlich in ihren Zimmern auf. Ich hatte so viele Gespräche schon mit ihm, dann geht es mal wieder einige Tage gut und dann kippt alles um und er spricht mehrere Tage nicht mehr mit mir. Ich denke, ER ist depressiv und müsste in Behandlung. Er hatte eine traumatische Kindheit, wuchs in Waisenhäusern auf und bei Stiefeltern und dann noch die körperliche Krankheit. Aber ich bin nervlich am Ende, ich kann nicht mehr. Klar, und weil im Haus so eine schlechte Stimmung von ihm ausgeht, gehen wir ihm alle möglichst aus dem Weg. Daraus folgert er dann, wir würden ihn ausgrenzen, dabei grenzt er sich schon seit Jahren selber aus, weil er oft lange nicht mit mir spricht und sich nicht wirklich für seine Kinder interessiert. Er lebt zwar körperlich mit uns ihm Haus, aber hat kein wirkliches Interesse an uns.

WAS SOLL ICH NUR TUN?

Zum 20. Hochzeitstag hat er vor 3 Wochen vorgeschlagen, wir könnten doch eine Wellneskurzreise machen. Fand ich toll, habe ich gebucht. Letzte Woche kam dann, ich könne das stornieren, er würde nicht mitkommen. Ich will auf jeden Fall fahren, das Geld ist ja auch bezahlt und ich freue mich darauf. Was soll ich jetzt machen: ihm eine Frist setzen, mir zu sagen, ob er doch mitkommen will oder lieber eine Freundin fragen? Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust auf seine Stimmungsschwankungen, mir graut davor. Aber ich habe auch Angst, ihn alleine zu lassen...

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L
lior_12704311
05.09.09 um 12:48
In Antwort auf merlyn_12158332

Bitte gebt mir einen Ratschlag
Ja, ich kenne das auch total. Ich bin mit meinem Mann seit 20 Jahren verheiratet und habe meine 3. Therapie jetzt angefangen, zusätzlich nehme ich seit Januar Antidepressiva. Mein Mann erpresst mich damit, dass er ausziehe bei jeder kleineren Auseinandersetzung. In den letzten 10 Jahren hat das zugenommen. Da er körperbehindert ist (sitzt im Rollstuhl) habe ich immer ein schlechtes Gewissen gehabt ihn zu verlassen, außerdem gab ich meine feste Stelle auf als wir heirateten und die Kinder kamen und so fühle ich mich auch wirtschaftlich von ihm abhängig. Ich weiß, dass ich mit 47 kaum noch eine vernünftige Stelle auf dem Dorf bekomme. Seit 10 Jahren geht es ihm körperlich schlechter und seine Launen und seelischen Erpressungen nehmen zu.

Hauptsächlich ging es aber immer darum, dass ich Angst hatte, ich kann nicht alleine sein, ich halte das nicht aus. Panikattacken kamen auch regelmäßig dazu. Im Januar hatte ich einen Nervenzusammenbruch und nahm zum ersten Mal Antidepressiva und treffe mich jetzt auch regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe. Inzwischen bin ich so abgestumpft, dass ich praktisch nichts mehr für ihn fühle, letztens habe ich ihm gesagt, wenn er ausziehen will, solle er das tun, aber ich helfe ihm nicht packen. Und ich bleibe in dem Haus wohnen. Alles muss ich im Haus und Garten alleine machen, ich komme mir eh vor wie alleinerziehend mit 3 Kindern (er benimmt sich wie ein Kind).

Die Therpie verhilft mir schon zu mehr Selbstbewusstsein, aber ich falle immer wieder zurück. Die Kinder (17 und 19) sprechen schon gar nicht mehr mit ihm und halten sich hauptsächlich in ihren Zimmern auf. Ich hatte so viele Gespräche schon mit ihm, dann geht es mal wieder einige Tage gut und dann kippt alles um und er spricht mehrere Tage nicht mehr mit mir. Ich denke, ER ist depressiv und müsste in Behandlung. Er hatte eine traumatische Kindheit, wuchs in Waisenhäusern auf und bei Stiefeltern und dann noch die körperliche Krankheit. Aber ich bin nervlich am Ende, ich kann nicht mehr. Klar, und weil im Haus so eine schlechte Stimmung von ihm ausgeht, gehen wir ihm alle möglichst aus dem Weg. Daraus folgert er dann, wir würden ihn ausgrenzen, dabei grenzt er sich schon seit Jahren selber aus, weil er oft lange nicht mit mir spricht und sich nicht wirklich für seine Kinder interessiert. Er lebt zwar körperlich mit uns ihm Haus, aber hat kein wirkliches Interesse an uns.

