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Angst

10. Juni um 15:43

Ich ziehe Bettler und Arme Menschen an. Habe Angst vor ihnen, weil ich mich nicht abgrenzen kann und das gefühl hab sie entziehen mir meine Energie. Ich bin ein sozialer Mensch und würde gerne helfen, aber Geld geben kann ich nicht viel und ich glaube auch nicht das das wirklich hilft. Aber es geht so weit das ich selbst glaube das ich eine bettlerin bin. Es geht mir einfach zu nahe und diese Menschen kommen mir zu nahe, weißt nicht was ich dagegen tun soll. 

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10. Juni um 16:43

Liebe Tulpe,

das geht jedem so, nicht nur dir. Bettler müssen eben andere Menschen aktiv ansprechen, wenn sie Geld erbetteln wollen. Anders geht es nicht. Nur ruhig dasitzen führt eben meist nicht zum gewünschten Erfolg. Die meisten Menschen fühlen sich davon belästigt, einfach, weil es so viele sind, die etwas von einem wollen. Ganz viele Menschen macht es auch traurig, dass es soviel Armut gibt.

Niemand kann jedem helfen. Das ist einfach nicht möglich. Wenn dir das so nahe geht, musst du irgendwann lernen, wie du dich da abgrenzt. Anders geht es nicht, denn sonst gehst du selbst zugrunde.

Warst du schon mal bei einem Psychologen oder hast eine Therapie gemacht? Du hast ja hier schon mehrere Threads eröffnet bzw. in anderen geschrieben und daraus schließe ich, dass du mehrere "Baustellen" hast. Da wäre es schon gut, wenn du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst. 

Vielleicht hilft dir auch erstmal eine Beratungsstelle. Es gibt da eine, bei der Jugendliche andere Jugendliche beraten: http://www.youth-life-line.de/

Alles Gute und LG,
Elisabeth

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10. Juni um 23:19

Ich bin erwachsen. Und schon länger keine Jugendliche mehr... 

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11. Juni um 10:42
In Antwort auf tulpe9.

Ich bin erwachsen. Und schon länger keine Jugendliche mehr... 

Liebe Tulpe,

wie alt bist du denn? Leider hast du ja dein Alter nicht in deinen Beitrag geschrieben, drum ist es dann schwierig, die richtige Anlaufstelle herauszusuchen.

LG
Elisabeth

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11. Juni um 18:35

Hallo, durch deine Angst machst du das Problem nur schlimmer. Du steigerst dich unbewusst rein und glaubst an Dinge die eigenltich gar nicht so in dir sind - und erschaffst disese so. Gehe vielleicht mal einen Schritt zurück und versuche nicht deine Emotionen in der Sache so doll raus zulassen in dem du vielleicht weniger dort hinguckst oder woanders lang gehst.

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19. Juni um 14:04

Hallo,
Ja, ich finde auch, daß das Nein-Sagen geübt sein will. Wenn wir das in einem gesunden Maße nicht von klein auf lernen, muß es dringend später geübt werden. Warum? Weil  nur ein gesundes Ich-Sein (seine körperliche, seelische, psychische Grenze spüren) dazu führen kann, sich auch anderen empathisch hinzuwenden. Shaunn66 schreibt von Selbstfürsorge, das ist ein wichtiger Begriff!
Gelingt das nicht, wird man irgendwann daran erkranken, an Erschöpfung, Selbstaushöhlung, Selbstaufgabe. Authentsich sein ist wichtig. Man darf also auch an Bettlern vorbeigehen, ohne sich furchtbar schlecht zu fühlen. 
Vielleicht kann man es auch so formulieren: Wir haben die Pflicht, uns um uns zu kümmern, nur dann können wir auch anderen helfen.

Ein herzlicher Gruß in die Runde,

Himmelbett (Kirchenbotchafterin)

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