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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

8 Jahre gekämpft, und doch verloren...

Letzte Nachricht: 8. Oktober 2010 um 9:55
B
braith_12317572
26.02.10 um 20:00

Hallo an euch alle,

ich wollte hier eigentlich gar nichts schreiben, sondern nur "mal so reinlesen". Aber ich habe das Gefühl, dass es hier vielen so geht, wie mir und deshalb lege ich mein Vertrauen einfach mla ganz blauäugig in ein Internet-Forum

Also, ich bin 26, meine Schwester ist 17, seit 2002 ist unsere Mama an Krebs erkrankt. Mitten im Abi erfuhr ich davon, und seitdem begleite ich sie auf diesem Weg.
Sie hat viele Ops hinter sich gebracht und es trotz der Diagnose von 5-7 Jahren nun ins achte "geschafft".
Doch nun wird "es" bald passieren, sie wird sterben.

Ich habe mit 6 meinen Vater verloren und war (wohl auch deshalb) immer schon ein Mamakind.
Meine Mama war und ist wie mein Zwilling, wir lieben uns unglaublich und ich kann mir nicht vorstellen, wie es ohne sie sein wird...

Ich schaffe das alles einfach nicht,
und kann kaum beschreiben, wie weh es tut, nur allein darüber nachzudenken, dass ich sie bald nicht mehr sehen (wohnen zusammen in einem/unserem Haus), mit ihr reden, lachen, streiten...zu können.

Wer durch eine ähnliche Zeit muss/musste, versteht sicher was ich mit "Leere" meine. Sie schluckt mich immer mehr, wie so ein großer schwarzer Schatten, und ich komme schon jetzt vor Trauer manchmal kaum aus dem Bett...

Momentan ist sie wieder im Krankenhaus.
Sie bekommt starke Schmerzmittel, künstliche Ernährung und wiegt nur noch an die 40 Kilo.

Ich habe wirklich gute Freunde, die für mich da sind,
aber das hilft mir nicht (mehr). Denn ich möchte nicht mehr. Ich kann den Schmerz nicht mehr ertragen...

Hilfe holen soll man sich, schon klar, aber was bekomme ich zu hören? Wartezeit von bis zu einem 3/4 Jahr...
Hinterher heißt es dann "warum hat sie sich nicht helfen lassen"....nur dann wird es zu spät sein...

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr...

MIt 26 Jahren alleine auf der Welt zu sein, ohne den Menschen, den man mehr als alles andere liebt,
das bringt mich um...

Was soll das für eine Zukunft sein?
Ich heirate - Sie ist nicht da...
Ich bekomme ihr erstes Enkelkind - Sie wird es nie in den Armen halten können
Ich erlebe etwas total lustiges - und kann es ihr nicht erzählen
Meine Schwester hat Abiball - ein Stuhl bleibt leer...

Das ist mehr, als ich mir auszuhalten vorstellen kann...

Momentan scheint keine Rettung in Sicht.

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L
lin_12889701
03.03.10 um 20:03

Hallo
Ich weiß ganz genau was du gerade durchmachst, den das gleiche mache ich zur zeit auch durch.

Am 20 Dezember 2007 habe ich den Anruf bekommen, das meine Mama Krebs hat, und sie hat einen Krebs den man nicht heilen kann.

Ich habe auch schon lange Angst das der Tag schneller kommt, an dem ich Tschüß sagen muss, meine Mama muss morgen auch wieder ins Krankenhaus, weil der Krebs wieder an einer anderen stelle ausgebrochen ist.

Letzte woche sollte eigendlich eine bestralung stattfinden, aber das geht ja jetzt nicht mehr, wegen diesem neuen ausbruch.

Diese Angst geht mir wirklich genauso, so wie du sie hast, ganz genauso, und deine sache die finde ich auch wirklich sehr raurig.