WAS SOLL ICH NUR TUN?

Zum 20. Hochzeitstag hat er vor 3 Wochen vorgeschlagen, wir könnten doch eine Wellneskurzreise machen. Fand ich toll, habe ich gebucht. Letzte Woche kam dann, ich könne das stornieren, er würde nicht mitkommen. Ich will auf jeden Fall fahren, das Geld ist ja auch bezahlt und ich freue mich darauf. Was soll ich jetzt machen: ihm eine Frist setzen, mir zu sagen, ob er doch mitkommen will oder lieber eine Freundin fragen? Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust auf seine Stimmungsschwankungen, mir graut davor. Aber ich habe auch Angst, ihn alleine zu lassen...

Traurig
Mir geht es grade auch nicht gut. Ich bin 53 Jahre alt und seit 36 Jahren verheiratet. Kam mir in dieser Zeit meistens unwichtig vor, nicht sehr geliebt. Jetzt habe ich mich vor einem Jahr in einen anderen Mann verliebt. Er ist mein Arzt (ich war sehr lange und oft im Krankenhaus). Ich merkte, dass auch ich ihm mehr als sympatisch bin, obwohl nie irgendwas war. Ich bin also nicht sexuell fremdgegangen, höchstens in Gedanke. Es war mehr die Sicherheit und Geborgenheit, die mich zu ihm hinzog. Die fehlte mir zuhause in den letzten Jahren absolut. Nun ist alles schwierig. Er ist wie gesagt mein Arzt(momentan nicht) und verheiratet. Bei unserer letzten Begegnung kamen wir uns durch kleine zärtliche Berührungen und Blicke näher. Ich war aufgeregt wie ein Teenager. Wir haben uns einige persönliche emais geschrieben, an denen ich auch merkte, dass er mich mag. Dann, in der Nacht vor meiner nächsten OP. kam es zum Knall mit meinem Mann. Er hat gemerkt, was los war und ich konnte nicht leugnen. Nach der OP habe ich dem Arzt eine email geschrieben, in der ich ihm meine Verliebtheit gestehe. Mein Mann(er war sehr erschrocken, beteuert wie sehr er mich liebt) hat mich darum gebeten, damit wir beide Klarheit haben. Seitdem habe ich nichts von dem Arzt gehört. Ist sicher ein absoluter Schock gewesen. Ich habe mich noch 2 Mal per email entschuldigt, aber ....
Nun sitze ich hier, kämpfe dauernd mit den Tränen, versuche mit meinem Mann (er ist total lieb und verständnisvoll) einen neuen Anfang zu finden, frage mich ob ich nur Angst vor'm Alleinesein habe, warte doch immer noch auf eine Antwort.
Fühle mich schrecklich und weiß nicht was werden soll

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fenning
fenning
05.09.09 um 16:46

Angst vor dem Alleinsein
Du brauchst keine Angst vor dem "Alleinsein" zu haben. Bei Dir geht es ja nicht nur darum, sondern Du hast panische Angst nicht anerkannt zu werden. Ich denke Du bist an die falschen Männer geraten bzw. hast zuviel des Guten getan. Erste Hilfe: Stürze Dich nicht gleich ins nächste Abenteuer, das macht Dich nur kurzfristig glücklich. Stürze Dich in Deine Arbeit, suche Dir ein Hobby, mache Dein zu Hause zu Deiner Festung. Alles muß wichtiger für Dich sein, als ein Mann. Sonst kommst Du aus diesem Strudel nicht mehr heraus. Andere nützen das aus, glaub mir. Es schadet gar nicht, wenn Du Dir in Deinem Inneren Vorstellungen davon machst, wie der Mann sein muß, den der Dich glücklich machen kann. Schreibe es auf Papier. Es niederzuschreiben was man will, hilft Dir klarere Gedanken zu bekommen. Vor Fehlgriffen in bezug auf Männer ist keiner gefeit und es kann immer wieder passieren. Es gibt glaube ich 5 klassische Männertypen, von denen man im Prinzip überhaupt die Finger lassen sollte, aber auch Grenzfälle. Achtung! Wenn eine Beziehung nur abturned, dann ist es nicht gut, wenn Du Dich länger damit befasst. Der Mann denkt, mit ihr kann ich sowieso machen was ich will und Du selbst kannst Dich nicht mehr entfalten, weil Dich Deine Gedanken blockieren und weil Du Dich ständig nur um eine Partnerschaft kümmern möchtest. Du hast Dich fixiert darauf. Männer verlieren so die Achtung von Dir. Es ist doch viel einfacher los zu lassen, als sich anzuklammern. Im Grunde genommen ist ja jeder für sich selbst allein und selbstverantwortlich. Nichts ist okay, wenn es in Sachen Liebe und Beziehung erzwungen wird. Versuche Deine Emotionen in Griff zu bekommen. Es gibt doch so viele Möglichkeiten, die Dir Spaß machen könnten, die Du mit Gleichgesinnten, egal ob Mann oder Frau unternehmen kannst. Ich mußte es auch erst lernen und herausfinden, wie toll es eigentlich ist über sich selbst bestimmen zu können. Als Singlefrau bin ich nicht unglücklich. Im Gegenteil ich habe mich selbst gefunden und erfreue mich meiner Freiheit. Alles hat Vor- und Nachteile. Gehe einmal in Dich selbst und lausche Deinen inneren Stimmen. Verzweiflung bringt nichts. Solltest Du es psychisch allein nicht schaffen, dann mußt Du wirklich zu einem Thera, aber suche Dir einen oder eine, die Dir persönlich liegt. Nicht jeder hat die gleiche Wellenlänge. Alles Gute und lg... Fenning

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J
judith_12745339
14.04.14 um 8:42

Hey können wir uns alle mal austauschen?
gehöre auch zu den leuten,die wohl unter Trennungsangst LEIDEN
aus welchen Stadtteilen kommt ihr alle?
habt ihr es mittlerweile geschafft euch zu trennen?

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J
judith_12745339
14.04.14 um 8:43
In Antwort auf fenning

Angst vor dem Alleinsein
Du brauchst keine Angst vor dem "Alleinsein" zu haben. Bei Dir geht es ja nicht nur darum, sondern Du hast panische Angst nicht anerkannt zu werden. Ich denke Du bist an die falschen Männer geraten bzw. hast zuviel des Guten getan. Erste Hilfe: Stürze Dich nicht gleich ins nächste Abenteuer, das macht Dich nur kurzfristig glücklich. Stürze Dich in Deine Arbeit, suche Dir ein Hobby, mache Dein zu Hause zu Deiner Festung. Alles muß wichtiger für Dich sein, als ein Mann. Sonst kommst Du aus diesem Strudel nicht mehr heraus. Andere nützen das aus, glaub mir. Es schadet gar nicht, wenn Du Dir in Deinem Inneren Vorstellungen davon machst, wie der Mann sein muß, den der Dich glücklich machen kann. Schreibe es auf Papier. Es niederzuschreiben was man will, hilft Dir klarere Gedanken zu bekommen. Vor Fehlgriffen in bezug auf Männer ist keiner gefeit und es kann immer wieder passieren. Es gibt glaube ich 5 klassische Männertypen, von denen man im Prinzip überhaupt die Finger lassen sollte, aber auch Grenzfälle. Achtung! Wenn eine Beziehung nur abturned, dann ist es nicht gut, wenn Du Dich länger damit befasst. Der Mann denkt, mit ihr kann ich sowieso machen was ich will und Du selbst kannst Dich nicht mehr entfalten, weil Dich Deine Gedanken blockieren und weil Du Dich ständig nur um eine Partnerschaft kümmern möchtest. Du hast Dich fixiert darauf. Männer verlieren so die Achtung von Dir. Es ist doch viel einfacher los zu lassen, als sich anzuklammern. Im Grunde genommen ist ja jeder für sich selbst allein und selbstverantwortlich. Nichts ist okay, wenn es in Sachen Liebe und Beziehung erzwungen wird. Versuche Deine Emotionen in Griff zu bekommen. Es gibt doch so viele Möglichkeiten, die Dir Spaß machen könnten, die Du mit Gleichgesinnten, egal ob Mann oder Frau unternehmen kannst. Ich mußte es auch erst lernen und herausfinden, wie toll es eigentlich ist über sich selbst bestimmen zu können. Als Singlefrau bin ich nicht unglücklich. Im Gegenteil ich habe mich selbst gefunden und erfreue mich meiner Freiheit. Alles hat Vor- und Nachteile. Gehe einmal in Dich selbst und lausche Deinen inneren Stimmen. Verzweiflung bringt nichts. Solltest Du es psychisch allein nicht schaffen, dann mußt Du wirklich zu einem Thera, aber suche Dir einen oder eine, die Dir persönlich liegt. Nicht jeder hat die gleiche Wellenlänge. Alles Gute und lg... Fenning

