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Angst etwas zu essen

9. Oktober 2018 um 13:43

Hallo liebe Community,ich habe die Thematik Psychologie gewählt, da ihr mir hier vielleicht am ehesten helfen könnt.Kurze Anmerkung zuvor: Ich bin in einer Wohngruppe, in Kunsttherapie, und habe das Thema bereits angesprochen, allerdings hat meine Therapeutin nun Urlaub, und mir fällt es schwer Vertrauen aufzubauen...Ich habe bis jetzt keine diagnostizierte Essstörung.Mein Problem ist, daß ich Angst vor dem Essen habe. Also vor dem hingehen und essen. Klar finde ich zunehmen jetzt nicht berauschend, aber essen jagt mir wirklich Angst ein. Der Grund liegt vermutlich in der PTBS, aber da die etwas komplexer ist, nunja.Ich schaffe es meistens nicht einmal zum Essen zu gehen, da ich Angst davor habe, konkret jmd zu stören, es nicht verdient zu haben und zu langsam beim Essen zu sein.Des weiteren ist das Essen stark von meiner Stimmung abhängig, bin ich schlecht gelaunt esse ich nichts, aber nach spätestens zwei Tagen fangeich wieder an zu essen. Habt ihr eine Idee, wie ich das in den Griff bekommen kann, und ggf auch zunehme?Ich war vor 2 Jahren in stationärer Behandlung, wegen der PTBS, wo auch mein Gewicht aufgefallen ist, aber nicht das Hauptproblem war, wenn ich den BMI von 14, 5 unterschritten hatte, wurde darauf geachtet das ich wieder hochkomme, indem man mir riesige Portionen aufgetischt hat, und alles sportliche eingestellt hat. Mein BMI liegt, in guten Zeiten bei 15,4 sehr oft aber auch bei 14,7Ja, mir ist bewusst das es wenig ist, auch wenn es nicht so aussieht, da ich recht breit gebaut bin.
(Ich verwende den BMI, ich weiß das dieser nur ein Richtwert ist) LGEine ganz leicht verzweifelteFirebird 

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9. Oktober 2018 um 15:09

Wenn du Angst hast, andere zu stören oder zu langsam zu essen, wär es dann evtl. eine Möglichkeit das Essen mit auf dein Zimmer zu nehmen? Und dort mit deiner eigenen Geschwindigkeit zu essen?

Du kannst dur auch Nahrungsmittel mit viel nergie als "Zwischensnack" mit auf dein Zimmer nehmen, z.B. Käse (gibt viele leckere Käsesorten in Bio-Läden), evtl. mit einer Karotte. Oder Nüsse, die sind auch gesund und haben viel Energie.

Wichtig ist auch zu lernen, deinen Körper wahrzunehmen... auch dass er leidet (genauso wie deine Seele)... vielleicht fällt es dir etwas leichter, ihm Nahrung zu geben, wenn du ihn aus dieser Perspektive wahrnehmen kannst...

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9. Oktober 2018 um 19:05

Zu den Fragen warum ich nicht alleine esse:
In der Wohngruppe ist das Essen eine "Gruppenaktivität"
Aber die Idee mit den Snacks ist gut

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9. Oktober 2018 um 19:24
In Antwort auf firebird

Zu den Fragen warum ich nicht alleine esse:
In der Wohngruppe ist das Essen eine "Gruppenaktivität"
Aber die Idee mit den Snacks ist gut

Wenn es dir gesundheitlich so schlecht geht, wäre es dann nicht möglich, eine Ausnahme beim Essen zu machen?

Oder dass du zumindest dein restliches Essen, wenn du nicht alles geschafft hast, mit aufs Zimmer nehmen kannst anstatt es wegzuwerfen... ich denke zu so viel Flexibilität sollte eine Gruppe eigentlich im Stande sein, gerade wenn es um die Gesundheit eines Gruppenmitglieds geht...

