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Alleine sein

20. Juli 2018 um 23:49

Hallo,
ich suche jemanden zu drüber reden. Ich weis gar nicht wo ich anfangen soll. Bis vor einem Jahr habe ich mit einem Mann zusammen in einem Haus (gehört uns beiden) gewohnt. Viele Jahre waren wir zusammen. Wir haben uns auf unterschiedlichen Wegen entwickelt und zum Schluss in einer Art Wohngemeinschaft in dem Haus gelebt. Ich oben, er unten. Die Küche haben wir zusammen genutzt. Vor rd. einem Jahr bat er mich auszuziehen. Er wolle alleine in dem Haus leben. Zusammen ginge es nicht mehr. Während ich eine Wohnung suchte, starb seine Mutter. Ich habe sie mehr als 35 Jahre gekannt. Es hat mich sehr getroffen. Drei Tage vor ihrer Beerdigung teilte er mit mit, dass er eine Freundin hat und das sie ihn zur Beerdigung begleiten wird. Mehrere Mitglieder seiner Familie kamen zur Beerdigung und haben in unserem Haus übernachtet. Ich habe Ihnen sogar mein Schlafzimmer freigemacht. Außer einem kurzen Danke hat keiner von Ihnen mit mir geredet. Auf der Beerdigung stand ich zwischen den Leuten, die ich nicht kannte und er mit ihr händchenhaltend im Kreise seiner Familie. Alle aus der Familie wussten scheinbar Bescheid. Ich versuche immer noch das alles zu verarbeiten. Schwer ist dabei, dass ich niemanden zum Reden habe. Kind - mitlerweil 25 -, Mann, Haus und Garten waren mir immer genug. Habe nicht darauf geachtet Freundschaften aufzubauen und zu erhalten. Jetzt lebe ich alleine in einer Wohnung. Mir fehlt die Zweisamkeit. Mit jemandem zu reden. Mein Garten, der immer mein Ausgleich zum Job war und die Ruhe, die ich dort gefunden habe. Wie fängt man neu an?

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21. Juli 2018 um 1:17
In Antwort auf gamalino

Hallo,
ich suche jemanden zu drüber reden. Ich weis gar nicht wo ich anfangen soll. Bis vor einem Jahr habe ich mit einem Mann zusammen in einem Haus (gehört uns beiden) gewohnt. Viele Jahre waren wir zusammen. Wir haben uns auf unterschiedlichen Wegen entwickelt und zum Schluss in einer Art Wohngemeinschaft in dem Haus gelebt. Ich oben, er unten. Die Küche haben wir zusammen genutzt. Vor rd. einem Jahr bat er mich auszuziehen. Er wolle alleine in dem Haus leben. Zusammen ginge es nicht mehr. Während ich eine Wohnung suchte, starb seine Mutter. Ich habe sie mehr als 35 Jahre gekannt. Es hat mich sehr getroffen. Drei Tage vor ihrer Beerdigung teilte er mit mit, dass er eine Freundin hat und das sie ihn zur Beerdigung begleiten wird. Mehrere Mitglieder seiner Familie kamen zur Beerdigung und haben in unserem Haus übernachtet. Ich habe Ihnen sogar mein Schlafzimmer freigemacht. Außer einem kurzen Danke hat keiner von Ihnen mit mir geredet. Auf der Beerdigung stand ich zwischen den Leuten, die ich nicht kannte und er mit ihr händchenhaltend im Kreise seiner Familie. Alle aus der Familie wussten scheinbar Bescheid.  Ich versuche immer noch das alles zu verarbeiten. Schwer ist dabei, dass ich niemanden zum Reden habe. Kind - mitlerweil 25 -, Mann, Haus und Garten waren mir immer genug. Habe nicht darauf geachtet Freundschaften aufzubauen und zu erhalten. Jetzt lebe ich alleine in einer Wohnung. Mir fehlt die Zweisamkeit. Mit jemandem zu reden. Mein Garten, der immer mein Ausgleich zum Job war und die Ruhe, die ich dort gefunden habe. Wie fängt man neu an?

Hey Gamalino,

ich kann Dir nur eines Versprechen:
Es wird wieder besser!

Du scheinst ein ganz doll lieber Mensch zu sein, Dich selbst nicht zu sehen und für andere ohne Bedingungen helfend.
Und diese seltenen Menschen verdienen das beste.
Nur solltest DU das erkennen!!!