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J
judith_12745339
14.04.14 um 8:46
In Antwort auf merlyn_12158332

Bitte gebt mir einen Ratschlag
Ja, ich kenne das auch total. Ich bin mit meinem Mann seit 20 Jahren verheiratet und habe meine 3. Therapie jetzt angefangen, zusätzlich nehme ich seit Januar Antidepressiva. Mein Mann erpresst mich damit, dass er ausziehe bei jeder kleineren Auseinandersetzung. In den letzten 10 Jahren hat das zugenommen. Da er körperbehindert ist (sitzt im Rollstuhl) habe ich immer ein schlechtes Gewissen gehabt ihn zu verlassen, außerdem gab ich meine feste Stelle auf als wir heirateten und die Kinder kamen und so fühle ich mich auch wirtschaftlich von ihm abhängig. Ich weiß, dass ich mit 47 kaum noch eine vernünftige Stelle auf dem Dorf bekomme. Seit 10 Jahren geht es ihm körperlich schlechter und seine Launen und seelischen Erpressungen nehmen zu.

Hauptsächlich ging es aber immer darum, dass ich Angst hatte, ich kann nicht alleine sein, ich halte das nicht aus. Panikattacken kamen auch regelmäßig dazu. Im Januar hatte ich einen Nervenzusammenbruch und nahm zum ersten Mal Antidepressiva und treffe mich jetzt auch regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe. Inzwischen bin ich so abgestumpft, dass ich praktisch nichts mehr für ihn fühle, letztens habe ich ihm gesagt, wenn er ausziehen will, solle er das tun, aber ich helfe ihm nicht packen. Und ich bleibe in dem Haus wohnen. Alles muss ich im Haus und Garten alleine machen, ich komme mir eh vor wie alleinerziehend mit 3 Kindern (er benimmt sich wie ein Kind).

Die Therpie verhilft mir schon zu mehr Selbstbewusstsein, aber ich falle immer wieder zurück. Die Kinder (17 und 19) sprechen schon gar nicht mehr mit ihm und halten sich hauptsächlich in ihren Zimmern auf. Ich hatte so viele Gespräche schon mit ihm, dann geht es mal wieder einige Tage gut und dann kippt alles um und er spricht mehrere Tage nicht mehr mit mir. Ich denke, ER ist depressiv und müsste in Behandlung. Er hatte eine traumatische Kindheit, wuchs in Waisenhäusern auf und bei Stiefeltern und dann noch die körperliche Krankheit. Aber ich bin nervlich am Ende, ich kann nicht mehr. Klar, und weil im Haus so eine schlechte Stimmung von ihm ausgeht, gehen wir ihm alle möglichst aus dem Weg. Daraus folgert er dann, wir würden ihn ausgrenzen, dabei grenzt er sich schon seit Jahren selber aus, weil er oft lange nicht mit mir spricht und sich nicht wirklich für seine Kinder interessiert. Er lebt zwar körperlich mit uns ihm Haus, aber hat kein wirkliches Interesse an uns.

WAS SOLL ICH NUR TUN?