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11. Oktober 2018 um 10:19

Nee, alleine essen halte ich für keine gute Idee. Essen ist tatsächlich etwas Soziales und, mal abgesehen davon: wie soll auch dein Essverhalten normalisieren, wenn du dich dafür in dein Kämmerlein zurückziehen musst?
Sie Frage ist doch eher: was denkst du, stört die anderen? Würdest du dich als störend empfinden? Wenn nicht, dann kannst du dir sehr gut vor Augen führen, dass die Sorge nicht berechtigt ist. Es ist gut, dass du in Therapie bist. Da kannst du deine Gedanken sicher loswerden, oder?
Auch, wenn du Angst davor hast, zu essen und du es deshalb nicht so einordnen möchtest: das, was du hast, ist Magersucht. Es ist nämlich keinesfalls so, dass alle Magersüchtigen schlank werden wollen. Das ist ein Klischee. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Und Magersucht ist leider eine gefährliche Spirale, aus der man schwer rauskommt, wenn man zu tief drin sitzt.
Sprich mit deinem Therapeuten und sieh zu, dass du was auf die Rippen kriegst. Und iss in deinem Tempo, so viel wie du möchtest und steigere Stück für Stück die Menge. Das ist meine Empfehlung.

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11. Oktober 2018 um 17:56

Wieso?

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11. Oktober 2018 um 18:07

Meinst du das mit den Rippen?
mach dich mal locker, das ist ne Redewendung! Ich hätte mich daran jedenfalls nicht echauffiert und hatte, wie gesagt, selbst Magersucht 😉

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11. Oktober 2018 um 23:11
In Antwort auf firebird

Hallo liebe Community,ich habe die Thematik Psychologie gewählt, da ihr mir hier vielleicht am ehesten helfen könnt.Kurze Anmerkung zuvor: Ich bin in einer Wohngruppe, in Kunsttherapie, und habe das Thema bereits angesprochen, allerdings hat meine Therapeutin nun Urlaub, und mir fällt es schwer Vertrauen aufzubauen...Ich habe bis jetzt keine diagnostizierte Essstörung.Mein Problem ist, daß ich Angst vor dem Essen habe. Also vor dem hingehen und essen. Klar finde ich zunehmen jetzt nicht berauschend, aber essen jagt mir wirklich Angst ein. Der Grund liegt vermutlich in der PTBS, aber da die etwas komplexer ist, nunja.Ich schaffe es meistens nicht einmal zum Essen zu gehen, da ich Angst davor habe, konkret jmd zu stören, es nicht verdient zu haben und zu langsam beim Essen zu sein.Des weiteren ist das Essen stark von meiner Stimmung abhängig, bin ich schlecht gelaunt esse ich nichts, aber nach spätestens zwei Tagen fangeich wieder an zu essen. Habt ihr eine Idee, wie ich das in den Griff bekommen kann, und ggf auch zunehme?Ich war vor 2 Jahren in stationärer Behandlung, wegen der PTBS, wo auch mein Gewicht aufgefallen ist, aber nicht das Hauptproblem war, wenn ich den BMI von 14, 5 unterschritten hatte, wurde darauf geachtet das ich wieder hochkomme, indem man mir riesige Portionen aufgetischt hat, und alles sportliche eingestellt hat. Mein BMI liegt, in guten Zeiten bei 15,4 sehr oft aber auch bei 14,7Ja, mir ist bewusst das es wenig ist, auch wenn es nicht so aussieht, da ich recht breit gebaut bin.
(Ich verwende den BMI, ich weiß das dieser nur ein Richtwert ist) LGEine ganz leicht verzweifelteFirebird 

Wie du schon selbst erkannt hast, ist deine Krankheit nicht die Essstörung, sondern die PTBS.
Die solltest du mit Psychotherapie/ Antidepressiva in der Griff bekommen, dann wird auch das Essen wieder Spaß machen.

Ganz liebe Grüße

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