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Angst das meine mutter alkoholikerin wird..

10. Mai 2010 um 21:58

bin 14..
meine mutter trinkt momentan immer öfter.. ( ca. 3-4 mal die woche.. whisky)
macht gerade ihren realschulabschluss nach...
ich kann nachvolliehen wie es ihr geht.. mir gehts nicht besser :
- meine eltern streiten sich nur noch.. werden sich auch trennen..
- sie hat nen anderen.. (mit dem momentan auch streit)
ich überlege ob ich ins heim gehe oder jugendwohnheim oder so was..
weil der druck hier zu hause eifach zu groß ist..
wenn ich ihr sage sie soll nichts trinken, dann trinkt sie trotdem..
was kann ich dagegen machen das sie immer öfter trinkt..?

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28. Mai 2010 um 22:11

Meine ist schon eine
Hallo,
meine Mutter ist bereits Alkoholikerin, ich kann deine Situation gut nachempfinden.
Die beschriebene Situation lässt wirklich darauf schließen dass es so ist.
Ich kann dir nur von meiner Erfahrung sagen, dass es nicht besser wird und man diesen Menschen wenn nur am Anfang helfen kann.
Ich würde dir raten, mit deiner Mutter ein Gespräch -im nüchternen Zustand- zu suchen und ihr deine Befürchtungen erzählst, sie vielleicht bittest sich helfen zu lassen, es gibt Einrichtungen wie z.B. Caritias wo man ambulante Einzelgespräche führen kann. Wenn sie das aber absolut nicht einsehen will, würde ich dir raten, zu versuchen von ihr weg zu kommen. Vielleicht nicht gleich in ein Heim, weil der Aufenthalt in einem Heim ist kein Zuckerschlecken- meistens verläuft das Leben dann in die falsche Richtung. Versuche eher wenn möglich bei Verwandten (Omas, Tanten oder vielleicht deinem Vater) über die Situation zu sprechen und eventuell dort einen "Unterschlupf" zu finden.
Ich bereue es bis Heute sehr, nicht von zuhause weg zu sein und bin mittlerweile 23 und muss mich immer noch um sie kümmern. Sie beeinflusst mein Leben stark und macht es mir zur Hölle. Wochenlange Saufgelage, Streiterein, Klinikaufenthalte ect. Ich will dir keine Angst machen, ich möchte dir nur vor Augen führen wie brisant die Lage deiner Mutter ist. Sie braucht dringend Hilfe - aber von Lebenserfahrenen Menschen, deswegen versuche mit so vielen aus deinem engeren vertrauenswürdigen Umkreis zu reden. Verzichte auf Unterhaltungen mit Freundinnen über solch ein Thema, ich weiß aus Erfahrung, dass dies immer gegen einen verwendet wird, gerade in deinem Alter, mir und vielen Anderen erging es leider nicht anders.
Ich hoffe ich konnte dir ein weinig helfen. Wenn du noch Fragen hast, kannst gern auf mich zu kommen.
Ich wünsch dir viel Kraft.

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1. Juli 2010 um 14:28

Mitgefühl
Hallo,
ich kann Deine Problematik verstehen. Du fühlst Dich ohnmächtig und der Situation ausgeliefert.
Deine Mutter ist in der Ehe unglücklich und beruflich wahrscheinlich auch. Daraus ergibt sich eine Überforderung und sie weiß es im Moment nicht besser.
In dieser Situation kann es tatsächlich zu einem massiven Alkoholproblem kommen.
Du brauchst dringend Unterstützung für Dich und Deine Entwicklung.
Hast Du Geschwister?
Hast Du schon mit dem Jugendamt gesprochen?
Evtl. eine Pflegefamilie?
Versuche ihr sanft zu sagen, daß Du Angst hast und der Unfrieden Dich sehr stark belastet.
Ich habe selbst dieses Alkoholproblem gelebt und eine Tochter mit 16 J.
Ich kann somit Dich und Deine Mutter verstehen.
Würde mich freuen von Dir zu hören.
Alles Gute und Engel die Dir weiterhelfen.

Gruß Sabine

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2. Juli 2010 um 0:13

Bitte keine Vorhaltungen
such einen guten Moment aus und äußere deine Beobachtungen
Sorgen und Ängste. Sag deiner Mutter, dass du Angst hast. Deine Mutter hat eine schwierige Situation, die sich wieder ändern kann, wenn sie es sicht bewußt macht, was sie tut und wie das im Umfeld ankommt. Such du dir Hilfe . Es gibt Sorgentelefone für Jugendliche. Du kannst zu Caritas oder einer ähnlichen Einrichtung gehen. Werde dir bewußt, dass du deine Mutter nicht retten kannst und auch nicht kontrollieren. Sorge gut für dich. Du bist dabei zu lernen, wie das Leben ist mit allen Schattierungen.Vielleicht könnt ihr deine Mutter etwas unterstützen. Hast du noch Geschwister. Unterstützen heißt übrigens nicht, ihr das "eigene Leben" abnehmen oder sie zu kontrollieren. Das geht schief. Befasse dich mit der Co-Abhängigkeit, damit du verstehst, was bei euch abläuft.
Lieben Gruß
Melike

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