Zum 20. Hochzeitstag hat er vor 3 Wochen vorgeschlagen, wir könnten doch eine Wellneskurzreise machen. Fand ich toll, habe ich gebucht. Letzte Woche kam dann, ich könne das stornieren, er würde nicht mitkommen. Ich will auf jeden Fall fahren, das Geld ist ja auch bezahlt und ich freue mich darauf. Was soll ich jetzt machen: ihm eine Frist setzen, mir zu sagen, ob er doch mitkommen will oder lieber eine Freundin fragen? Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust auf seine Stimmungsschwankungen, mir graut davor. Aber ich habe auch Angst, ihn alleine zu lassen...

Hey
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J
judith_12745339
14.04.14 um 8:47
In Antwort auf lior_12704311

Traurig
Mir geht es grade auch nicht gut. Ich bin 53 Jahre alt und seit 36 Jahren verheiratet. Kam mir in dieser Zeit meistens unwichtig vor, nicht sehr geliebt. Jetzt habe ich mich vor einem Jahr in einen anderen Mann verliebt. Er ist mein Arzt (ich war sehr lange und oft im Krankenhaus). Ich merkte, dass auch ich ihm mehr als sympatisch bin, obwohl nie irgendwas war. Ich bin also nicht sexuell fremdgegangen, höchstens in Gedanke. Es war mehr die Sicherheit und Geborgenheit, die mich zu ihm hinzog. Die fehlte mir zuhause in den letzten Jahren absolut. Nun ist alles schwierig. Er ist wie gesagt mein Arzt(momentan nicht) und verheiratet. Bei unserer letzten Begegnung kamen wir uns durch kleine zärtliche Berührungen und Blicke näher. Ich war aufgeregt wie ein Teenager. Wir haben uns einige persönliche emais geschrieben, an denen ich auch merkte, dass er mich mag. Dann, in der Nacht vor meiner nächsten OP. kam es zum Knall mit meinem Mann. Er hat gemerkt, was los war und ich konnte nicht leugnen. Nach der OP habe ich dem Arzt eine email geschrieben, in der ich ihm meine Verliebtheit gestehe. Mein Mann(er war sehr erschrocken, beteuert wie sehr er mich liebt) hat mich darum gebeten, damit wir beide Klarheit haben. Seitdem habe ich nichts von dem Arzt gehört. Ist sicher ein absoluter Schock gewesen. Ich habe mich noch 2 Mal per email entschuldigt, aber ....
Nun sitze ich hier, kämpfe dauernd mit den Tränen, versuche mit meinem Mann (er ist total lieb und verständnisvoll) einen neuen Anfang zu finden, frage mich ob ich nur Angst vor'm Alleinesein habe, warte doch immer noch auf eine Antwort.
Fühle mich schrecklich und weiß nicht was werden soll

Hey
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J
judith_12745339
14.04.14 um 8:55
In Antwort auf sanaz_11842658

