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Angst vom eigenen Bruder (Drogensüchtig)

22. August 2015 um 14:19

Hallo ihr Lieben
ich würde in folgender Sache euren Ratschlag benötigen.
Ich habe einen Bruder der stark Drogensüchtig (Heroin) ist. Er hat schon einige Entzüge angefangen und wieder abgebrochen. Vor 3 Tagen schon wieder und das macht mich und alle anderen fertig. Der Grund ist dass er nicht nur sein Leben sondern auch unser Leben kaputt macht. Wenn er seine "Substanzen" nicht bekommt ist er verbal sowie körperlich aggressiv. Zusätzlich hat er Halluzinationen wo er schon Phasen gehabt hat wo er mit einem Buschmesser im und rundums Haus gelaufen ist oder zb: mit einer Gasdruckpistole herumgeschossen hat...das sind Zustände das glaubt mir keiner. Habe richtig Angst vor ihm! Ich hab ihn nach solchen Aktionen (da ich auch zu Hause wohne) schon mehrmals Zwangseingewiesen- war aber nach 2-3 Tagen immer wieder draussen. Meine Eltern sind auch total überfordert und unternehmen nichts! Im Gegenteil: meiner Meinung unterstützen Sie noch die Sucht indem Sie ihn immer wieder zu Hause aufnehmen, er alles gratis haben kann und mit 26 jahren noch finanziell unterstützt wird.
Frage an Euch: soll ich den Kontakt zur kompletten Familie abbrechen??? Ich bin am Ende und kann nicht mehr.
Es ist eine schwere Entscheidung.
Einerseits sind es Zustände die kein normaler Mensch solange ausgehalten hätte (10 Jahre geht das jetzt schon so) und es wird sich auch nichts ändern;
Andrerseits habe ich sehr viel Geld in das Haus investiert und weiß nicht ob ich das alles zurücklassen kann. Und meine Eltern sind wirklich lieb aber sie werden nie was unternehmen- hab jetzt 10 Jahre alles probiert.

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22. August 2015 um 22:22

Liebe Novaly!
Weißt Du, es ist so: Ein Entzug ist ja schön und gut, eine Therapie auch, das streite ich keineswegs ab. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, ob`s denn was bringt? Viele Leute glauben immer: "Raus mit ihm, Entzug und Therapie und alle Sorgen sind vom Tisch!" Ja, wenn`s nur so einfach wäre. Wenn Deine Eltern Deinen Bruder hierbei unterstützen, heißt das nicht, dass sie ihn unterstützen WOLLEN! Sie machen das deshalb, weil sie ihren Sohn lieben. ER, also Dein Bruder muss WOLLEN, dass er damit aufhört. Tut er das nicht, wird er sterben. Und wenn man einigen Langzeitreportagen Glauben schenken darf, wird das nicht mehr lange dauern. Vielleicht noch ein paar Jahre. Gerade bei Heroinabhängigkeit, gibt es sehr viele Hilfsprogramme, die auch sehr viele Süchtige nutzen. Aber: Was bringt das alles, wenn er nicht WILL? Nichts! Was sollen denn Deine Eltern, Deiner Meinung nach, unternehmen? Du solltest Dich kundig machen, was man hier tun kann. Du musst alles ausschöpfen und immer wieder neue Versuche starten, IN Zusammenarbeit Deiner Eltern. Du schreibst ja, dass Du sehr viel Geld in das Haus investiert hast. Du wirst den Karren aus dem Sumpf ziehen müssen, und zwar ALLEIN, wenn es nicht anders machbar ist. Ich gebe zu, das erfordert sehr viel Mühe, Kraft und Ausdauer. Eine andere Alternative sehe ich hier nicht. Es wird einiges auf Dich zukommen. Du musst mit Fachleuten sprechen, was alles möglich ist usw. Es ist nicht aussichtslos, aber, wie gesagt: Es erfordert sehr viel Einsatz!!!

Ich wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg!

lib

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23. August 2015 um 4:29
In Antwort auf lightinblack