Ich kann Dir nur beipflichten, dass Veränderungen schrecklich sind, sie sind anstrengend, sie sind sind Angst-machend.

Doch ich selber wurde immer wieder in Veränderungen gedrängt, auf traurigste Weise. Ich wollte nur meine Ruhe haben...
Und heute lebe ich in der glücklichstenen Beziehung, die ich kaum beschreiben kann.

Im übrigen: Als ich sehr einsam war, machte ich mir einen Plan.
Erneute Partnerschaft ist nunmal nicht zu erzwingen.
Such Dir also eine WG mit Garten. Das ist gar nicht so schwer wie Du denkst!
Komm zur Ruhe, sieh Dich und Deine Herzenzwünsche.
Geh wieder raus und lebe!!
Du bist noch so jung! Mit 95 darfst Du gerne jammern!

Auch für Dich werden sich dann diese positiven Veränderungen einstellen.
Du hast die Kraft.

Liebste Grüße

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21. Juli 2018 um 9:38
In Antwort auf ivy2017

Hey Gamalino,

ich kann Dir nur eines Versprechen:
Es wird wieder besser!

Du scheinst ein ganz doll lieber Mensch zu sein, Dich selbst nicht zu sehen und für andere ohne Bedingungen helfend.
Und diese seltenen Menschen verdienen das beste.
Nur solltest DU das erkennen!!!

Ich kann Dir nur beipflichten, dass Veränderungen schrecklich sind, sie sind anstrengend, sie sind sind Angst-machend.

Doch ich selber wurde immer wieder in Veränderungen gedrängt, auf traurigste Weise. Ich wollte nur meine Ruhe haben...
Und heute lebe ich in der glücklichstenen Beziehung, die ich kaum beschreiben kann.

Im übrigen: Als ich sehr einsam war, machte ich mir einen Plan.
Erneute Partnerschaft ist nunmal nicht zu erzwingen.
Such Dir also eine WG mit Garten. Das ist gar nicht so schwer wie Du denkst!
Komm zur Ruhe, sieh Dich und Deine Herzenzwünsche.
Geh wieder raus und lebe!!
Du bist noch so jung! Mit 95 darfst Du gerne jammern!

Auch für Dich werden sich dann diese positiven Veränderungen einstellen.
Du hast die Kraft.

Liebste Grüße

Hallo,
danke für deine aufmunternden Worte. Pläne habe ich viele, nur mit der Umsetzung hapert es. Alles alleine machen ist einfach schwer. Niemand mehr da mit dem man reden kann. Dieses Gefühl keinen Ort mehr zu haben, an dem ich zu Hause bin. Klar, ich habe eine schöne Wohnung mit Balkon. Aber die innere Ruhe ist weg. Wo ich sonst in meinen Garten gegangen bin, ist jetzt eine laute Straße. Aber irgendwann kriege ich das alles hin.

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22. Juli 2018 um 2:13

Hallo, nein, wenn ich etwas im Moment nicht brauche, dann ist es eine neue Beziehung. Ich bräuchte nur manchmal jemanden zureden. Ist schon blöd, wenn man niemanden hat, mit dem man reden kann. Gibt ja auch viele schöne Erlebnisse, über die man sich mit jemandem unterhalten möchte. Werde mir wohl wieder ein Hobby oder Ehrenamt suchen, bei dem ich mit anderen in Kontakt komme. Was ich an meinem bisherigen Wohnort gemacht habe musste ich auf Grund der Entfernung, da ich kein Auto mehr habe, aufgeben. Das mit dem Ziele setzen und vor allem schrittweise umsetzten funktioniert dann bestimmt auch wieder. Muss nur an der Eigenmotivation arbeiten. 

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22. Juli 2018 um 3:30

Kein Haus (Garten) mehr, kein Auto mehr...hast du das alles beim Exmann gelassen? Hast du denn wenigstens einen Ausgleich bekommen?

Es wäre bestimmt gut, dich irgendwo zu engagieren, einer Gruppe beizutreten oder was dich sonst interessiert....oft verliert man diese Dinge bei Mann und Kind aus den Augen. 

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24. Juli 2018 um 23:00

Gibt es bei euch irgendwo einen Kleingartenverein?
Da hättest du Garten, Kontakte und wieder etwas Ruhe.

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