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Alternative für SVV?

2. August 2006 um 17:26 Letzte Antwort: 6. August 2006 um 0:37

Hallo!

Ich bin ein 14 jähriges Mädchen und
leide schon länger an Depressionen, Suizidgedanken, Selbsthass, Essstörungen und SVV (=Selbstverletzendes-Verhalten).
Eigentlich ist gerade nichts Aufregendes passiert. Ich bin auch nicht wütend oder traurig. Aber seit gestern habe ich wieder das starke Bedürfnis mich selbst zu verletzten. Ob ritzen, kratzen, verbrenn, schlagen... oder mir einfach selbst sagen, wie sehr ich mich hasse; mir vorstellen wie ich mir eine Kugel in den Kopf jage, mir in die Pulsadern schneide, mich selbst zu tod prügle. Solche Gedanken habe ich eigentlich immer. Nur ist dieses Verlangen wieder so stark. Wie ein Durst der gelöscht werden muss. Aber ich will mich nicht ritzen, weil meine Mum die Wunden sonst sieht und mich wieder fertig macht. Ich will mich auch nicht schlagen, weil ich nicht mit Blauen Flecken rumrennen will und keine Beule auf dem Kopf und Kopfschmerzen haben will. Ich hätte nicht mal die Kraft dazu. Meine Essstörung macht mich ganz kaputt. Aber ich will mir auch nichts zu Essen geben!

Scheiße, was soll ich nur machen? Eigentlich ist es mir doch scheißegal...
Aber dieses Verlangen ist da und ich kann es nicht ausleben. Am liebsten wäre ich ganz alleine, dann könnte ich mit mir machen was ich will und niemand würde mich daran hindern.

Ein Buch lesen, einen Film schauen, Sport machen...!? Alle diese Sachen will ich nicht, die interessieren mich nicht. Meine Aggressionen wo anders auslassen!? Das will ich auch nicht.

Also was tun?

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6. August 2006 um 0:37

Hallo Ladyms!
Deine Sucht, Dir selber Schmerzen zuzufügen, hat einen Hintergrund, der ermittelt werden muss!
Du soltest zu einem Psychotherapeuten gehen, da nur so ein Arzt Dir wirklich helfen kann!!!

Das was Du schreibst, ist ein Hilfeschrei Deiner Seele!

Irgend etwas belastet Dich!
Irgendwo bist Du in einer Situation (oder warst das mal), wo Du keine Kontrolle über jenes Geschehen hattest!
Vielleicht durch Mobbing (Mitschüler, Eltern...), Einsamkeit oder einer anderen traumatischen Begebenheit!

Wenn Du diesen Selbsthass an Dir auslebst und Dich selber verletzt, hast Du IN DIESEM MOMENT SELBER DIE KONTROLLE, die Du immer wo anders vermisst hast.

Vielleicht weißt Du schon selber wovon ich gerade spreche, vielleicht ist diese Traumatisierung aber auch schon zu lange her und Du erinnerst Dich selber nicht daran.
Aber im Unterbewusstsein, arbeitet diese seelische Verletzung weiter und zwingt Dich, diese Selbstverletzung weiterhin auszuleben.

Du brauchst Dich nicht zu schämen, einen Therapeuten aufzusuchen!
Du glaubst gar nicht, wie viele Menschen diese Hilfe annehmen!

Erstaunlich ist nur, daß alles darüber lacht, keiner geht hin aber die Wartezimmer sind voll und die Therapeuten auf Monate ausgebucht!!!
Entschuldige meinen so eben geschriebenen Sakasmuss, aber so sieht es doch tatsächlich aus.

Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und das Du wirklich zu einem Therapeuten gehst!
Keine Angst, Du kommst nicht in die "Klapsmühle", da diese Eigenagression eine weit verbreitete Krankheit ist, die aber erfolgreich therapierbar ist!

Alles Gute
Sommersprosse

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