Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Angst und alles wirkt unreal

Angst und alles wirkt unreal

8. Juli 2013 um 22:59

Hallo, mein Name ist Mona. Ich bin 20 Jahre alt und habe mich heute hier angemeldet, um mich abzulenken und mir eure Meinungen durchzulesen und eventuell geht es ja jemandem ähnlich wie mir und wir können ein wenig darüber reden. Also.. wie gesagt ich bin 20 Jahre alt, alle sagen ich wäre noch so jung, aber wenn man mal wirklich darüber nachdenkt ist ein viertel meines Lebens schon um. Ich habe seit ca. 8 Monaten furchtbare Angst vorm Sterben. Es fing an, dass ich mir vorstellte, dass jemand in mein Zimmer kommt, wenn ich schlafe, mich erstickt oder mit einem Messer auf mich einsticht. Kleinste Geräusche machten mir Angst, ich wollte mich nicht mehr bewegen, habe so lange ausgeharrt, bis ich irgendwann das Licht mit einer Fernbedienung anmachte, die immer neben meinem Kopfkissen lag. Natürlich war niemand da. Nach einiger Zeit wurde es etwas besser. 2 Monate später in etwa fingen diese Ängste vor dem Tod an schlimmer zu werden. Wenn ich daran dachte, nicht mehr da zu sein fing mein Herz an zu rasen, ich fing an zu schwitzen, ich wurde hellwach und musste aufstehen, herumlaufen. Irgendwann fing ich dann immer an zu weinen bis ich mich wieder beruhigte und einschlief. Diese Attacken kamen immer und immer wieder. Seit einiger Zeit ist es so, dass wenn ich an mir herunter sehe, meine Hände, Beine und Füße betrachte, stelle ich sie mir in 100 Jahre vor. Tot und vermutlich schon verrottet. Ich komme mit diesem Gedanken einfach nicht klar. Ich weine viel. Vor einiger Zeit viel meiner Mutter auf, dass irgendetwas mit mir nicht stimmte. Sie fragte mich was los sei und ich brach in Tränen aus. ich wollte es ihr nicht erzählen ich hatte angst und schämte mich. Letztendlich überredete sie mich und tatsächlich hatte sie etwas ähnliches erlebt. Sie hatte lange zeit damit gekämpft und war lange in einer Therapie. Bei ihr führte die Angst dazu, dass sie nicht mehr raus wollte. Ich fahre viel Zug und bekomme immer Panik, dass der Zug entgleist oder mir jmd etwas antut. Wenn mir Menschen auf der Straße oder eben im Zug, in der Stadt komisch vorkommen, bekomme ich Angst, sie würden mir etwas antun. Ich bin immer heilfroh, wenn ich aus dem Zug steige oder zuhause ankomme und noch lebe. Man hört durch die Medien von so vielen Unglücken und verrückten Menschen, die irgendetwas machen. Komischer Weise geht es mir Morgens am besten, die Angst und dieses unwohle Gefühl kommt erst zum Abend hin. Manchmal fühle ich mich komisch, als könne ich nicht mehr glücklich sein. Alles fühlt sich dann so unreal an, sodass ich am liebsten alles anfassten würde, um es zu glauben. Außerdem quält mich der Gedanken das Universum sei Unendlich. Ich stelle mir häufig die Frage, wozu das ganze eigentlich dient. Was sind wir, wieso sind wir und wofür sind wir wir? Ich sehe mein lebenlang mein Leben und das der anderen aus meinem Gesicht heraus. Ich würde behaupten ich kenne mein Gesicht am besten, aber ich habe und werde es niemals in Fleisch und blut sehen, immer nur ein Abbild/Spiegelbild davon. Ich habe einen wunderbaren Freund und eine tolle Familie, die mir beiseite steht. Ich habe nächste Woche ein Gespräch bei meinem Hausarzt, ich möchte ihm erzählen, dass ich eine Therapie machen möchte und wieso. Ich hoffe so sehr, dass ich bald wieder freude am leben haben kann und mich all das nicht mehr belastet. Ich weiß dass ich noch sehr jung bin und es evtl gemein ist zu sagen, dass mein Leben schon so fortgeschritten ist. Aber dies sind eben meine Gedanken.