Warum
liebe justice,

dein beitrag ist ja schon länger her, aber sicher schauen immer mal leute mit ähnlichen problemen hier rein.
als erstes denke ich, dass der wichtigste schritt schon geschafft ist. du hast erkannt, was nicht richtig ist und du leidest derart darunter, dass du den wunsch hast, aus der falle herauszukommen. so böse, wie es klingt, die situationen, in denen man eine echte chance auf neubeginn hat, sind die, in denen du ganz unten bist. fakt ist allerdings auch, dass therapeuten nur begleiten, nicht aber dein problem lösen können. im gegenteil, man läuft schnell gefahr, in ein neues abhängigkeitsverhältnis zu geraten und die verantwortung/ entscheidungen für sein leben von ihm/ihr zu übernehmen. also noch mal: die einzige, die dir helfen kann bist du selbst. und das klappt nur dann, wenn du es auch wirklich willst. das klingt lapidar, ist aber der schlüssel zum erfolg. du musst wollen! und darfst nicht im ach so schönen selbstmitleid versinken. das ist dann auch der praktische schritt. von alleine passiert nichts, du musst aktiv werden. das heißt, du musst dir ein paar dinge organisieren, die dir freude machen. das ist am anfang schwer, weil nichts spass macht und man sich zwingen muss, aber mit der zeit wird es. am besten ist immer sport (der setzt die entsprechenden glückshormone frei) und die pflege oder der neubeginn von freundschaften. es kann übrigens nicht sein, dass du deine freunde vernachlässigst, wenn du einen mann gefunden hast. die ersten 1,2 monate ist das normal, dann sollte man sich u.U. dazu zwingen, auch mal was ohne den partner zu machen. für mich klingt das ganze so, als würdest du versuchen deinen mann einzusperren und emotional zu erpressen. damit verlierst du dich selbst und deine attraktivität ihm gegenüber. eine partnerschaft kann immer nur dann funktionieren, wenn man mit sich selbst wenigstens ansatzweise im reinen ist. wenn du vorher schon weißt, dass der mann nicht passt, dich nicht wirklich mag, ist es ein kampf gegen windmühlen. du verschenkst dir die zeit für einen anderen, der das vielleicht tut. sich über männer zu definieren ist ein klarer fall von minderwertigkeitsgefühlen. je schwerer ich um ihn zu kämpfen hab, desto wertvoller ist er. aber mal ehrlich. willst du mit so einem typen alt werden? ist nicht ein mann besser, der dich versteht und achtet? oder ist er genau deswegen nicht interessant, weil er sich in dich verliebt, die du doch gar nicht so toll bist... wer dich liebt, muss ein looser sein?! mit dem ansatz wird das auch in zukunft nichts, weil die partnersuchmuster programmiert sind. stürz dich ins leben, und wenn wieder jemand vorbeikommt mach dir nach einer weile eine pro/ contra liste. eine psychoanalyse ist begleitend sicher auch zu empfehlen (auch wenn es dir gerade wieder besser geht) aber denk daran, du selbst bist diejenige welche es schaffen muss und die verantwortung für ihr leben trägt. soviel zeit haben wir nun auc wieder nicht auf erden, dass wir sie im unglück verbringen sollte... es gibt schlaue bücher, da kann man positiv denken lernen. vielleicht wäre das ein anfang.

ich wünsche dir viel glück und nur mut! wie schlimm soll es denn noch kommen, bis du bereit bist aktiv etwas zu ändern?

Hey
könnte deinen Rat gebrauchen.

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J
judith_12745339
14.04.14 um 8:59
In Antwort auf callie_12342365

Deinen beitrag
Hallo Justice,
als ich deinen Text durchgelesen habe...konnte ich das alles so gut nachvollziehen. Mein Leben is vollkommen aus den Bahnen geraten, obwohl ich mich endlich von meinen Freund getrennt habe, geht es mir kein bisschen besser. Im Gegenteil ich habe ständig Angst ich wäre alleine, meine Freunde einfach alle würden mich im Stich lassen. Schon nach den ersten drei Wochen hatte ich begriffe: Dieser Mann ist nicht der Mann für mich. Trotzdem binich bei ihm geblieben...habe so viel mit mir machen lassen. Das schlimme ist, jetzt wo ich endlich einen Schlussstrich gezogen habe, denke ich, ich wäre schuld. Ich hätte mich einfach nur falsch verhalten und deswegen wäre die Beziehung auseinander gegegangen. Solche gedanken verfolgen mich die ganze Zeit, genauso diese Eiferucht, selbst jetzt würd ich ihn gerne kontrollieren und suche Anhaltspunkte um beweisen zu können das er ne andere hat. Weiß überhaupt gar nicht wie ich da wieder rauskommen soll.

Mir gehts auch so
hast du es mittlerweile überwunden?

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J
judith_12745339
14.04.14 um 9:05
In Antwort auf inis_11903330

Habe das gleiche Problem
Hallo kruemel777,
leide auch schon seit Jahren unter Angst- und Panikattacken. Bekomme auch Medikamente.
Diese Antriebslosigkeit kenne ich nur zu gut. Manchmal fällt es mir ja schon schwer, morgens unter die Dusche zu gehen.Ich kämpfe und kämpfe!! Doch sobald ich etwas Aufwind habe, kommt wieder ein dicker Schicksalsschlag und macht alles zunichte.Mein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ist schon wieder ramponiert, da mir gestern Mein Freund (8 Jahre zusammen) am Telefon berichtete, dass er seit 1 jahr eine Neue hat---20 Jahre jünger.
Ich bin total in der Krise und weiss nicht, wie ich aus diesem Loch kommen soll! Mein Leben ist einfach nur noch Scheisse.
Liebe Grüsse, Anja

Hey anja
würde mich gerne mit dir austauschen

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G
gregg_12738983
10.04.15 um 15:13

10 jahre, 10 Beziehungen und 7 TheraPEUTEN später.....
Hallo Leute,

ich komm grad aus dem Staunen nicht raus....es gibt so viele mit einer ähnlichen Geschichte!!??

