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Alkoholsucht, Kaufsucht, Fernsehsucht (Literatur?)

4. März 2008 um 10:19

Hallo,

mache mir Sorgen um meine Mutter:

Seit c.a. 10 Jahren trinkt sie regelmäßig und steigert dabei stetig die "Dosis".
Mittlerweile trinkt sie am Abend 3 Bier und eine ganze Flasche Wein oder auch mal einige Schnaps dazu. Am Wochenende trinkt sie sogar 2 Flaschen Wein, Bier usw.

Dann schaut sie, solange sie im Haus ist nur Fernsehen. Am Wochenende oder nach der Arbeit (sogar vor der Arbeot früh morgens) das erste was sie macht: Fernseher an, dann läuft er den ganzen Tag durchgängig, auch wenn sie mal kochen geht oder was anderes macht.

Darüberhinaus kauft sie fast täglich irgendwelche Sachen die kein Mensch braucht. Sie bestellt Unmengen bei QVC und HSE und bei den Billighändlern. Im Keller stapeln sich die Kartons und füllen ganze Räume... Sie kauft auch vieles doppelt und dreifach und auf Vorat.
Es sind zB. 3 angefangene Ketchup von der gleichen Sorte im Kühlschrank und 4 mal der gleiche Senf: sie verliert total de Übersicht.

Soziale Kontakte hat sie vielleicht 3 mal im Jahr. Sie unternimmt nichts, sie will auch nichts unternehmen, und den Haushalt vernachlässigt sie sowieso. Alles ist ungeputzt und steht herum. Ihre neugekauften Sachen stehen teilweise monatelang im Flur bevor ihnen Beachtung geschenkt wird.
Was mich am meisten stört: der Fernseher ist immer wichtiger als die Familie. Wenn ich nur mal kurz eine Frage habe, dann heißt es "jetzt nicht, ich will den Film in Ruhe zu ende schauen"...

Sie ist depressiv, lustlos, faul und gehässig in vielen Dingen.

Ich ziehe nun bald aus und sie wird dann ganz alleine wohnen. Mache mir natürlich Sorgen, dass es noch schlimmer werden könnte mit ihr..
Wollte ihr deswegen ein Buch zu Ostern schenken, dass evtl. all diese Suchtprobleme anspricht, in der Hoffnung sie liest vielleicht doch mal rein und nimmt es sich zu Herzen..

Habt ihr da Vorschläge?

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4. März 2008 um 10:28

Hallo...
... das klingt ja gar nicht gut.
vielleicht müßte man sie mit den Augen drauf stoßen. Einfach sagen... Schau dir den Dreck an...Sieh dich an.... und ihr auch sagen wie sie betrunken ist das du Angst hast und dir große sorgen machst.
und wenn das nicht hilft solltest Du in Erwägung ziehen einen Psychologen zu rate zu ziehen. aber das hilft wiederum nur wenn sie Einsieht was gerade in Ihrem Leben falsch läuft.
Vielleicht können aber auch Freunde helfen sie wieder nach oben zu ziehen.

Jedenfalls wünsche ich alles gute

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4. März 2008 um 10:40
In Antwort auf friede_12051421

Hallo...
... das klingt ja gar nicht gut.
vielleicht müßte man sie mit den Augen drauf stoßen. Einfach sagen... Schau dir den Dreck an...Sieh dich an.... und ihr auch sagen wie sie betrunken ist das du Angst hast und dir große sorgen machst.
und wenn das nicht hilft solltest Du in Erwägung ziehen einen Psychologen zu rate zu ziehen. aber das hilft wiederum nur wenn sie Einsieht was gerade in Ihrem Leben falsch läuft.
Vielleicht können aber auch Freunde helfen sie wieder nach oben zu ziehen.

Jedenfalls wünsche ich alles gute

Hi,
also das mit dem Reden habe ich schon lange aufgegeben. Rede schon seit Jahren mit ihr. Sie interessiert es nicht. Sie streitet alles ab. Sie sagt sie könne jederzeit mit dem Alkohol aufhören. Sie nimmmt mich gar nicht ernst und meint ich übertreibe.

Bei einer Alkoholsuchtberatung war ich auch schon (damals sogar mit ihr) da ging es aber um meinen Vater der auch Alkoholiker ist.

Es hieß damals, dass Beschimpfungen und Vorwürfe nicht helfen. Man soll der Person einfach viel Aufmerksamkeit und Liebe geben, wenn sie nüchtern ist und da auch ansprechen, dass man sich Sorgen macht und jederzeit helfen kann.
Aber wenn man die Person nur zu 5% der Zeit nüchtern antrifft, ist es schwierig und langwierig.
Ich ziehe das gleiche Program bei meiner Mutter durch, aber sie sieht es trotzdem nicht ein.

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8. März 2008 um 20:42
In Antwort auf tamson_12252391

Hi,
also das mit dem Reden habe ich schon lange aufgegeben. Rede schon seit Jahren mit ihr. Sie interessiert es nicht. Sie streitet alles ab. Sie sagt sie könne jederzeit mit dem Alkohol aufhören. Sie nimmmt mich gar nicht ernst und meint ich übertreibe.

Bei einer Alkoholsuchtberatung war ich auch schon (damals sogar mit ihr) da ging es aber um meinen Vater der auch Alkoholiker ist.

Es hieß damals, dass Beschimpfungen und Vorwürfe nicht helfen. Man soll der Person einfach viel Aufmerksamkeit und Liebe geben, wenn sie nüchtern ist und da auch ansprechen, dass man sich Sorgen macht und jederzeit helfen kann.
Aber wenn man die Person nur zu 5% der Zeit nüchtern antrifft, ist es schwierig und langwierig.
Ich ziehe das gleiche Program bei meiner Mutter durch, aber sie sieht es trotzdem nicht ein.

Einsicht
So traurig es jetzt auch klingen mag aber ich denke so lange deine Mutter nicht selbst einsieht, dass sie ein Problem hat hast du wenig Chancen. Gerade alkoholkranke Menschen wollen oft nicht erkennen, dass sie ein Problem haben. Du kannst sie nicht zwingen zum Psychologen zu gehen, eine Therapie hat ohne Einsicht keinen Erfolg. Tut mir leid, dass ich keine erfreulichen Ratschläge schreiben konnte.
Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass sich letztendlich doch alles zum Guten wendet.

lG

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