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14jährige hat Suizidgedanken

13. Januar 2007 um 2:32

Hallo,

erst mal hier ein Grundriss der Situation:
Die vierzehnjährige Tochter von Bekannten ist ein Fan von einer Popgruppe (TH). Und wenn ich Fan sage, dann meine ich nicht ein paar Poster und alle CDs besitzen, sondern sie ist schon nahezu fanatisch!

Ein paar Beispiele: Es wird in einer fröhlichen Runde gespielt. Mitten im allgemeinen Gelächter macht sie plötzlich 180 kehrt und fängt an zu weinen, geht ins Nachbarzimmer und weint mittlerweile wirklich bitterlich. Als man ihr nachgeht und fragt, ob man etwas Falsches gesagt hat, meint sie nur "ich vermisse Bill so!"

Oder man schmückt den Weihnachtsbaum, ist gut gelaunt und freut sich aufs Fest. Sie springt unvermittelt auf und läuft weinend in ihr Zimmer. Wieder mit der Begründung, sie vermisse Bill.

Sie hat die gesamten Wände ihres Zimmers mit den Postern der Band tapeziert! Man sieht die Tapete nicht mehr! Andauernd wird deren Musik gehört, keine Reportage oder ein Konzert in der Umgebung versäumt, alle Fanartikel muss (!) man besitzen.

Das ist ja noch gar nicht so erschreckend -meine Teeniezeit ist noch gar nicht so lang her, ich war teilweise genauso bei BSB.

Aber vor einigen Tagen hat man einen Brief von ihr an besagten Bill aus der Gruppe gefunden (sie hat ihn frei im Wohnzimmer liegen lassen, es war also kein Schnüffeln), mit dem Wortlaut: "Wenn Ihr Euch trennen würdet, hätte die Welt keinen Sinn mehr. Dann werde ich mich umbringen!" Und das ist wirklich erschreckend!

Als Fan ist man immer traurig, wenn die Lieblingsband sich auflöst, aber ihr Verhalten in letzter Zeit ist wirklich fanatisch geworden, sodass man sich vorstellen kann, dass sie ihre Ankündigung wirklich in die Tat umsetzt!

Das Schlimmste ist: Ihre Eltern kommen gar nicht mehr an sie ran. Sie schottet sich vollkommen von der Außenwelt ab und spricht in der neuen Schule (Umzug) nur mit den Mitschülern, die die Gruppe auch gut finden! Mit den anderen redet sie gar nicht.

Ihre Mutter hat jetzt gesagt, dass sie mit ihr zum Psychologen gehen wird, weil sie mittlerweile wirklich Angst um ihre Tochter hat.

Wie schätzt Ihr die Situation -nach den wenigen Infos- ein? Ist der Rat eines Psychologen wirklich die letzte Möglichkeit? Wie stehen die Chancen einer "Heilung"? (blöd ausgedrückt, ich weiß)

Vielen Dank!

LG,
Eupel

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13. Januar 2007 um 10:15

Guten Morgen, Acecat!
Vielen Dank für den Link. Ich werde ihn so weiterreichen!

Erwähnen sollte ich vielleicht, dass sie bereits vor einiger Zeit einen Versuch gemacht hat. Wie ich mich ja gerade belesen konnte, war es ein parasuizidaler Versuch -also wirklich ein Aufschrei nach Hilfe. Lediglich sind wir alle ratlos, wie man diesen Schrei erhören kann, wenn man keinen Kontakt zu ihr aufbauen kann...

Danke noch mal,
Eupel

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