Weiss gar nicht wo ich anfangen soll, früher suchte ich mir einen freund nach dem anderen, es passte nach ein paar wochen nicht mehr und ich zwang mich noch eine weile zu bleiben (längstes waren vier jahre) und dann kam die trotzdem sehr schmerzhafte trennung und alles begann von vorne und es war mir überhaupt nicht bewusst. Sobald ich alleine war fühlte ich mich einsam, nutzlos, wertlos und definierte mich dann auch immer über meine männer. Suchte krampfhaft usw.

Bin nun seit ca zehn jahren in therapie, jeder therapeut hilft mir ein stückchen weiter, bis ich wieder anstehe und wechseln muss. Mittlerweile kenne ich mein muster, schaffte es bis jetzt noch nicht im moment des kennenlernens stop zu sagen wenn ich merkte es passt nicht, die versuchung wieder zu zweit zu sein war meist zu gross. Besser wurde, dass ich es nach ein paar wochen fix weiss und dann schluss mache. Mittlerweile geht dann auch nur mehr die halbe welt untet

Geholfen dabei haben mir auch medikamente, ohne diese wärs schwierig geworden, dachte dann auch bei jeder trennung, dass mein leben nicht weiterginge und ich nicht weiterleben könne. Panikattacken und eine angststören kamen daher, letztendlich eine depression 2010.

Zog dann immer männer an die mir helfen wollten, was sie wiederum unattraktiver für mich machte.

Keine ahnung obs an meiner scheidungskinderthematik liegt und daran dass ich einen kühlen vater hatte, der sich wenig kümmerte.

Nun ja, aktuell bin ich seit drei tagen wieder getrennt, der versuch dauerte 2,5 monate. Meistens kommt dazu dass ich mich auch voll gerne in deren familien integrieren lasse.

Jetzt versuche ich wieder mehr zu unternehmen, alleine oder mit frwunden, viel raus zu gehen. Hab einen hund und ein pferd, tiere helfen super!!

Bin halt auch jetzt wieder auf der suche nach einer therapeutin, diemir aktiv hilft dieses muster aufzulösen. Bis jetzt nicht gelungen.

Aja, bin dreissig jahre alt....und irgendwie find ichs grad tröstlich, dass ich mit diesem drama nicht alleine bin...

Es kommt dazu dass ich ständig überlege was ich denn nicht werden könnte oder studieren könne, ich fühle mich ja nicht schlau genug usw.

So, genug von mir!

Liebe grüße

Sandra

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A
an0N_1189750099z
10.04.15 um 15:52
In Antwort auf gregg_12738983

10 jahre, 10 Beziehungen und 7 TheraPEUTEN später.....
Hallo Leute,

ich komm grad aus dem Staunen nicht raus....es gibt so viele mit einer ähnlichen Geschichte!!??

Weiss gar nicht wo ich anfangen soll, früher suchte ich mir einen freund nach dem anderen, es passte nach ein paar wochen nicht mehr und ich zwang mich noch eine weile zu bleiben (längstes waren vier jahre) und dann kam die trotzdem sehr schmerzhafte trennung und alles begann von vorne und es war mir überhaupt nicht bewusst. Sobald ich alleine war fühlte ich mich einsam, nutzlos, wertlos und definierte mich dann auch immer über meine männer. Suchte krampfhaft usw.