Liebe Novaly!
Weißt Du, es ist so: Ein Entzug ist ja schön und gut, eine Therapie auch, das streite ich keineswegs ab. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, ob`s denn was bringt? Viele Leute glauben immer: "Raus mit ihm, Entzug und Therapie und alle Sorgen sind vom Tisch!" Ja, wenn`s nur so einfach wäre. Wenn Deine Eltern Deinen Bruder hierbei unterstützen, heißt das nicht, dass sie ihn unterstützen WOLLEN! Sie machen das deshalb, weil sie ihren Sohn lieben. ER, also Dein Bruder muss WOLLEN, dass er damit aufhört. Tut er das nicht, wird er sterben. Und wenn man einigen Langzeitreportagen Glauben schenken darf, wird das nicht mehr lange dauern. Vielleicht noch ein paar Jahre. Gerade bei Heroinabhängigkeit, gibt es sehr viele Hilfsprogramme, die auch sehr viele Süchtige nutzen. Aber: Was bringt das alles, wenn er nicht WILL? Nichts! Was sollen denn Deine Eltern, Deiner Meinung nach, unternehmen? Du solltest Dich kundig machen, was man hier tun kann. Du musst alles ausschöpfen und immer wieder neue Versuche starten, IN Zusammenarbeit Deiner Eltern. Du schreibst ja, dass Du sehr viel Geld in das Haus investiert hast. Du wirst den Karren aus dem Sumpf ziehen müssen, und zwar ALLEIN, wenn es nicht anders machbar ist. Ich gebe zu, das erfordert sehr viel Mühe, Kraft und Ausdauer. Eine andere Alternative sehe ich hier nicht. Es wird einiges auf Dich zukommen. Du musst mit Fachleuten sprechen, was alles möglich ist usw. Es ist nicht aussichtslos, aber, wie gesagt: Es erfordert sehr viel Einsatz!!!

Ich wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg!

lib

...rausschmeissn sollen sie ihn
hey, vielen lieben Dank für deine Antwort Also ich finde deine Ansätze gut aber leider funktionieren sie bei mir nicht also Beratungsstellen habe ich alle scho abgeklappert und die sagen einem alle dasselbe wie du gerade: wenn er nicht will kann man nichts machen! Zu meinen Eltern: ich verstehe sie nicht wie man so inkonsequent sein kann und alles ignorieren kann und das auf Kosten der ganzen Familie. Rausschmeissn sollen sie ihn, sodass wenigstens wir ein Leben haben- er verpfuscht es sich selber. Und er würde ja nicht auf der Straße wohnen- gibt ja zig einrichtungen für solche Leute. Und wenn er nie Arbeiten oder Selbstständig sein muss und ihm alles zum Ars...getan wird hat er mehr Geld und Zeit zum Drogen konsumieren- eine ganz einfache Rechnung die sie nicht kappieren. Nein da lässt man lieber die ganze Familie wegen einer Person leiden und macht sie komplett kaputt Zum Thema Kraft und Ausdauer: habe ich absolut keine mehr.Du kannst dir nicht vorstellen was der Mensch mir alles angetan hat und mit welchen Bildern vor augen ich jeden Tag einschlafe. Es ist traurig aber ich hasse meinen Bruder , abgrundtief! Ein wichtiger Punkt noch von dir -" zusammen" mit den Eltern eine Lösung finden! Das funktioniert auch nicht, da sie wenn man das Thema anspricht abblocken oder böse werden...also immer alles schön ignorieren!... vielleicht gehts ja von alleine weg Wie is es bei dir? hast du Erfahrungen mit Suchtprobleme in der Familie?

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23. August 2015 um 8:28
In Antwort auf alvin_12524897

...rausschmeissn sollen sie ihn
hey, vielen lieben Dank für deine Antwort Also ich finde deine Ansätze gut aber leider funktionieren sie bei mir nicht also Beratungsstellen habe ich alle scho abgeklappert und die sagen einem alle dasselbe wie du gerade: wenn er nicht will kann man nichts machen! Zu meinen Eltern: ich verstehe sie nicht wie man so inkonsequent sein kann und alles ignorieren kann und das auf Kosten der ganzen Familie. Rausschmeissn sollen sie ihn, sodass wenigstens wir ein Leben haben- er verpfuscht es sich selber. Und er würde ja nicht auf der Straße wohnen- gibt ja zig einrichtungen für solche Leute. Und wenn er nie Arbeiten oder Selbstständig sein muss und ihm alles zum Ars...getan wird hat er mehr Geld und Zeit zum Drogen konsumieren- eine ganz einfache Rechnung die sie nicht kappieren. Nein da lässt man lieber die ganze Familie wegen einer Person leiden und macht sie komplett kaputt Zum Thema Kraft und Ausdauer: habe ich absolut keine mehr.Du kannst dir nicht vorstellen was der Mensch mir alles angetan hat und mit welchen Bildern vor augen ich jeden Tag einschlafe. Es ist traurig aber ich hasse meinen Bruder , abgrundtief! Ein wichtiger Punkt noch von dir -" zusammen" mit den Eltern eine Lösung finden! Das funktioniert auch nicht, da sie wenn man das Thema anspricht abblocken oder böse werden...also immer alles schön ignorieren!... vielleicht gehts ja von alleine weg Wie is es bei dir? hast du Erfahrungen mit Suchtprobleme in der Familie?

@novaly
Nein, ich habe keinerlei Erfahrung mit Drogen.

Eine Option wäre, per Gerichtsbeschluss zu erwirken, dass er das Haus verlassen muss. Dazu müssten aber Deine Eltern oder Du, ihn verklagen.