Mehr lesen

9. Juli 2013 um 11:44

Hallo, ein Link für dich:
http://www.chick.com/de/reading/tracts/0421/0421f_01.asp?dist=DE0100

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

13. Juli 2013 um 17:33

Kenn ich
Hallo Mona! Ich hab mich in deinem text wieder gefunden..vor allem das was sind wir? und auch das mit dem spiegel..hab das seit der geburt meiner tochter (10 monate) bin 25 und hab seitdem auch eine panikstörung..seit ich nach langem probieren und wiederstand ein leichtes antidepressivum gefunden habe wirds langsam ein bischen besser aba die fragen stell ich mir trotzdem noch des öfteren..ich denk mir auch immer wie kann das alles funktionieren das im körper blut rinnt..dass das herz immer schlägt und unser gehirn immer aktiv ist...das ist alles so ein wunder und eigentlich will ich gar nicht so viel darüber nachdenken, weils mir irgendwie angst macht ..wünsch dir alle gute!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Juli 2013 um 11:51

Angst....
Liebe Mondamin, eine Therapie zu machen ist sicher sinnvoll. Außerdem würde ich dir - begleitend - zu einer Familienaufstellung raten, vielleicht auch zusammen mit deiner Mutter. Was du beschreibst klingt nach einer familiären Dynamik. Sich das mal genauer anzuschauen könnte euch wirklich weiter bringen. Informiere dich mal über die Methode im Netz, falls du darüber nichtst weißt, z. B. hier: http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung oder http://www.geburtskanal.de/index.html?mainFrame=http://www.geburtskanal.de/Wissen/F/Familienaufstellung_2005.php&topFrame=http://www.geburtskanal.de/Advertising/BannerTop_Random.html?Banner=.
Gute Besserung wünscht Tatjana

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. August 2013 um 12:13

Man sagt...
... wenn die angst so stark wird, dass sie unaushaltbar ist. bzw. nicht unbedingt unaushaltbar, ja gar schon ins Leben eingreift und störend ist, dann ist die zeit reif, eine Terapie dafür zu machen. und das weiß ich, denn ich hatte auch die verschiedensten Ängste, mitunter einige, die du aufgezählt hast (zugfahren, angst vorm Tod...) und habe sie bei meiner Therapeutin damals angesprochen. Allerdings, waren sie nicht so riesengroß wie bei dir. ich hab die ängste zwar gehabt, aber sie schnitten nicht so tief in mein Leben ein und meine Therapeutin meinte. Man solle sowas terapieren, wenn es ganz schlimm ist und einschneidend ins Leben greift. nicht alles ist lohnenswert darüber zu labern, denn schlechte dinge gehören auch zum leben und ein bisschen angst ist ja normal. und manche menschen sind eben ängstlicher als andere.

schlussendlich: bei dir würde ich sagen, würde es sich lohnen, einen terapeuten aufzusuchen. Der kann deine Denkweise wieder ins Gerade rücken und du wirst nach und nach, wenn du bei der Therapie richtig mitmachst, lernen, mit der angst umzugehen, und sie vtl zu verlieren

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. August 2013 um 23:13

Hallo...
...Wenn es noch aktuell ist, würde ich dir dringend dazu raten dich in psychologische Behandlung zu begeben.
Eine einfache Gesprächstherapie ist da wahrscheinlich zu wenig.
Gibt es denn irgendeinen Auslöser für diese Angszustände?
Also ein traumatisches Erlebnis, der Tod eines geliebten/nahestehenden Menschen, Erlebnisse in der Kindheit, die du nie richtig verarbeitet hast...?
Sowas kommt doch nicht von heute auf morgen, oder?

Sicher, heutzutage passiert so viel Schlimmes auf unserer Welt. Und durch die Medien verpassen wir auch (so gut wie) nichts.
Manch einer hat ein sehr sensibles Gemüt, eine empfindsame Seele und kann sich oft so Bilder im Fernsehen o.ä. gar nicht anschauen bzw. drüber nachdenken...