Bin nun seit ca zehn jahren in therapie, jeder therapeut hilft mir ein stückchen weiter, bis ich wieder anstehe und wechseln muss. Mittlerweile kenne ich mein muster, schaffte es bis jetzt noch nicht im moment des kennenlernens stop zu sagen wenn ich merkte es passt nicht, die versuchung wieder zu zweit zu sein war meist zu gross. Besser wurde, dass ich es nach ein paar wochen fix weiss und dann schluss mache. Mittlerweile geht dann auch nur mehr die halbe welt untet

Geholfen dabei haben mir auch medikamente, ohne diese wärs schwierig geworden, dachte dann auch bei jeder trennung, dass mein leben nicht weiterginge und ich nicht weiterleben könne. Panikattacken und eine angststören kamen daher, letztendlich eine depression 2010.

Zog dann immer männer an die mir helfen wollten, was sie wiederum unattraktiver für mich machte.

Keine ahnung obs an meiner scheidungskinderthematik liegt und daran dass ich einen kühlen vater hatte, der sich wenig kümmerte.

Nun ja, aktuell bin ich seit drei tagen wieder getrennt, der versuch dauerte 2,5 monate. Meistens kommt dazu dass ich mich auch voll gerne in deren familien integrieren lasse.

Jetzt versuche ich wieder mehr zu unternehmen, alleine oder mit frwunden, viel raus zu gehen. Hab einen hund und ein pferd, tiere helfen super!!

Bin halt auch jetzt wieder auf der suche nach einer therapeutin, diemir aktiv hilft dieses muster aufzulösen. Bis jetzt nicht gelungen.

Aja, bin dreissig jahre alt....und irgendwie find ichs grad tröstlich, dass ich mit diesem drama nicht alleine bin...

Es kommt dazu dass ich ständig überlege was ich denn nicht werden könnte oder studieren könne, ich fühle mich ja nicht schlau genug usw.

So, genug von mir!

Liebe grüße

Sandra

Hab das umgekehrte Problem...
... bei mir sind es Bindungsängste. Sobald mir jemand zu wichtig wird, geht der Gefühlsfasching los
Dafür bin ich nie einsam, wenn ich allein bin...

Wie auch immer, nach Jahren war ich so weit, dass ich jetzt seit über 15 Jahren eine glückliche Beziehung führe, seit über 10 Jahren ist es eine Ehe.
Gelöst ist das Thema dennoch nicht, so 1-2 mal im Jahr kommt es hoch und dann ersaufe ich buchstäblich darin - aber ich kann es inzwischen kontrollieren, so dass es mit ein paar Tagen Rückzug durchgeht, danach habe ich mich wieder geerdet und kann weiter leben. Mein Mann weiss Bescheid und kann den kurzzeitigen Rückzug zum Glück akzeptieren und ich weiss ja, dass es nur Gefühlsfasching ist und gewiss kein Grund, mich Hals über Kopf zu trennen und scheiden zu lassen, auch wenn alles in mir nach Flucht brüllt.

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G
gregg_12738983
11.04.15 um 9:59
In Antwort auf an0N_1189750099z

Hab das umgekehrte Problem...
... bei mir sind es Bindungsängste. Sobald mir jemand zu wichtig wird, geht der Gefühlsfasching los
Dafür bin ich nie einsam, wenn ich allein bin...

Wie auch immer, nach Jahren war ich so weit, dass ich jetzt seit über 15 Jahren eine glückliche Beziehung führe, seit über 10 Jahren ist es eine Ehe.
Gelöst ist das Thema dennoch nicht, so 1-2 mal im Jahr kommt es hoch und dann ersaufe ich buchstäblich darin - aber ich kann es inzwischen kontrollieren, so dass es mit ein paar Tagen Rückzug durchgeht, danach habe ich mich wieder geerdet und kann weiter leben. Mein Mann weiss Bescheid und kann den kurzzeitigen Rückzug zum Glück akzeptieren und ich weiss ja, dass es nur Gefühlsfasching ist und gewiss kein Grund, mich Hals über Kopf zu trennen und scheiden zu lassen, auch wenn alles in mir nach Flucht brüllt.

Du hast das echt schon gut im griff!
Freut mich zu lesen

Bei mir kommen - wenn ich dann eine beziehung hab - auch bindungsängste dazu. Also zuerst nicht allein sein wollen und dann das gefühl haben, dass ich eingesperrt bin. Völlig irre....

Würd voll gern die richtige therapierichtung finden, die therapeuten bis jetzt warens leider nicht.... Hast du es alleine geschafft?

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