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ADHS bei Erwachsenen

3. Juli 2006 um 16:17

Hallo,

ich hoffe, mir kann hier jemand weiterhelfen durch eigene Erfahrungen, Meinungen und Wissen.

Bei mir wurde gerade ADHS so gut wie festgestellt (bin 25,w). Daraus wurde vor ca. 2 Jahren eine Angststörung. Die damals auch diagnostiziert wurde.
Sehr viele Symptome treffen 1:1 auf mich zu, andere nicht, das könnte sich aber im Laufe der Jahre kompensiert haben.

Nun meine Frage:
Da ich mich so mag, wie ich bin, werde ichkeine Medikamente nehmen. Und schauen, alles so auf die Reihe zu bringen (versuche ich ja schon seit jahren).
Aber mich beschleicht einfach ständig auch das Gefühl, ein "opfer" einer Modekrankheit zu sein, da ja viele Symptome auch sehr viele Personen betreffen, und es können ja nicht alle ADHS haben.

Über eine rege Diskussion würde ich mich freuen.

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5. Juli 2006 um 1:46

Du machst es richtig
selbst wenn du kein ADHS hast, kannst du dich über die krankheit informieren. möglicherweise findest du ein paar praktische tipps für dein leben. medikamente würde ich selbst bei einer sehr sicheren diagnose nur nehmen, wenn ich unglücklich mit meiner persönlichkeit bin und mein leben ABSOLUT nicht in den griff bekomme. und letztendlich ist alles willenssache auch bei ADHS.

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5. Juli 2006 um 9:30
In Antwort auf gogosusi

Du machst es richtig
selbst wenn du kein ADHS hast, kannst du dich über die krankheit informieren. möglicherweise findest du ein paar praktische tipps für dein leben. medikamente würde ich selbst bei einer sehr sicheren diagnose nur nehmen, wenn ich unglücklich mit meiner persönlichkeit bin und mein leben ABSOLUT nicht in den griff bekomme. und letztendlich ist alles willenssache auch bei ADHS.

Hast du..
..selbst ADHS??
WEnn ja, wie äußert sich das bei dir?

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7. Juli 2006 um 0:07
In Antwort auf gogosusi

Du machst es richtig
selbst wenn du kein ADHS hast, kannst du dich über die krankheit informieren. möglicherweise findest du ein paar praktische tipps für dein leben. medikamente würde ich selbst bei einer sehr sicheren diagnose nur nehmen, wenn ich unglücklich mit meiner persönlichkeit bin und mein leben ABSOLUT nicht in den griff bekomme. und letztendlich ist alles willenssache auch bei ADHS.

Hallo!
Ich selbst muss in zwei Wochen zu einem ADHS Test. Nur habe ich mich dazu freiwillig entschlossen. Ich habe schon seit meiner Kindheit mit merkwürdigen Symptome und "Unverständnis" meiner Mitmenschen leben müssen.
Mittlerweile besuche ich eine Abendschule und muss feststellen, dass ich massiv eingeschränkt bin, was die Konzentration angeht, Aufnahemfähigkeit etc....
Ich denke mal einfach so, wenn du einen Beruf hast, indem nicht 100% Konzentration gefordert ist und du sonst mit deinem Leben gut klar kommst und deine Mitmenschen auch mit dir und dir Therapiene ausreichen, dann versuch es einfach so, aber ich würde empfehlen es ein oder zweimal mit den Tabletten versuchen und gucken ob sich bei dir etwas verbessert.
Hast Du denn schon was verschrieben bekommen??
Und wenn ja, was??

MFG

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7. Juli 2006 um 1:01

Kann dich gut verstehen!
dieses gefühl der unsicherheit hat mich auch immer wieder befallen. aber mir war es dann egal, ob ich nun eine "modekrankheit" (was auch immer das sein soll) habe oder nicht, meine probleme lassen sich so logisch erklären und meine therapien zeigten großen erfolg.
was will ich da mehr?

dass nicht 100% alle der symptome auf dich zutreffen ist auch leicht zu erklären: jeder mensch ist unterschiedlich und gerade bei älteren adslern, die mit der zeit gelernt haben, einiges zu kompensieren, treten bestimmte symptome schwächer oder sogar gar nicht mehr auf.

gerade im moment hat man wieder das gefühl, dass jeder, der ab und zu seinen schlüssel vergisst oder zappeliger als andere ist, meint ad(h)s zu haben. ich finde, man sollte wieder sensibler sein, was noch normal und was eben nicht mehr normal ist, dann wären es bestimmt nur noch die hälfte adsler.

zusätzlich wird das thema in den medien sehr stark aufgebauscht, tatsächlich sind es "nur" ca 15% der gesamtbevölkerung...warum auch nicht?!
ads macht das leben ja nicht unmöglich, die störung wurde von der natur deshalb wohl einfach nicht "ausgemustert".

es gibt ja auch relativ viele menschen, die mit links schreiben, da beschwert sich auch niemand (mehr)

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8. Juli 2006 um 13:24

Hallo jaja
ich war beim Arzt, also Psychotherapeuten, weil ich mal wieder ein Gefängnis mit meiner Angst gebaut habe. Und einfach noochmal reden wollte. Er meinte dann erst zum Spaß: Vielleicht haben sie ja ADHS. Dann der Test, und fiel eben positiv aus. Für mich eine enorme Erleichterung ehrlich gesagt. Weil ich jetzt mit meiner Angst viel besser umgehen kann. Und sich soviel klärt. Dachte z.B. immer, ich hätte sicher was mit der Schilddrüse wegen meinen ständig wechselnden Launen und ANtrieben. Auch meine Schullaufbahn erklärt sich im Nachhinein. Trotzdem gibt es Situationen in meinem Leben, die schwer meisterbar sind. Stundenlanges rumsitzen müssen z.B., wichtiges zuerst erledigen. Dachte immer, ich hätte einen geringen Willen oder wenig Ehrgeiz in gewissen Bereichen, derweil fehlt einfach nur mein persönlicher Reiz. Das ganze ist halt shcon auch eine Alibi-Funktion, aber eben auch eine, die eine verständliche Basis schafft, etwas zu verstehen u zu verändern.
Musste mir jahrelang anhören, ich sei faul u trotzdem habe ich es zu einigermaßen was gebracht.
Ich frage mich eben, ob ich weitere Tests machen soll, um eine definitive Diagnose zu erhalten. Und ich frage mich, ob denn soo viele ADHS haben können.
Bin eben dennoch noch unschlüssig, ob ich das habe.
Wenn jemand genauer die neurobiologische Störung beschreiben kann, die bei ADHS vorliegt, freue ich mich.

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