LG finn2007

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M
mable_12460022
06.03.10 um 13:33

Hey
hey
meine mama ist auch vor einem jahr an krebs gestroben.ich dachte erst ich hätte alle sgut verarbeitet und das ich keine psychologische hilfe brauche aber jetzt weiß ich ,dass das ein großer fehler war.mir geht es jetzt so schlecht habe eine angststörung und komme im moment gar nicht klar.
ich würde dir raten jetzt schon psychologische hilfe zu suchen auch wenn die wartezeiten lang sind aber irgendwann hast du dann den termin und das wird dir sicherlich helfen.
ich wünsche dir alles gute

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B
braith_12317572
16.05.10 um 13:57
In Antwort auf lin_12889701

Hallo
Ich weiß ganz genau was du gerade durchmachst, den das gleiche mache ich zur zeit auch durch.

Am 20 Dezember 2007 habe ich den Anruf bekommen, das meine Mama Krebs hat, und sie hat einen Krebs den man nicht heilen kann.

Ich habe auch schon lange Angst das der Tag schneller kommt, an dem ich Tschüß sagen muss, meine Mama muss morgen auch wieder ins Krankenhaus, weil der Krebs wieder an einer anderen stelle ausgebrochen ist.

Letzte woche sollte eigendlich eine bestralung stattfinden, aber das geht ja jetzt nicht mehr, wegen diesem neuen ausbruch.

Diese Angst geht mir wirklich genauso, so wie du sie hast, ganz genauso, und deine sache die finde ich auch wirklich sehr raurig.

LG finn2007

Es ist bald soweit
Da bin ich wieder...
Ich danke euch schonmal für die lieben Antworten und irgendwie ist es "schön" (ihr wisst, wie ich's meine) zu wissen, dass es Menschen gibt, die einen verstehen, weil sie eben genau DAS durch machen oder die ihre Mama schon verloren haben und es dennoch schaffen, jeden Tag ihr Leben weiter zu leben (was mehr ist, als ich mir momentan für mich selber vorstellen kann).

Meine Mama ist mittlerweile zu Hause und der Krebs frisst und frisst... Ich komme die meiste Zeit nur noch mit Beruhigungstabletten durch den Tag, leide unter starken Stimmungsschwankungen und bin mittlerweile davon überzeugt, mitzugehen, wenn sie geht.
Das ist feige, ich weiß, aber der Schmerz wird einfach immer größer und überschattet mein komplettes Leben.

Letzte Woche hatte ich schriftliche Abschlussprüfungen und habe bestanden, bin fertig mit der Ausbildung, trotz all der Scheiße, die ich durchgemacht habe, die letzten Jahre, scheine ich doch noch ein bisschen was auf die Reihe zu bekommen.
Aber es ist zu spät, Freude kann ich kaum noch empfinden. Und wenn, dann nur in sehr kurzen, unnatürlich anmutenden Sequenzen. (blöde ausgedrückt, aber ich hoffe, ihr versteht mich)

Meine Mama wird immer schwächer, und hat sich entschlossen, in einem Hospiz ihre letzten Wochen zu verbringen, gegen meinen Willen, aber sie hat wohl ihre Gründe (wollte ihr nicht zuhören, bin über diese Entscheidung mehr als traurig).
Bald wird sie also ihren letzten Koffer packen, und zum letzen Mal dieses, unser Haus verlassen. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich möchte sie so gerne hier haben und mein Arbeitgeber würde mich ohne Probleme frei stellen. Aber sie möchte nicht zu Hause sterben.

Sie schläft immer mehr und wird immer schwächer, der Tod kommt immer näher, verdrängen zwacklos.
Ich sitze oft bei ihr, wenn sie schläft, schaue sie an, und wünsche mir mit aller Kraft, die ich habe, dass sie bei mir bleiben kann...

Gestern war ich sogar in einer Kirche und habe für uns gebetet. Suche wohl irgendwie nach einem letzten Halt, der mich vorm Abgrund bewaht. Eigentlich weiß ich aber, dass ich sterben will und werde.

Entschuldigt diese wirren Zeilen, aber ich bin einfach durch...

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J
jule_12363460
22.09.10 um 15:03

Meinem Papa ging es wie deiner Mama
Hey...

ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht, da mein Papa vorgestern für immer eingeschlafen ist. Er lid nun schon fast 15 Jahre an Krebs war ständig im Krankenhaus, hat sehr viele Ops und Chemos hinter sich, doch keiner hat diesen Mikrotumor gefunden. Ich fluche jeden Tag, weil für alles eine Lösung gefunden wird und die Technik eigentlich wahnsinnig weit ist, doch einem krebskranken Menschen können sie nicht helfen. Mein Paps lag jetzt insgesamt 8 Wochen im Krankenhaus (5 davon im Hospiz). Doch eins kannst du mir glauben, diese Hilfe die er im Hospiz bekommen hat ist ein kleines Geschenk Gottes. Für die Menschen da war er nicht nur ein dahin vegetierender Mann-nein für sie war es ein Mensch, dem sie helfen wollte, die letzten Wochen so angenehm wie möglich zu gestalten...Momentan weiss ich auch nicht wie das Leben weiter gehen soll-alles ist so fade,leer,trostlos und zum kotzen. Ich habe kein Hunger so richtig, ständig irgendwo anders Schmerzen...möchte zu ihm,aber leider geht es nicht.

wenn du magst kannst du ja mal meinen Blog lesen,da steht alles genauer drin...

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A
an0N_1302580499z
23.09.10 um 8:55
In Antwort auf braith_12317572

Es ist bald soweit
Da bin ich wieder...
Ich danke euch schonmal für die lieben Antworten und irgendwie ist es "schön" (ihr wisst, wie ich's meine) zu wissen, dass es Menschen gibt, die einen verstehen, weil sie eben genau DAS durch machen oder die ihre Mama schon verloren haben und es dennoch schaffen, jeden Tag ihr Leben weiter zu leben (was mehr ist, als ich mir momentan für mich selber vorstellen kann).

Meine Mama ist mittlerweile zu Hause und der Krebs frisst und frisst... Ich komme die meiste Zeit nur noch mit Beruhigungstabletten durch den Tag, leide unter starken Stimmungsschwankungen und bin mittlerweile davon überzeugt, mitzugehen, wenn sie geht.
Das ist feige, ich weiß, aber der Schmerz wird einfach immer größer und überschattet mein komplettes Leben.

Letzte Woche hatte ich schriftliche Abschlussprüfungen und habe bestanden, bin fertig mit der Ausbildung, trotz all der Scheiße, die ich durchgemacht habe, die letzten Jahre, scheine ich doch noch ein bisschen was auf die Reihe zu bekommen.
Aber es ist zu spät, Freude kann ich kaum noch empfinden. Und wenn, dann nur in sehr kurzen, unnatürlich anmutenden Sequenzen. (blöde ausgedrückt, aber ich hoffe, ihr versteht mich)

Meine Mama wird immer schwächer, und hat sich entschlossen, in einem Hospiz ihre letzten Wochen zu verbringen, gegen meinen Willen, aber sie hat wohl ihre Gründe (wollte ihr nicht zuhören, bin über diese Entscheidung mehr als traurig).
Bald wird sie also ihren letzten Koffer packen, und zum letzen Mal dieses, unser Haus verlassen. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich möchte sie so gerne hier haben und mein Arbeitgeber würde mich ohne Probleme frei stellen. Aber sie möchte nicht zu Hause sterben.

Sie schläft immer mehr und wird immer schwächer, der Tod kommt immer näher, verdrängen zwacklos.
Ich sitze oft bei ihr, wenn sie schläft, schaue sie an, und wünsche mir mit aller Kraft, die ich habe, dass sie bei mir bleiben kann...

Gestern war ich sogar in einer Kirche und habe für uns gebetet. Suche wohl irgendwie nach einem letzten Halt, der mich vorm Abgrund bewaht. Eigentlich weiß ich aber, dass ich sterben will und werde.

Entschuldigt diese wirren Zeilen, aber ich bin einfach durch...

Hallo,
du hast mein Mitgefühl und irgendwie kann ich dich verstehen.
Du und deine Schwester ihr seid noch sehr jung und es ist nicht einfach. Ich habe meine Mutter mit 28 Jahren im letzten Jahr verloren. Ich habe noch meinen Vater, aber leider ist er mir keine große Hilfe, da er nicht darüber reden kann und keiner kann meine Mama ersetzen. Am Anfang hab ich auch so wie du gedacht, dass ich am besten auch gehe weil ich nicht mehr wollte. Mir fällt es auch schwer mich über irgendetwas zu erfreuen, aber ich bin mich sicher dass dies mit der Zeit zurück kommt. Man sollte über die erlebten gemeinsamen Jahre dankbar sein. Die sist jetzt noch kein Trost für dich. Am Anfang fiel mir das schwer, aber inzwischen sehe ich es anders.
Ich hab eine ältere Schwester und sie ist mein einziger Halt.
Sei froh dass du deine Schwester hast, du bist also nicht ganz alleine und ich hoffe dass ihr euch beide auch eine Stütze sein könnt.
Deine Mama will dich vielleicht einfach nicht noch mehr belasten und hat sich deswegen so entschieden.
Wie gesagt, du bist noch jung und das geht alles nicht spurlos an einem vorbei. Du kannst sie ja trotzdem täglich besuchen und viel. verstehst du auch irgendwann mal ihre Entscheidung.
Ich kann dir auch nur raten jetzt schon Hilfe zu suchen.
Ich fand es am Anfang sinnlos und ich weiß genau wie du dich fühlst, dass man keine Kraft hat sich nun darum zu kümmern irgendwo einen Therapieplatz zu bekommen und wer weiß ob einer einem helfen kann. Frag deinen Hausarzt o. rufe alle Psychotherapeuten in deiner Nähe an.
Ich habe übrigens auch noch keinen Platz gefunden. Ich habe mich mit einer Frau unterhalten, die ebenfalls eine Therapie gemacht hat, da ihr Vater sich umgebracht hatte. Sie meinte dass alle Freunde mit einem reden können, aber keiner kann einem so sehr helfen wie ein Therapeut um alles Geschehene zu verarbeiten. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Unsere Freunde sind selbst mit der Situation überfordert, auch wenn sie für einen da sein wollen o. sind. Du musst es aber für dich verarbeiten und ich denke umso früher man damit anfängt, desto besser ist es für einen!
Das was du gerade erlebst ist nicht einfach.
Trauer und versuche es nicht zu verdrängen.
Ich habe am Anfang nur funktioniert und dann kam das gr. Loch. Ich konnte mit keinem darüber reden, weil mich niemand verstand. Man kann sich am Anfang nur schwer an irgendetwas erfreuen und vieles ist einem auch egal. Für mich war es merkwürdig meine Mama nicht mehr anrufen zu können und ihr zu erzählen was ich erlebt habe. Ja auch meine Mama wird nicht erleben wenn ich mal heirate oder Kinder kriege und ich finde es auch schrecklich.
Ich bin eigentlich kein religiöser Typ, aber mir gab die Kirche auch einen Halt. Es hat mich unglaublich beruhigt, dass meine Mama ihren letzten Segen bekommen hat. Ich weiß nicht ob es ein Leben danach gibt und wir alle unsere Lieben irgendwann wiedersehen werden, aber der Glaube gibt einem dann doch irgendwie einen Halt.
Meine Mama hat früher immer gesagt "ich hab euch nicht geboren damit ihr unglückliche Menschen werdet!" und so ist es auch! Deine Mama möchte das sicherlich auch nicht!
Deswegen sollte man sich täglich bemühen dass es wieder aufwärts und weiter geht! Ich bemühe mich täglich und täglich wird es wieder besser, auch wenn es immer wieder schlechte Tage gibt. Was mich beruhigt ist zu wissen dass es weiter geht. Am Anfang fand ich es schlimm. Wie kann sich die Welt weiter drehen wenn meine untergegangen ist, aber das war das Einzige was mich beruhigt hat. Die Welt dreht sich weiter und ob man will oder nicht, es geht immer weiter vorwärts und eigentlich ist es das, was mir irgendwie hilft damit klar zu kommen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

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H
hervey_12838586
06.10.10 um 14:48
In Antwort auf braith_12317572

Es ist bald soweit
Da bin ich wieder...
Ich danke euch schonmal für die lieben Antworten und irgendwie ist es "schön" (ihr wisst, wie ich's meine) zu wissen, dass es Menschen gibt, die einen verstehen, weil sie eben genau DAS durch machen oder die ihre Mama schon verloren haben und es dennoch schaffen, jeden Tag ihr Leben weiter zu leben (was mehr ist, als ich mir momentan für mich selber vorstellen kann).

Meine Mama ist mittlerweile zu Hause und der Krebs frisst und frisst... Ich komme die meiste Zeit nur noch mit Beruhigungstabletten durch den Tag, leide unter starken Stimmungsschwankungen und bin mittlerweile davon überzeugt, mitzugehen, wenn sie geht.
Das ist feige, ich weiß, aber der Schmerz wird einfach immer größer und überschattet mein komplettes Leben.

Letzte Woche hatte ich schriftliche Abschlussprüfungen und habe bestanden, bin fertig mit der Ausbildung, trotz all der Scheiße, die ich durchgemacht habe, die letzten Jahre, scheine ich doch noch ein bisschen was auf die Reihe zu bekommen.
Aber es ist zu spät, Freude kann ich kaum noch empfinden. Und wenn, dann nur in sehr kurzen, unnatürlich anmutenden Sequenzen. (blöde ausgedrückt, aber ich hoffe, ihr versteht mich)

Meine Mama wird immer schwächer, und hat sich entschlossen, in einem Hospiz ihre letzten Wochen zu verbringen, gegen meinen Willen, aber sie hat wohl ihre Gründe (wollte ihr nicht zuhören, bin über diese Entscheidung mehr als traurig).
Bald wird sie also ihren letzten Koffer packen, und zum letzen Mal dieses, unser Haus verlassen. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich möchte sie so gerne hier haben und mein Arbeitgeber würde mich ohne Probleme frei stellen. Aber sie möchte nicht zu Hause sterben.

Sie schläft immer mehr und wird immer schwächer, der Tod kommt immer näher, verdrängen zwacklos.
Ich sitze oft bei ihr, wenn sie schläft, schaue sie an, und wünsche mir mit aller Kraft, die ich habe, dass sie bei mir bleiben kann...

Gestern war ich sogar in einer Kirche und habe für uns gebetet. Suche wohl irgendwie nach einem letzten Halt, der mich vorm Abgrund bewaht. Eigentlich weiß ich aber, dass ich sterben will und werde.

Entschuldigt diese wirren Zeilen, aber ich bin einfach durch...

Hi,
finde deine Situation sehr traurig.
Was du alles durchmachen musst.

Ich habe vor 10 Jahren meinen Bruder verloren, plötzlich. Und seitdem hat sich einiges verändet.
Ich kann dich in der Hinsicht verstehen.

Falls du noch darüber reden möchtest, kann dich gut nachvollziehen

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E
emer_12119489
08.10.10 um 9:55

Das tut mir sehr leid!!
Hallo,
ganz genau wie du schreibst denkt mein Neffe...und er macht sich Vorwürfe, dass er dass alles nicht erreicht hat während seine Mutter noch gelebt hat. Es ist hart, aber wir können es leider nicht mehr ändern. Ich habe für meine Schwester im internet bei "strasse der Besten" ein Online-Grab errichtet, da kann ich jeden Tag eine Kerze anzünden oder einfach bloss lesen, dass tut mir gut.

Verbring einfach ganz intensiv die Zeit die dir bleibt mit deiner Mutter!
Die Schwester meines Kollegen ist diese Woche gestorben...er hat sie nicht im Krankenhaus besucht, weil sie eine SMS geschickt hat dass er nicht kommen soll...ich glaub aber nicht dass sie es wirklich so gemeint hat...und ich bin mit ihm etwas stinkig weil ich seine Handlungsweise nicht akzeptiere. Als sie tot war ist er morgens ins Krankenhaus kam gleich danach total in schwarz angezogen zur Arbeit..und das erste was er mich fragte...ob er gleich mal zum mittagessen gehen kannst. Da kannst du mal sehen...uns fehlt einfach die gewisse Portion Egoismus um mit dem Tod klarzukommen.

Liebe Grüße und ich drück und dein Schwester mal ganz feste.
Evelyne

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