Anzeige

Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Abwesend und Zerstreut

Letzte Nachricht: 21. Juni 2012 um 20:54
Z
zelpha_12911453
16.11.08 um 20:49

Hallo,

ich weiß gar nicht was mit mir nicht stimmt, irgendwas scheint allerdings nicht in Ordnung zu sein. Ich scheine aus irgendeinem Grund total zerstreut zu sein, wenn man es überhaupt so nennen kann. Ich schildere mal kurz einige Situationen, in denen ich an mir zweifle: Mein Chef möchte mir eine Aufgabe zuteilen, er steht neben mir, spricht mit mir und ich stehe einfach da und unmengen an Informationen prasseln auf mich ein, die ich irgendwie erst ordnen muss. Am Ende weiß ich gar nicht mehr was er am Anfang gesagt hat und bin dann total durcheinander. Andererseits kann ich mir Dinge recht gut merken oder habe beispielsweise in einer Vorlesung keinerlei Schwieigkeiten zu folgen. Es fällt mir zugegebenermaßen relativ schwer Gedankengänge meines Gegenübers nachzuvollziehen oder herauszufinden auf was er hinaus will. Oft sind das Situationen im Alltag, Belangloses etc. Zudem bin ich auch ein sehr schlechter small-talker. Ich würde mir in manchen Situationen am Liebsten den Stock aus dem Arsch ziehen . Ich weiß einfach nicht was ich sagen soll und bin total verkrampft. Meistens rede ich dann immer mit den selben Floskeln. Wenn ich 2 Dokumente vor mir habe und von einem Dokument Daten abschreiben soll, dann schreibe ich außversehen die Daten des anderen ab, unbedacht sozusagen. Solche Dinge häufen sich und beunruhigen mich. Ich bin sonst ein sehr pflichtbewusster, zuverlässiger, nachdenklicher Mensch und finde es bewundernswert, wie andere Menschen immer zu 100 % "da" sind. Was kann mit mir nicht stimmen?

Viele Grüße

Mehr lesen

Anzeige
D
durga_12102015
21.06.12 um 20:54

Hmmm...
das kommt mir bekannt vor. Dein Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich wollte doch kurz antworten. Ich war schon als Kind oft verträumt, aber ich glaube eigentlich nicht dass es das Tagträumen ist, das zu solchen Situationen führt, sondern das ständige Selbstreflektieren, zumindest in meinem Fall, vermute ich. Wenn ich ehrlich bin, denke ich oft daran wie ich gerade auf den anderen wirken muss... und wie kann ich da 100 % bei dem Gegenüber sein? Wenn ich etwas präsentieren muss in der Uni, habe ich manchmal das Gefühl, dass die Worte unreflektiert, quasi ungefiltert aus mir rauskommen, gar nicht gedacht wurden. Dass so was dann überhaupt einen Satz ergeben kann wundert mich schon, wenn ich mich doch nebenbei wie ein Aussenstehender von weitem betrachte und scheinbar gar nicht "in mir", bzw. in der Situation bin. Das was du über die Smalltalk-Situationen schreibst passt irgendwie auch dazu. Ich hasse Smalltalk wie die Pest, aber wahrscheinlich auch nur weil ich mich vor lauter Selbstdarstellungsängsten verkrampfe und gar nicht offen und neugierig sein kann auf den Anderen. Und das ist ja das Gefühl, dass man seinem Gesprächspartner vermitteln sollte: Echtes Interesse. Jeder entlarvt sofort die Floskeln, obwohl sie natürlich viele benutzen. Jetzt hab ich mir grad irgendwie selber geholfen, wie schön. Ich hoffe du liest es auch noch und es geht dir genauso wie mir

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige