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Angst, Panikattacken, ich habe es geschafft damit zu leben !!

26. Dezember 2012 um 11:51

Nachdem ich jahrelang durch mehrere Kliniken gerannt bin, habe ich eine Verhaltenstherapie bei einem guten Therapeuten gemacht.
Teilweise hätte ich ihn erwürgen können, war aber zu schwach dazu , nach der Angst, er hat es dann doch tatsächlich geschafft den Schweinehund in mir zu wecken.
Aufzugfahren war für mich unmöglich, nun fahre ich ohne Angst und Schweißausbrüche alleine auf den Fernsehturm.
Gehe Einkaufen ohne rauszurennen und überlebe das Wochenende ohne Notarzt.
Selbst Autofahren geht wieder ohne Tunnels zu umfahren - lach.
Es geht nicht weg, nein, aber es bringt einen an einen LMAA - Standpunkt - besser gesagt - dann kratze ich eben ab - Standpunkt.

Nun ist das Leben wieder lebenswert.
Nicht einfach, dauert seine Zeit, aber es ist nicht erfolglos.
Ich glaube nicht, das ich der einzige bin, der es geschafft hat.

Nur Mut das geht schon - nicht verzagen, mich fragen - lach - ich bin auch barfuß durch die Hölle gegangen.

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27. Dezember 2012 um 23:40

Schön..
.. das es Menschen gibt denen es besser geht und die ohne Angst leben können! ich hoffe mir geht es auch bald besser

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30. Dezember 2012 um 1:11

Oooooh das kenn ich
Ich kenne diese panikattacken, LEIDER...
Vor knapp 3 Jahren war ich noch ganz "normal" danach wurde ich sehr krank, (Tiefe-Becken-Venen trombose) lag Wochen im Krankenhaus, wurde operiert, habe danach ein halbes Jahr marcumar nehmen müssen, dann kam die 2te OP, seitdem hat sich mein leben verändert. Andauernd Angst Situationen in denen ich sogar manchmal hyperventiliert habe, sodass dann z.b meine Lippen taub wurden, mir schwindelig wurde und ich dann erst recht dachte ich Kratz ab. Echt schrecklich. Andauernde Angst ich Kriege einen Schlaganfall (aus welchem Grund auch immer) oder was mit dem Herzen oder oder oder. Kann ich auch ein Lied von singen. Panik beim Duschen, Panik wenn ich eine Tür abschließen muss, z.b im Bad, weil es könnte ja was passieren und keiner könnte helfen, hört sich total krank an... Man weiß selber das es total paranoid ist und bescheuert aber es fällt schwer dagegen anzukämpfen weil man immer denkt "mein Gott was soll dir denn passieren!" Und dann nach ein paar Sekunden "und was ist wenn dir nun doch was passiert?" Total schwer damit umzugehen. Bis vor einem Jahr habe ich jeden Tag gelitten, jeden Tag angstzustände, jeden verdammten Tag Schlafstörungen und so weiter, mittlerweile habe ich auch eine Phase durch in der ich mir immer denke "wenns passieren soll, wird es eh passieren also chill mal!" Oftmals funktioniert das, werde mittlerweile nicht mehr so oft "rückfällig" aber an manchen Tagen fällt es mir trotzdem schwer alleine Duschen zu gehen, nehme dann meinen Mann mit, oder meinen trombose Strumpf nachts auszuziehen (was ich darf) weil ich dann Panik bekomme, ich könnte ja wieder ein Blutgerinnsel entwickeln. Ach diese Ängste können einem das leben verderben und ich Kämpfe jeden Tag mit mir das ich LEBE! Ohne Angst es wäre so schön wenn endlich mal der Tag kommen würde, und es endlich komplett aufhören würde mit der Angst und ich wieder so wäre wie vor 3 Jahren wo ich noch keine Angst hatte in großen Menschen Mengen zu stehen, Aufzug zufahren, keine höhenangst, wieder auf ein Karussell gehen oder normale Sachen zu tun wie z.b wenn mir jemand was von einer Krankheit erzählt bekomme ich direkt insgeheim Angst das es mich auch treffen könnte! Das kommt daher das ich nie dachte mal richtig krank zu werden und dann mit 19 eine trombose war echt hart für mich... Das ist die Wurzel der ganzen Angst, seitdem ist das leben von vorher vorbei. Aber ein bisschen selbst geheilt habe Ich mich schon, ich hoffe bald ist alles wieder normal. Ich glaube ich nehme auch den weg wie du, und gehe bald zu einem Psychiater der mir mit dem Rest helfen kann, so komplett alleine ist es schon schwer seine Ängste loszulassen.

Sorry für den langen text

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30. Dezember 2012 um 3:08

Geschafft
Ohne professionelle Hilfe geht das nicht, das ist klar.
Aber meine Erfahrung mit der Verhaltenstherapie, in meiner Lage, ist / war nach meiner Meinung besser, als das ewige Erzählen bei verschiedenen Psychologen. Autogenes Training hilft auch etwas, aber mit der / den Angst / Ängsten konfrontiert zu werden und am Ende " überlebt " zu haben, hat mir mehr geholfen.
Ich hoffe denen Hoffnung zu machen, die noch meinen keine " Überlebenschance " zu haben.

Sitzt nicht in die Bude und fragt Euch wieso ich, tut etwas dagegen und bekommt wieder Lebensfreude.


Gruß Klaus

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