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2. Ausbildung, immernoch unglücklich

16. Oktober 2016 um 3:20

Guten Abend liebe Community,
ich befinde mich derzeit in meiner 2. Ausbildung (zur Gesundheits-und Krankenpflegerin 1AJ). Derzeit habe ich Urlaub, leider muss ich morgen wieder zur Frühschicht erscheinen. Ich sage leider, weil ich eigentlich gar nicht möchte. Ich könnte weinen, wenn ich daran denke, dass morgen 4:30 Uhr der Wecker klingelt und ich aufstehen muss, um mich für die Arbeit fertig zu machen. Sobald ich auf Arbeit bin, zähle ich die Stunden, bis ich wieder nach hause kann. Zuhause angekommen bin ich zuerst erleichtert, zähle später aber die Stunden, bis mein Wecker erneut klingelt. Ich fühle eine Abneigung gegenüber dem Arbeiten gehen. 
Meine erste Ausbildung (zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin, erster Berufswunsch: Erzieher) habe ich mit ach und Krach beendet. Dort war ich kurz davor, abzubrechen Bzw hinzuschmeißen. Ich habe mich durch die 4 Praktika (jeweils 5 Wochen gequält), obwohl die Arbeit ja eigentlich Spaß gemacht hat. (Und es nur je 5 Wochen waren aller 3-4 Monate). Das letzte Praktikum habe ich auch vorzeitig abgebrochen, weil ich dort einfach nicht mehr hingehen wollte. (Ich habe mir meine fehlenden Stunden zum Zeugnis dann mühsam in den Ferien erarbeitet). 
In der Schule war ich sehr gut, habe nur 1 und 2 geschrieben. Ich hatte auch keine wirklichen Probleme mit der Berufsschule, ich habe auch keine in der 2. Ausbildung. 
Selbstorganisiertes Arbeiten und Lernen macht mich glücklich.
Nun beginnt diese Ablehnung gegen die praktische Arbeit (2. Ausbildung) erneut. 
Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll! Ich möchte einfach nicht mehr arbeiten gehen. Dabei habe ich nichts gegen die Arbeit, sobald ich einmal dort bin. Die Aussicht, dass ich noch 3 Jahre vor mir habe, macht mich psychisch ziemlich fertig. Ich fühl mich unmotiviert, traurig, unglücklich. Ich könnte immer wieder weinen, sobald ich daran denke. Sobald ich nach einer Frühschicht nach Hause komme, lege ich mich hin und schlafe. Ich rette mich auf Urlaub, Wochenende, Schule. Ich lehne es auch oft so ab, dass ich mich krankmelde, was keinen guten Eindruck hinterlässt.
Habe ich es einmal auf Arbeit geschafft , gebe ich mein bestes. In der Schule stehe ich nach dieser Kurzen Zeit auch ziemlich Gut. Alles für die Weiterbildung in die leitende Ebende: Ich mache den GKP nur, damit ich später die Weiterbildung Zur PDL anschließen kann. Nach der Ausbildung würde ich nicht länger in der Plege arbeiten (aufgrund Krankheitsbild Rheuma). Ich weiß nicht, wieso mein Körper die Praxis so sehr ablehnt, wieso es mich psychisch und Vlt auch körperlich so Ferig macht. Im Nachhinein macht die Arbeit mir ja eig Spaß. 
Ich denke nicht, dass es gut ist, mich weitere 3 Jahre zu quälen, aber ohne diese Ausbildung kann ich die PDL vergessen. Ich fühl mich hilflos.

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19. Oktober 2016 um 2:06
In Antwort auf anonym1231232

Guten Abend liebe Community,
ich befinde mich derzeit in meiner 2. Ausbildung (zur Gesundheits-und Krankenpflegerin 1AJ). Derzeit habe ich Urlaub, leider muss ich morgen wieder zur Frühschicht erscheinen. Ich sage leider, weil ich eigentlich gar nicht möchte. Ich könnte weinen, wenn ich daran denke, dass morgen 4:30 Uhr der Wecker klingelt und ich aufstehen muss, um mich für die Arbeit fertig zu machen. Sobald ich auf Arbeit bin, zähle ich die Stunden, bis ich wieder nach hause kann. Zuhause angekommen bin ich zuerst erleichtert, zähle später aber die Stunden, bis mein Wecker erneut klingelt. Ich fühle eine Abneigung gegenüber dem Arbeiten gehen. 
Meine erste Ausbildung (zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin, erster Berufswunsch: Erzieher) habe ich mit ach und Krach beendet. Dort war ich kurz davor, abzubrechen Bzw hinzuschmeißen. Ich habe mich durch die 4 Praktika (jeweils 5 Wochen gequält), obwohl die Arbeit ja eigentlich Spaß gemacht hat. (Und es nur je 5 Wochen waren aller 3-4 Monate). Das letzte Praktikum habe ich auch vorzeitig abgebrochen, weil ich dort einfach nicht mehr hingehen wollte. (Ich habe mir meine fehlenden Stunden zum Zeugnis dann mühsam in den Ferien erarbeitet). 
In der Schule war ich sehr gut, habe nur 1 und 2 geschrieben. Ich hatte auch keine wirklichen Probleme mit der Berufsschule, ich habe auch keine in der 2. Ausbildung. 
Selbstorganisiertes Arbeiten und Lernen macht mich glücklich.
Nun beginnt diese Ablehnung gegen die praktische Arbeit (2. Ausbildung) erneut. 
Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll! Ich möchte einfach nicht mehr arbeiten gehen. Dabei habe ich nichts gegen die Arbeit, sobald ich einmal dort bin. Die Aussicht, dass ich noch 3 Jahre vor mir habe, macht mich psychisch ziemlich fertig. Ich fühl mich unmotiviert, traurig, unglücklich. Ich könnte immer wieder weinen, sobald ich daran denke. Sobald ich nach einer Frühschicht nach Hause komme, lege ich mich hin und schlafe. Ich rette mich auf Urlaub, Wochenende, Schule. Ich lehne es auch oft so ab, dass ich mich krankmelde, was keinen guten Eindruck hinterlässt.
Habe ich es einmal auf Arbeit geschafft , gebe ich mein bestes. In der Schule stehe ich nach dieser Kurzen Zeit auch ziemlich Gut. Alles für die Weiterbildung in die leitende Ebende: Ich mache den GKP nur, damit ich später die Weiterbildung Zur PDL anschließen kann. Nach der Ausbildung würde ich nicht länger in der Plege arbeiten (aufgrund Krankheitsbild Rheuma). Ich weiß nicht, wieso mein Körper die Praxis so sehr ablehnt, wieso es mich psychisch und Vlt auch körperlich so Ferig macht. Im Nachhinein macht die Arbeit mir ja eig Spaß. 
Ich denke nicht, dass es gut ist, mich weitere 3 Jahre zu quälen, aber ohne diese Ausbildung kann ich die PDL vergessen. Ich fühl mich hilflos.

Liebe anonym!

Kenne ich. Kenne ich nur zu gut. Ich glaube, ich habe in meinem Leben an die 25 Praktika gemacht, inklusive sogenannter Maßnahmen - ohne Bezahlung versteht sich. Das Jobcenter sorgte schon dafür, dass mir die Arbeit nicht ausging. Die Betriebe bezahlten deshalb nichts, weil sie sich sagten: "Der bekommt ja eh Arbeitslosenunterstützung ..."  
"Herr lib", sagte der Arbeitsvermittler, "die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, dass Sie in einer Maßnahme bestens aufgehoben sind. Da können sie etwas leisten und zeigen, was Sie schon alles können!" Es machte ihm Freude, mir das mitzuteilen. Er hatte so ein höhnisches Grinsen im Gesicht. (So etwa wie der Politiker Oppermann.) Weißt Du was eine Maßnahme ist? Ich erkläre es Dir: Da werden alle "Drückeberger" zusammengefangen, die dann (unter Zwang), freiwillig in besagter Maßnahme zu erscheinen haben, und zwar pünktlich um 7:30 Uhr. Und da wurde einem dann von einer "Dozentin" beigebracht, welche Städte an diesem scheiß Rhein liegen, wie lange und breit die chinesische Mauer ist, ja, auch das kleine Einmaleins, das Bruchrechnen usw.  Das nannte sich dann "Auffrischungskurs." Nahm man daran nicht teil, wurde die finanzielle Unterstützung gekürzt, teilweise gekürzt oder ganz versagt. Im Sommer ging`s gerade noch, aber im Winter! Auch ich wollte damals alles hinwerfen, weil ich diesen Blödsinn nicht mehr ertragen konnte. Ich wollte Grafiker werden, zeichnen und irgendwas Entwerfen. Nach langem Zögern, rief ich eine Bekannte von mir an (Grafikerin), und fragte sie, ob ich nicht bei ihr anfangen könnte. Sie war sofort damit einverstanden. Die fingen erst um 9:00 Uhr an. Es war ein Segen. Später besuchte ich dann eine Fachschule für Grafikdesign und Bildhauerei. Das waren die einzigen Jobs, die mir wirklich Spaß machten, weil ich da endlich sehen konnte, was ich geleistet hatte. Und das mache ich auch heute noch. Ich bin nicht reich, aber glücklich. Mir redet keiner mehr was drein. ICH bin der Chef, sonst niemand! Setze Dir ein Ziel und verfolge es. Ein Kampf lohnt sich immer!

Viel Erfolg dabei!

Liebe Grüße,

lib

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