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Alkoholsucht, er nimmt es hin.

13. Januar 2007 um 19:54 Letzte Antwort: 14. Januar 2007 um 19:25

Ich schäme mich. Ich schäme mich vor mir selber. Mich kotzt es an, dass ich täglich Wein oder Bier trinke.
Ich weiß, dass ich mittlerweile süchtig danach bin.
Es ärgert mich, dass der Mann, den ich meine zu lieben, mich nicht darauf anspricht.
Für mich selber ist klar: Es hilft nur noch eine Therapie. Aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
Ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr unglücklich sein. Ich habe Verantwortung und will meinen Kindern eine gute Mutter bleiben.

Wie trennt man sich von einem Menschen, von dem man weiß:

Er ist lieb, verantwortungsvoll, liebevoll, zärtlich.

Man kennt ihn ungekämmt und man kennt sein Bäuchlein.... Man weiß, wie er aussieht, wenn er morgens wach wird....

Kurz gesagt: Wie trennt man sich von einem Menschen, von dem man im tiefsten Inneren weiß: Er tut mir nicht gut!

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14. Januar 2007 um 10:05

Hallo gehoernte
Ich kann mich dem vorigen Beitag nur anschliesen.
Ich selbst war mal in der ähnlichen Situation wie Du.Allerdings hab ich eher "mitgetrunken", weil mein Mann nicht die Finger davon lies und ich wollte wohl eher dazu gehören.
Unsere Probleme wurden dadurch aber nicht besser, ganz im Gegenteil.Die Kinder haben dadurch ganz furchtbar gelitten.

Als ich dann den Absprung schaffte,bei mir ging es noch ohne Therapie, da ich nicht soooo viel trank, trank mein Mann trotzdem weiter,und das hat sich bis heute nicht geändert.
Ich habe mich mitlerweile von ihm getrennt,er hat keine Wohnung mehr, nichts mehr und wir können nur Zusehen, wie er sich langsam aber sicher zugrunde richtet,wenn er kein Einsehen hat.

Ich bin seid gut einem Jahr in so einer Gruppe (AA) Alkoholiker und Angehörige und ich kann es jedem nur empfehlen.Es stärkt Dich enorm und Du bekommst wieder ein ganz anderes Lebensgefühl.Du mußt Dich nur aufraffen und den Anfang machen.Denk an Deine Kinder, sie brauchen Dich doch und glaub mir, egal wie alt sie sind....sie leiden fürchterlich.

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft
Liebe Grüsse

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14. Januar 2007 um 12:11

Vielen Dank
Acecat - habe mir deine Worte ausgedruckt, kann sie gar nicht oft genug lesen.

Glaube mir, ich habe meine Entscheidung getroffen und werde mit Hilfe von aussen mein Leben ändern. Ich kenne ja mein Problem und nur ich allein kann es erstmal ändern.
Habe meinem Partner gestern noch einen langen Brief geschrieben. Hatte zum erstenmal den Mut ihm zu sagen, dass ich offensichtlich schon süchtig bin.

Er fragt mich: "Wie meinst du das?" Dann kaufen wir eben kein Wein mehr.
Du wirst Recht haben, mit der Aussage: Das ihm das Ausmaß meiner Trinkerei
nicht bewußt ist. Obwohl ich es nie heimlich gemacht habe.

Wir werden heute noch ein sehr langes Gespräch führen müssen. Ich hoffe sehr, dass er mir hilft daraus zu kommen.

Nochmal: Vielen, vielen Dank

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14. Januar 2007 um 19:25

.........
so wie es sich anhört bist du doch süchtig nicht er oder??? Also musst du die therapie machen oder eben nicht...was kann er dafür??

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