Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Angst, Panik, Unruhe, Hypochondrie

Angst, Panik, Unruhe, Hypochondrie

24. August 2014 um 19:12

Hallo,

möchte hier gerne mal mein Leid klagen und von meinen Erfahrungen berichten. Seit nunmehr 12 Jahren kämpfe ich mit Ängsten und Panikattacken. Begonnen hat alles bei einer Autofahrt durch einen sehr langen Tunnel in Österreich. Damals habe ich meine erste Attacke bekommen und all die Jahre kam dieses Problem immer wieder in mir hoch. Allerdings hat sich die Symptomatik und auch das Auftreten der Attacken im Laufe der Zeit immer wieder verändert und verlagert. Zu dem Tunnelproblem kam mit der Zeit generell ein Problem mit Autobahnfahrten hinzu, Aufzug fahren, alle engen Räume und überhaupt Situationen, wo man nicht spontan weg kann. Selbst der Zahnarztbesuch wurde ein Graus für mich. Hinzu kommt noch, dass ich seit meiner frühen Kindheit an zahlreichen Allergien (Pollen, Tierhaare, Hausstaub etc.) leide und dadurch auch gelegentlich asthmatische Probleme habe. Auch hier hat sich später dann noch eine Lebensmittelunverträglichkeit dazugesellt. Auch diese Dinge machen mir inzwischen Angst, weil so eine Asthmaanfall alles andere als prickelnd ist und in dem Moment die Panik natürlich auch wieder voll durchkommt. Ich mache nun seit etwa 1,5 Jahren eine Verhaltenstherapie und ich war im Herbst letzten Jahres schon auf einem sehr guten Weg. Nach über 10 Jahren hab ich mich wieder ALLEIN auf die Autobahn getraut, war recht sicher und auch total happy, bis mir mitten auf der Autobahn das Getriebe meines Autos kaputt ging. TOLL Ich ließ mich aber durch das Erlebte nicht beirren und machte mit meinem nächsten Auto fleißig weiter meine Übungen. 6 Wochen nach dem Vorfall hatte ich während einer Übungsfahrt auf einer großen Ringstraße in München einen Fahrzeugbrand. Soviel Pech muß ein Mensch erst mal haben. Dieses Ereignis hing mir dann schon etwas nach, sodass ich wieder leicht ängstlich wurde, was das Autofahren betrifft. Weitere 4 Wochen später wachte ich am Morgen mit einem gutartigen Lagerungsschwindel auf,- ausgelöst durch einen Kalziumkristall der sich im Innenohr löste. Und das hat mich nun wieder restlos aus der Bahn geschmettert . Seitdem hat mich die Angst immer wieder im Griff. Ich höre extrem in mich hinein und bei jeder Mini-Kleinigkeit dies sich in meinem Körper abspielt, meine ich schon ich krieg einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder sonst eine schwere Krankheit. Alles was ich in mir spüre ist 100%ig eine reine Angstsymptomatik. Ich war bei allen möglichen Ärzten, und es wurde nichts bei mir gefunden. Nachfolgend meine häufigsten Symptome: Unruhe, Nervosität, Druck auf der Brust, Schwankschwindel, Ohrgeräusche, starke Verspannungen, nächtliche Atemnot bzw. das Gefühl, als würde ich nicht genügend Luft bekommen, manchmal Kribbeln in den Händen und auf der Kopfhaut und extreme Wetterfühligkeit. Ich bin mir voll darüber bewußt, dass das alles die Angst mit mir macht (bis auf die Wetterfühligkeit) und ich habe auch immer wieder sehr gute, starke Tage dazwischen. Aber plötzlich packt es einen wieder und man ist nicht in der Lage, dagegen anzukämpfen. Muss noch dazu sagen, dass ich generell eine medikamentöse Behandlung ablehne und mir in sehr schlimmen Phasen nur mit Bach-Rescue-Tropfen oder Baldrian helfe. Habe vor einigen Wochen mit einer homöopathischen Behandlung begonnen bei einem sehr erfahrenen Homöopathen. Ich muss sagen, dass ich tatsächlich seither ruhiger und gelassener bin, meine Ohrgeräusche haben komplett nachgelassen und dieser lästige Schwankschwindel ist auch deutlich besser geworden. Ich hoffe, dass es weiterhin so positiv wirkt und werde später nochmals berichten. Generell ist es so, dass man sich und seine Angstprobleme nicht so sehr wichtig nehmen soll und sich möglichst ablenken soll und muss. Damit habe ich immer wieder gute Erfahrungen gemacht. Je weniger Aufmerksamkeit man der Angst schenkt, desto mehr tritt sie in den Hintergrund. Wenn mich dann doch wieder eine Panikattacke kalt erwischt, zwicke ich mich selbst ein bißchen in den Arm oder schnuppere an sehr stark riechenden Ölen, wie z.B. Pfefferminzöl oder Rosmarinöl. Meistens wird durch dieses Ablenkungsmannöver die Panik schnell und deutlich abgebaut. Man trickst das angstgesteuerte Gehirn quasi aus.

Allen Betroffenen weiterhin viel Kraft und Mut und "wir lassen uns nicht unterkriegen!"

Mehr lesen

25. August 2014 um 8:54

Kann icg nur mitfühlen
hallo ich bin 37 und habe seit anfang des jahres diese ängste, hatte das rauchen kurzzeitig angefangen ist mir nicht so gut bekommen.
ängste habe ich zwischen durch mal wieder nehme dann auch baldrian und dann geht es meist besser habe auch immer angst vor herzinfark da mein vater und schwiegervater daran verstoben sind, und in diesem jahr ein bekannter der ein aroteranriss hatte aber lebt es ist nicht schön den ganzen tag immer am grübeln zu sein ob was passiert oder nicht habe auch seit hochen leichte muskelverspannung in der linken brust und immer wenn es zieht denke ich es ist oder kommt ein ifarkt.bin auch zur zeit bei einer netten dame zur behandlung und es tut gut hoffe das ich mein altes leben irgendwann wieder bekomme gruß alex

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen