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15 mit Depression

1. August 2015 um 21:54

Hallo, Wie der Titel schon sagt. Ich habe ein Problem.
Es fing alles vor etwa einem Halben Jahr an. Als ich noch relativ neu mit meinem noch jetzigen Freund zusammen kam. Er bekam Depressionen (ich persönlich denke weil er Drogenabhängig ist), Ich liebte ihn schon damals wie Heute sehr fest. Doch seine Depressionen wurden immer grösser, es folgten Schlussmach Texte per Whats App oder sogar Abschiedsbriefe (da er nicht mehr leben wollte) wenn ich am Nachmittag von der Schule nachhause kam oder sogar am Morgen als ich aufwachte, und das eine Weile lang jeden Tag, ich habe aber alles mit mir machen lassen, ganz einfach da ich ihm beistehen wollte. Vielleicht zu erwähnen ist dass ich in meiner Familie nicht so beliebt bin, meine Familie hat sowieso nicht so viel Zusammenhalt, mein Vater ist Selbständig und arbeitet sogar an Sonntagen, verreist sogar teilweise ohne uns an Wettbewerbe und meine Mutter sitzt im Rollstuhl, heisst also sie hat sehr viel eigene Probleme mit denen sie zu kämpfen hat und mein Bruder versteckt sich sowieso nur noch in seinem Zimmer seit er eine X Box hat, darum ist mein Freund sehr wichtig für mich, ist er schon lange denn sogar bevor wir Zusammen kamen waren wir schon sehr Eng befreundet. Nun geht es ihm besser, seit er Psychologisch betreut wird, auch unsere Beziehung ist nun relativ stabil.
Doch in diesen Wochen an denen meine Geduld jeden Tag auf die Probe gestellt wurde, hatte ich mich verändert und leider geht diese Veränderung jetzt noch Tag für Tag weiter. Früher kannte man mich eher als aufgestellte Person, doch in diesen Wochen voller Kummer habe ich so eine leere in mir drin bekommen, damals ging es sogar so weit das ich mich geritzt habe und heute noch Wunden davon trage. Heute ritze ich mich nicht mehr aber ich fühle mich immer noch leer und kraftlos, ich kann Nachts nicht schlafen wache aber morgens um 4 Uhr auf, Habe öfters Alpträume und habe seit neustem sogar wieder ungeheure Angst im Dunkeln, ich bekomme manchmal aus lauter Verzweiflung Heulanfälle, sogar Suizid Gedanken waren schon mehrmalig im Spiel ,an manchen Tagen will ich nur noch schlafen damit die Zeit vergeht, ich fühle mich alleine und im Stich gelassen manchmal und manche Wochenenden an denen mein Freund keine Zeit für mich hat, verbringe ich nur noch im Bett Ebenso machen mir Dinge die ich früher gerne machte keinen Spass mehr oder Sachen die mir früher viel bedeuteten sind mir nicht mehr wichtig. Ich habe da durch viele Freunde verloren, ebenso meine Beste Freundin (Kontakt besteht jedoch immer noch). Ich werde jedoch aber auch sehr viel schneller eifersüchtig wenn es um meinen Freund geht, da braucht es nur ein Gespräch mit einem anderem Mädchen um mich schon auf die Palme zu bringen. Auch unsere Beziehung leidet darunter, da mein Freund merkt wie ich mich verändere und sich selber sogar manchmal Vorwürfe macht. Ich persönlich will endlich wieder Glücklich werden, doch ich traue mich nicht zu meiner Mutter zu gehen und mit ihr darüber zu Reden, vielleicht denkt sie ja dann auch nur dass ich mich in etwas reinsteigere und nimmt mich vielleicht nicht ernst. Ich möchte einfach Hilfe, weil ich brauche wirklich welche Doch ich weiss nicht wie ich mir selber helfen kann, noch wo ich nach Hilfe suchen kann wenn nicht bei meinen Eltern.
könnt ihr mir vielleicht helfen?
Ich wäre wirklich dankbar

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1. August 2015 um 22:04

Zum verstehen was mit helfen gemeint ist
Ich meine mit helfen, eher mir einen Rat geben wo ich nach Hilfe suchen kann oder ob so Probleme auch mal hattet und wie ihr es geschafft habt diese zu überwinden

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3. August 2015 um 16:22

Das kenne ich nur zu gut
Ich hab schon mit 10 Depressionen bekommen, seeeeehr sehr lange Geschichte, aber irgendwann hab ichs geschafft. Immerhin hast du eingesehen, dass du Hilfe benötigst und das ist schon ein mega wichtiger Schritt für dich.

Wegen den Schlafproblemen: Sag deiner Mutter einfach, dass du schon seit längerer Zeit nicht einschlafen kannst und dass du deswegen zum Arzt willst. Punkt. Dann gehst du eben zum Arzt und erzählst ihm alles, war bei mir genauso. Hab dann Schlafmittel und Antidepressiva bekommen. Ich hab mich auch lange nicht getraut, was zu sagen. Aber bitte mach den Fehler nicht, ich war 19 als ich mir dann endlich Hilfe geholt hab. Bis dahin hab ich die Hölle durchgemacht. Und erst als ich 3 Tage am Stück nicht schlafen konnte hab ich eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann.

Ganz wichtig ist nur, dass du die Schlaftabletten nicht lange nimmst, aber da wird dich der Arzt besser beraten können. Bei den Antidepressiva dauert es etwas länger, bis sie wirken. Irgendwann wird deine "Grundstimmung" einfach besser, du bist entspannter und du kannst automatisch auch besser schlafen. Und glaub mir, wenn du die erste Nacht ohne Schlaftabletten durchgeschlafen hast, wird es dir um ein vielfaches besser gehen und du freust dich so richtig auf das nächste mal schlafen.

Und zum Thema Freunde: Ich hatte selbst nie viele Freunde. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich das überhaupt nicht stört. Ich bin eher der ruhige Typ und kann auch nicht mit jedem reden. Kann ich nicht mal erklären warum, ich mag die meisten Menschen einfach nicht bzw sie sind mir komplett egal. Ich hab zur Zeit meine beste Freundin und meinen Freund. Mehr brauche ich auch nicht. Qualität statt Quantität. Es ist viel besser, einen kleinen, aber wertvollen Freundeskreis zu haben.

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