Liebe Grüße,

lib

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23. August 2015 um 14:44
In Antwort auf lightinblack

@novaly
Nein, ich habe keinerlei Erfahrung mit Drogen.

Eine Option wäre, per Gerichtsbeschluss zu erwirken, dass er das Haus verlassen muss. Dazu müssten aber Deine Eltern oder Du, ihn verklagen.

Liebe Grüße,

lib

Hallo lightinblack
eine einstweilige Verfügung habe ich mir auch schon überlegt, stimmt aber ich vermute dann habe ich einen dauerkrieg mit meinen Eltern. Die beste Lösung wird wohl sein wenn ich zurücktrete und ein eigenes Leben beginne. Geld hin oder her. Das bringt mir nichts wenn ich physisch und psychisch krank aus der Geschichte aussteige. Und ich kann mir wo anders auch eine tolle Wohnung schaffen ... auch wenn es ein schmerzhafter Weg wird. Ich danke dir vielmals für deine tollen Ratschläge und Mühen mir zu helfen!!! Lg Novaly

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23. August 2015 um 14:51
In Antwort auf alvin_12524897

Hallo lightinblack
eine einstweilige Verfügung habe ich mir auch schon überlegt, stimmt aber ich vermute dann habe ich einen dauerkrieg mit meinen Eltern. Die beste Lösung wird wohl sein wenn ich zurücktrete und ein eigenes Leben beginne. Geld hin oder her. Das bringt mir nichts wenn ich physisch und psychisch krank aus der Geschichte aussteige. Und ich kann mir wo anders auch eine tolle Wohnung schaffen ... auch wenn es ein schmerzhafter Weg wird. Ich danke dir vielmals für deine tollen Ratschläge und Mühen mir zu helfen!!! Lg Novaly

@novaly
Tut ich gerne.

Wenn Du jetzt ausziehst, aber so viel Geld in das Haus investiert hast, verlässt Du die Arena ohne gekämpft zu haben. Es ist auch DEIN Haus. Da müsste man doch meinen, dass Du auch Mitspracherecht hast. Überleg` Dir das noch einmal. Ausziehen kannst Du immer noch!

lib

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23. August 2015 um 15:17
In Antwort auf lightinblack

@novaly
Tut ich gerne.

Wenn Du jetzt ausziehst, aber so viel Geld in das Haus investiert hast, verlässt Du die Arena ohne gekämpft zu haben. Es ist auch DEIN Haus. Da müsste man doch meinen, dass Du auch Mitspracherecht hast. Überleg` Dir das noch einmal. Ausziehen kannst Du immer noch!

lib

Hi...
ich habe jetzt 10 jahre gekämpft und jeder vorschlag wurde abgewiesen. Ich habe zig termine für Beratungsgespräche organiesiert, mit Einrichtungen termine ausgemacht, etc. etc...wurde alles nicht wahrgenommen. Ich habe meinen Job letztes Jahr verloren weil er in seinen Drogenwahn die ganze nacht herumgeschossen hat und ich solche Angst hatte und natürlich nicht schlafen konnte- ich war nach Nervenzusammenbruch auf Reha usw. Selbst das veranlasste meine Eltern nicht zu handeln! Mein ganzes Leben ist seit Jahren geprägt von Angst, Wut und Verzweiflung. Ich ziehe wirklich nicht gern aus, glaube mir, da ich weiß dass dann alles er bekommt und das frisst mich noch mehr auf!!!

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23. August 2015 um 15:24
In Antwort auf alvin_12524897

Hi...
ich habe jetzt 10 jahre gekämpft und jeder vorschlag wurde abgewiesen. Ich habe zig termine für Beratungsgespräche organiesiert, mit Einrichtungen termine ausgemacht, etc. etc...wurde alles nicht wahrgenommen. Ich habe meinen Job letztes Jahr verloren weil er in seinen Drogenwahn die ganze nacht herumgeschossen hat und ich solche Angst hatte und natürlich nicht schlafen konnte- ich war nach Nervenzusammenbruch auf Reha usw. Selbst das veranlasste meine Eltern nicht zu handeln! Mein ganzes Leben ist seit Jahren geprägt von Angst, Wut und Verzweiflung. Ich ziehe wirklich nicht gern aus, glaube mir, da ich weiß dass dann alles er bekommt und das frisst mich noch mehr auf!!!

...
stell dir vor du gehst auf die Toilette oder in die Küche und begegnest deinen Bruder/Schwester und müsstest immer Angst haben ob er wieder einen Ausraster bekommt. Entweder wird er dann Aggressiv oder schimpft dich Hur...Fotz...Das zerreißt dir dann jedes mal so dein Herz dass du einfach jeden tag nur heulen kannst!

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