Wie gesagt, ein guter Psychologe/Psychologin kann dir bestimmt weiterhelfen;
Vor allem die Ursache dafür rausfinden!
Und dir ev. begleitend (falls nötig) Medikamente verschreiben.

Das wird schon wieder - Kopf hoch...

Gott hält seine schützende Hand über uns...

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. August 2013 um 18:34

Es geht wieder Berg auf
Hallo ihr!

Also ich habe jetzt schon 3 "Vorbesprechungstermine" für eine Therapie hinter mir und ich werde kommende Sitzung mit meiner Psychologin alles absprechen und klären, dann geht es endlich richtig los. Ich habe mir einige Brücken gebaut, zB. habe ich ja Angst im Zug. Ich lese ein Buch, welches ebenfalls zum Thema "Sterben" passt. Es ist sehr interessant und hilft mir einerseits, die Zugfahrt zu überstehen und andererseits hilft mir der Inhalt mich dem Thema näher zu bringen. Momentan geht es mir wirklich gut, ich freue mich, dass ich mich endlich getraut habe mich jemandem zu öffnen, der mir wirklich helfen kann Ich glaube es ist wichtig sich mit dem Thema, welches einen beschäftigt, wirklich auseinander zu setzen, anstatt vor ihm Angst zu haben und ihn letzendlich abermals versucht zu verdrängen.

Ich glaube es gibt keinen richtige Auslöser. Ich hatte eine lange komplizierte Beziehung, in der ich mich immer meinem exfreund gewidmet habe und, als es dann in meine jetzige (wirklich tolle) Beziehung ging, ich einfach mit meinem eigenen Leben überfordert war. unser damaliger freundeskreis, war gegen mich und ich war oft einsam. Habe mir dann irgendwann dämliche Serien angeguckt. Sowas, wo Menschen ganz knapp dem Leben entkommen sind. Ich fand das wirklich interessant und irgendwann kamen dann die Gedanken, wie zerbrechlich man eigentlich ist und wie schnell etwas passieren kann. Irgendwann entwickelte sich dann die Angst. Das war eher ein schleichender Prozess. Ich dachte ja auch es wäre nur eine Phase, die aber nie wegging. :/ Naja zur zeit geht es aber wieder Berg auf
Vielen Dank für eure Hilfe und aufmunternden Worte

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. August 2013 um 0:29
In Antwort auf rodica_12554350

Es geht wieder Berg auf
Hallo ihr!

Also ich habe jetzt schon 3 "Vorbesprechungstermine" für eine Therapie hinter mir und ich werde kommende Sitzung mit meiner Psychologin alles absprechen und klären, dann geht es endlich richtig los. Ich habe mir einige Brücken gebaut, zB. habe ich ja Angst im Zug. Ich lese ein Buch, welches ebenfalls zum Thema "Sterben" passt. Es ist sehr interessant und hilft mir einerseits, die Zugfahrt zu überstehen und andererseits hilft mir der Inhalt mich dem Thema näher zu bringen. Momentan geht es mir wirklich gut, ich freue mich, dass ich mich endlich getraut habe mich jemandem zu öffnen, der mir wirklich helfen kann Ich glaube es ist wichtig sich mit dem Thema, welches einen beschäftigt, wirklich auseinander zu setzen, anstatt vor ihm Angst zu haben und ihn letzendlich abermals versucht zu verdrängen.

Ich glaube es gibt keinen richtige Auslöser. Ich hatte eine lange komplizierte Beziehung, in der ich mich immer meinem exfreund gewidmet habe und, als es dann in meine jetzige (wirklich tolle) Beziehung ging, ich einfach mit meinem eigenen Leben überfordert war. unser damaliger freundeskreis, war gegen mich und ich war oft einsam. Habe mir dann irgendwann dämliche Serien angeguckt. Sowas, wo Menschen ganz knapp dem Leben entkommen sind. Ich fand das wirklich interessant und irgendwann kamen dann die Gedanken, wie zerbrechlich man eigentlich ist und wie schnell etwas passieren kann. Irgendwann entwickelte sich dann die Angst. Das war eher ein schleichender Prozess. Ich dachte ja auch es wäre nur eine Phase, die aber nie wegging. :/ Naja zur zeit geht es aber wieder Berg auf
Vielen Dank für eure Hilfe und aufmunternden Worte

Freut mich...
...Weiterhin Alles Gute für dich...

Liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. November 2013 um 22:02

Stand heute.
Hallo ihr Liebe. Vielen Danke für eure Antworten und verzeiht dass ich mich jetzt erst melde. Ich bin jetzt etwa seit 4 Monaten in Therapie bei einer Frau. Sie ist wunderbar und hilft mir wirklich sehr. Seit ich im August im Krankenhaus wegen eines Magen Darm Infekts war, geht es mir allerdings schlechter, ich habe sogar das Gefühl, dass es seit dem erst richtig losgegangen ist. Jede Kleinigkeit die mein Körper mir sendet:Piken oder Ziehen in der Brust, unförmiger Stuhl, jede kleinigkeit eben bringt micht total aus der Fassung. Ich bekomme Panik, die sich steigert und steigert bis zu Panikattacke. Mittlerweile schaffe ich es mich vorher zu beruhigen oder eben, wenn ich merke es geht los, ich es dann langsam schaffe mich wieder runter zu bringen. Mir wird heiß und das aller schlimmste ist, dass Panik und Stress sich sofort auf meinen Magen legen und mir Übelkeit bereiten, was mich wiederum noch mehr aus der Fassung bringt. Ich finde es schrecklich. Meine Therapeutin meint, dass mein Stresslevel immer sehr hoch ist und in Stresssituationen sofort in die Panik übergeht, wohingegen bei anderen, die einen normalen Stresslevel hat einfach nur ein bisschen mehr stress haben.
Ich habe Angst alleine zu sein, denke immerzu: was passiert, wenn ich umkippe und mir keiner helfen kann, einfach weil niemand bei mir ist. Meine Therapeutin meinte, dass ich immerzu versuche alles zu Kontrollieren, eben über alles die Kontrolle versuche zu haben. Es gibt aber keine absolute Kontrolle. Sie existiert nicht. Ich kann auch einfach so plötzlich umkippen und tot sein und niemand kann etwas tun. ich muss mir einfach klarwerden, dass ich anfangen muss das Leben zu genießen, denn es kann jederzeit zu jedem zeitpunkt zuende sein. Warum fällt es mir nur so schwer mich an dem zu erfreuen, was ich habe und wie ich bin? Kennt Jemand ähnliche Angstsituationen? Habt ihr Auswege gefunden?

LG
Mona

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Juli 2015 um 6:19

Depersonalisation/Derealisation & Angst
Hallo ..

Ich weiss wie es Dir zumute ist. Ich kenne dieses Erleben nur zu gut. Lange Zeit wusste ich nicht was es mit diesen Entfremdungsgefühlen auf sich hat und woher diese kamen. Ich dachte ich würde verrückt werden. Kein Arzt vermochte mir zu helfen, geschweige denn, mir zu sagen, was mir fehlt. Ich habe Tage, Wochen - ja gar Monate damit zugebracht, herauszufinden was es damit auf sich hat. Du musst was in Deinem Leben ändern. Raus aus deiner alten Routine und den vllt. vorheerschenden negativen Schleifen, in denen Du evt. feststeckst. Mit hat dabei sehr der Ratgeber ,,Das entfremdete Ich - Depersonalisation" geholfen. Den kannste Dir auf www.depersonalisation-hilfe.de kaufen. Der ist von einem Betroffenen selbst und er hat es geschafft, die DP zu überwinden. Probiere es aus !!!

Lieben Gruß

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Hilfe meine Familie macht mich fertig..
Von: zaria_12562186
neu
8. Juli 2015 um 20:06
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram