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Angst vor dem Autofahren

19. August 2004 um 22:00

Hallo Leute,

ich habe da ein Problem, was mich schon seit langem quält. Ich habe einfach Angst, Auto zu fahren.

Sobald ich mit dem Gedanken spiele, mich ins Auto zu setzen und zu fahren, beschleicht mich eine massive Hemmung!

Ohne Beifahrer läuft da erst recht nix...

Wem von euch geht es genauso und wer kann mir Tips geben, wie ich diese Angst wieder los werde ?????

Ich wäre euch sooo dankbar für ein wenig Hilfe!!!!!!

P.S.
Ist das eigentlich ein typisches "Frauenproblem" oder gibt es auch Männer, denen es so geht ????

Die Jordy

20. August 2004 um 0:51

Angst an sich
...mal ne Frage...ist Auto fahren das Einzige, wovor Du solch starke Angst hast, oder gibt es da vielleicht noch andere mehr oder minder alltägliche Dinge, die Dir Angst machen?

Ich finde, Auto fahren ist wie eine Sportart...Übung macht den Meister, je mehr man fährt, um so sicherer wird man.

Aber wenn der Gedanke selbst Dir schon Angst macht, dann ist das ziemlich heftig.

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20. August 2004 um 7:17

Autofahren
Hallo Jordy,

ich kenne das. Nachdem ich meinen Führerschein gemacht habe, bin ich 3 Jahre nicht gefahren. Ich hab mich einfach nicht getraut. Irgendwann "wollte" ich es dann unbedingt und irgendwie hat es auch funktioniert. Allerdings fahre ich bis heute keine fremden Strecken alleine. Da muß schon jemand neben mir sitzen oder ich muß die Strecke vorher ein oder zwei Mal mit Beifahrer abfahren. Wenn da allerdings keine vernünftigen Parkplätze vorhanden sind, hat sich das Ganze für mich auch schon wieder erledigt.

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20. August 2004 um 8:19

Normal....
das war bei mir am Anfang genauso...
Ich habe seid Oktober den Schein und war am Anfang auch ganz ängstlich. Aber mittlerweile gehts super gut.
Man brauch eben Fahrpraxis, das ist ganz wichtig!
Mach jetzt nicht den Fehler und fahr nicht mehr.
Fahre ersteinmal nur Strecken die du kennst und dann wenn du das gut kannst dann fahr immer ein Stück mehr, bis du dir zutraust eine ganz fremde Strecke zu fahren.
Ich bin letztens bis nach Köln gefahren (200km). Es ging. Glaub mir: Übung macht den Meister!

LG Bitmausy

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20. August 2004 um 12:25

Mhm...
... vielleicht mal was zu deiner Frage an die Maenner... Ich hab zwar keine Angst vorm Autofahren, aber ich mag es ueberhaupt nicht. Ich find es nervig, anstrengend, sinnlos, und auch ziemlich gefaehrlich - hab einfach keine Lust auf so'n Risiko, wenn ich in der Bahn das genaue Gegenteil habe: Mindestens zehnfach hoehere Sicherheit, extreme Bequemlichkeit, niedrigere Kosten, man kann Lesen oder Schlafen usw. und lernt ab und zu auch mal nette Leute kennen.

Falls du doch unbedingt Autofahren willst: hoer auf die andern und uebe einfach, lass dich nie von andern Fahrern beeindrucken, sondern fahre immer so wie du es fuer richtig haeltst, auch wenn es z.B. langsamer ist als der Durchschnitt. Lass dir Zeit, entspann dich und sieh Autofahren als Fortbewegungsmoeglichkeit, nicht als Strassenkampf...

Wovor hast du Angst eigentlich? So voellig irrational oder vor Unfaellen oder gar vor Beulen im Auto?



n

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20. August 2004 um 13:05

Habe dasselbe Problem
Ich habe vor 8Jahren meinen Führerschein gemacht, was schon eine Tortur war, hat sehr viel Zeit und Geld und 2 Prüfungen gekostet.
Danach bin ich mangels Auto (konnte mir als Studentin keins leisten) und mangels Motivation nie wieder selber Auto gefahren.

Ich komme aus einer autolosen Familie, habe meinen Führerschein auch nicht mit 18 gemacht, sondern erst mit 21 an meinem Sudienort.
Andere waren wahrscheinlich Fahrabläufe schon von zu Hause gewohnt, aber ich hatte von nichts eine Ahnung.
Ausserdem war mein Fahrlehrer ein A***. Der hat einen dauernd angepöbelt. Einmal bin ich während einer Fahrstunde ausgestiegen und nach Hause gegangen.

Neulich meinte mein Freund mit mir eine Übungsstunde machen zu müssen. So Runden bei 20km/h über ein leeres Gelände zu drehen ging ja noch. Aber sobald es raus auf die Strasse musste und mir andere Autos begegneten hatte icht regelrecht Panik.

Das Problem ist, daß nächstes Jahr meine Promotion fertig ist und ich mich dann um Jobs bewerben muß.
Im meinen inneren denke ich manchmalt, es ist mir schnurz, was kommt, ich will einfach nicht autofahren. Ich will allerdings die Einschränkungen, die das mit sich bringt nicht akzeptieren und ich habe ja einen Führerschein.

Als Studentin konnte ich mir sowieso kein Auto leisten, da war es egal, als Doktorantin kam ich auch ohne aus, aber ich schränke mich längerfristig, beruflich stark ein, wenn ich nicht autofahren kann.

Merkwürdigerweise hatte ich als Kind dasselbe Problem mit dem Fahrradfahren, was ich auch erst mit 10 Jahren richtig konnte. später hab ich dann sogar Fahrradurlaub gemacht.

Ich möchte das Problem gern in den Griff kriegen, mehr aus beruflichen als aus privaten gründen. Im Moment ist noch alles ok. Ich promoviere an der Uni und wohne in einer 250000 EW-stadt, wo man alles mit Rad oder Öffis erreichen kann. Ich habe allerdings nur noch 1J. "Schonfrist". Dann ist die Promotion fertig und ich muß mir einen Job suchen.

Ich bin Ingenieurin und selbst wenn man nicht im Außendienst arbeitet, ist es ganz selbstverständlich, daß man mal eine Dienstreise mit dem Auto zum Kunden oder Subunternehmer unternhemen muß. Verrückterweise ist einer meiner möglichen Arbeitgeber die Automobilbranche.

Ich denke, daß es vielleicht sinnvoll ist, das Problem jetzt langsam in Angriff zu nehmen, anstatt später auf Teufel komm raus zu müssen, oder deshlab keine Arbeit zu finden.
Ich will das eigentlich auch. Ich habe mir vorgenommen bald ein paar Fahrstunden zu nehmen und mir dann einkleines Auto zu kaufen.
Wenn ich nur nicht so einen Schiß hätte.


LG

Wolkenschaf

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20. August 2004 um 14:55
In Antwort auf dottne

Angst an sich
...mal ne Frage...ist Auto fahren das Einzige, wovor Du solch starke Angst hast, oder gibt es da vielleicht noch andere mehr oder minder alltägliche Dinge, die Dir Angst machen?

Ich finde, Auto fahren ist wie eine Sportart...Übung macht den Meister, je mehr man fährt, um so sicherer wird man.

Aber wenn der Gedanke selbst Dir schon Angst macht, dann ist das ziemlich heftig.

Hallo an Alle hier,
das Einzige was mir noch Panik im größeren Ausmaß bereitet, sind Wespen !!!!!

Ein kleinwenig Höhenangst habe ich auch ....

Ich glaube, es liegt daran, daß ich auch einen sehr menschenverachtenden Fahrlehrer hatte. Der hat uns alle demoralisiert und manche Fahrschülerinnen haben sogar geweint!!!

Außerdem hasse ich es, wenn hinter mir Autos warten oder nah auffahren. Dann kriege ich leichte Panik und denke, ich könnte denen zu langsam sein. Ja, ich weiß...das sollte ich nicht, aber...

Bin Jahre nicht gefahren und versuche nun seit 2 Wochen wieder zu fahren! Es klappt schon besser, als noch vor ewigen Jahren !!!

Trotzdem glaube ich, daß ich diese Scheu immer haben werde...

Danke für alle Antworten hier!!!

Die Jordy

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20. August 2004 um 15:30
In Antwort auf wolkenschaf

Habe dasselbe Problem
Ich habe vor 8Jahren meinen Führerschein gemacht, was schon eine Tortur war, hat sehr viel Zeit und Geld und 2 Prüfungen gekostet.
Danach bin ich mangels Auto (konnte mir als Studentin keins leisten) und mangels Motivation nie wieder selber Auto gefahren.

Ich komme aus einer autolosen Familie, habe meinen Führerschein auch nicht mit 18 gemacht, sondern erst mit 21 an meinem Sudienort.
Andere waren wahrscheinlich Fahrabläufe schon von zu Hause gewohnt, aber ich hatte von nichts eine Ahnung.
Ausserdem war mein Fahrlehrer ein A***. Der hat einen dauernd angepöbelt. Einmal bin ich während einer Fahrstunde ausgestiegen und nach Hause gegangen.

Neulich meinte mein Freund mit mir eine Übungsstunde machen zu müssen. So Runden bei 20km/h über ein leeres Gelände zu drehen ging ja noch. Aber sobald es raus auf die Strasse musste und mir andere Autos begegneten hatte icht regelrecht Panik.

Das Problem ist, daß nächstes Jahr meine Promotion fertig ist und ich mich dann um Jobs bewerben muß.
Im meinen inneren denke ich manchmalt, es ist mir schnurz, was kommt, ich will einfach nicht autofahren. Ich will allerdings die Einschränkungen, die das mit sich bringt nicht akzeptieren und ich habe ja einen Führerschein.

Als Studentin konnte ich mir sowieso kein Auto leisten, da war es egal, als Doktorantin kam ich auch ohne aus, aber ich schränke mich längerfristig, beruflich stark ein, wenn ich nicht autofahren kann.

Merkwürdigerweise hatte ich als Kind dasselbe Problem mit dem Fahrradfahren, was ich auch erst mit 10 Jahren richtig konnte. später hab ich dann sogar Fahrradurlaub gemacht.

Ich möchte das Problem gern in den Griff kriegen, mehr aus beruflichen als aus privaten gründen. Im Moment ist noch alles ok. Ich promoviere an der Uni und wohne in einer 250000 EW-stadt, wo man alles mit Rad oder Öffis erreichen kann. Ich habe allerdings nur noch 1J. "Schonfrist". Dann ist die Promotion fertig und ich muß mir einen Job suchen.

Ich bin Ingenieurin und selbst wenn man nicht im Außendienst arbeitet, ist es ganz selbstverständlich, daß man mal eine Dienstreise mit dem Auto zum Kunden oder Subunternehmer unternhemen muß. Verrückterweise ist einer meiner möglichen Arbeitgeber die Automobilbranche.

Ich denke, daß es vielleicht sinnvoll ist, das Problem jetzt langsam in Angriff zu nehmen, anstatt später auf Teufel komm raus zu müssen, oder deshlab keine Arbeit zu finden.
Ich will das eigentlich auch. Ich habe mir vorgenommen bald ein paar Fahrstunden zu nehmen und mir dann einkleines Auto zu kaufen.
Wenn ich nur nicht so einen Schiß hätte.


LG

Wolkenschaf

Mhm...
... ich versteh ja, dass man Autofahren ganz wichtig finden kann, aber glaubst du wirklich, dass jemand von nem Dr.ing. verlangt, Dienstreisen mit dem Auto zu machen? Taxi, Bahn und Flugzeug scheinen mir da angemessener, und zwar erster Klasse...

Ich hab mich in meinem Nebenjob beim Studium immer vom Azubi fahren lassen, weil ich keinen Bock drauf hatte...



n

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20. August 2004 um 18:49
In Antwort auf nathan

Mhm...
... ich versteh ja, dass man Autofahren ganz wichtig finden kann, aber glaubst du wirklich, dass jemand von nem Dr.ing. verlangt, Dienstreisen mit dem Auto zu machen? Taxi, Bahn und Flugzeug scheinen mir da angemessener, und zwar erster Klasse...

Ich hab mich in meinem Nebenjob beim Studium immer vom Azubi fahren lassen, weil ich keinen Bock drauf hatte...



n

Ich meine
nicht unbeding mehrtägige Dienstreisen, aber es wird schon erwartet, daß man mit dem Auto mal 20km weiter zum Subunternehmer, Kunden oder ähnliches fährt, vor allem wenn die Firma ungünstig erreichbar für Öffis liegt.

Auch bei Deinstreisen innerhalb Deutschlands ist es oft üblich, daß man einen Dienstwagen gestellt bekommt. So ist es jedenfalls bei meiner besseren Hälfte, der Dipl.Ing. in einem Automobilkonzern ist. Und bloß wegen des Dr.-Titels bekommt man keinen Chauffeur.



Wolkenschaf

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20. August 2004 um 19:07
In Antwort auf wolkenschaf

Ich meine
nicht unbeding mehrtägige Dienstreisen, aber es wird schon erwartet, daß man mit dem Auto mal 20km weiter zum Subunternehmer, Kunden oder ähnliches fährt, vor allem wenn die Firma ungünstig erreichbar für Öffis liegt.

Auch bei Deinstreisen innerhalb Deutschlands ist es oft üblich, daß man einen Dienstwagen gestellt bekommt. So ist es jedenfalls bei meiner besseren Hälfte, der Dipl.Ing. in einem Automobilkonzern ist. Und bloß wegen des Dr.-Titels bekommt man keinen Chauffeur.



Wolkenschaf

Nee... schon klar...
... ich hab etwas uebertrieben, absichtlich... kommt halt drauf an was man macht. fuer mich waer ein job wichtig, in dem ich nie autofahren muss, da gibts genug, hoffe ich. und falls ich dochmal fahren muss, nehm ich mir ein taxi und bezahl's zur not selbst.



n

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26. August 2004 um 9:44

Ja, ich kenne das nur zu gut...
Hallo ihr alle,

ich habe 1998 meinen Führerschein gemacht heute frage ich mich, wie ich den eigentlich bestanden habe... . naja, jedenfalls bin ich dann bis mitte 2004 nicht einmal gefahren. der gedanke daran hat mich schon in panik versetzt... also ich kann dich sehr gut verstehen. ich hatte angst, dass die anderen autofahrer fehler machen und ich nicht entsprechend reagieren kann, ich hatte angst fehler zu machen und ich hatte angst vor den vielen autos, dir mir dann begegnen würden. mittlerweile habe ich schon große fortschritte gemacht. ich fahre ohne probleme landstrasse - ich finde eine perfekte möglichkeit um wieder ins fahren reinzukommen und das handling mit dem auto zu üben. das ist übrigens mittlerweile auch sehr gut geworden. stadtfahrten (spurwechsel) und autobahn, davor habe ich noch sehr viel respekt. deshalb nehme ich seit 5 wochen auffrischungsfahrstunden bei einer fahrschule, die auf ängstliche fahrschüler spezialisiert ist. ich brauch sicher noch eine weile und dann werde ich carsharing in anspruch nehmen, damit ich nicht wieder rauskomme aus dem fahren. ich bin froh soweit gekommen zu sein und ich kann dir nur raten, auch einen weg zu finden. ohne beifahrer fahre ich übrigens auch nicht. da bin ich noch nicht soweit. taste dich schritt für schritt und freue dich über kleine erfolgserlebnisse. auch wenn du nur 100 m am anfang zurücklegst. freu dich darüber. autofahren macht spass und die angst wirst du - genau wie ich irgendwann - vollständig überwinden...

ich bin übrigens noch vor jeder fahrstunde aufgeregt, aber mit es wird mit jedem mal besser...

viel glück...

feuerregen

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26. August 2004 um 15:43
In Antwort auf jordy

Hallo an Alle hier,
das Einzige was mir noch Panik im größeren Ausmaß bereitet, sind Wespen !!!!!

Ein kleinwenig Höhenangst habe ich auch ....

Ich glaube, es liegt daran, daß ich auch einen sehr menschenverachtenden Fahrlehrer hatte. Der hat uns alle demoralisiert und manche Fahrschülerinnen haben sogar geweint!!!

Außerdem hasse ich es, wenn hinter mir Autos warten oder nah auffahren. Dann kriege ich leichte Panik und denke, ich könnte denen zu langsam sein. Ja, ich weiß...das sollte ich nicht, aber...

Bin Jahre nicht gefahren und versuche nun seit 2 Wochen wieder zu fahren! Es klappt schon besser, als noch vor ewigen Jahren !!!

Trotzdem glaube ich, daß ich diese Scheu immer haben werde...

Danke für alle Antworten hier!!!

Die Jordy

Ich auch--
hallo!

Ich muss da einfach auch mitreden. Hab nämlich das gleiche Problem.

Ich bin kein besonders mutiger mensch und wurde auch von meinem vater in der hinsicht nie gefördert oder unterstützt, musste nicht eigenständig arbeiten und deshalb fällt es mir manchmal schwer, verantwortung zu übernehmen, oder dinge "selbst in die hand zu nehmen".
Trotzdem hab ich, weil es einfach "normal" is, mit 18 den Führerschein begonnen und mich gleich nach den ersten Fahrstunden regelrecht angesch.... weil ich so einen Horror hatte vor einem Unfall (z.B jemanden überfahren..ein Albtraum-Gedanke!). Und das is noch nicht mal schlimm, immerhin hat der fahrlehrer ja auch pedale und eigentlich kann gar nix passieren.
Jedenfalls hab ich ihn beim zweiten mal praktisch bestanden, das erste mal bin ich nicht wegen mangelnden fahrkenntnissen (obwohl mein fahrlehrer echt unfähig war) geflogen, sondern wegen dem 3 S Blick (oder wie der heißt).
Egal, Auf jeden Fall war ich dann sogar kurz echt motiviert! Ich wollt plötzlich auto fahren und hab mich schon aufs Fortgehen gefreut und auf das auto, dass ich von meinem dad ausleihen würde. Leider hat er mir ALLES vermasselt. Er bekam fast einen auszucker, wenn mir einmal das Auto abgestorben ist oder ich einen falschen gang oder was auch immer "verbockt" hab und wir haben jedes mal nach meinen privaten "fahrstunden" mit ihm gestritten. Aber wie gestritten!! (Nur weil er in 27 jahren keinen unfall hatte, heißt dass nicht, dass ich unfehlbar bin nach 2 monaten üben!!!)
Irgendwann bin ich dann auch in Tränen ausgebrochen und er hat nur gemeint, dass ich "schwach" sei und nicht hinters steuer gehöre- ich sei ja außerdem noch ein Kleinkind. Er hat mich gekränkt, mir nicht vertraut und irgendwann wurde dann das auto für mich eine art gewisser "Ort", an dem nur gestritten und geheult wird. Deshalb habe ich es ca. 1 1/2 jahre vermieden, mich ans Steuer zu setzen. Logisch, dass ich dann das Auto auch nicht bekam, aber die ewigen Schimpfereien wollte ich mir dann auch nicht antun und mein vater schwand in meiner "beliebtheits"skala stark nach unten.
Heute, mit 20, fahr ich nur sporadisch, bin unsicher, nervös und verliere schnell die Nerven beim Fahren. Was mich tröstet ist, dass es eigenlich ja nie zu spät sein kann, um auto zu fahren, oder? Und das es angeblich keine schlechten, sondern nur unerfahrene Autofahrer gibt. Oder dass ich eines Tages ein eigenes auto haben werde, wo ich hoffentlich nicht andauernd diese Angst verspüren werde. Mein Verhältnis zu Autos is jedenfalls stark beeinträchtig und ich hoffe, diese Furcht geht mal vorbei. Wenn ich denk, wieviel zeit und ärger ich sparen würd, würd er mir ab und zu diese scheiss karre geben (Audi 80)!! Nicht so wie jetzt, wo ich schon 2 stunden bevor ich losfahre mit schnellerem herzklopfen und rotem Kopf durch die Gegend renne.
Ich möcht mal alleine, sicher und unbeschwert durch die gegend fahren, ohne zu denken: "welcher gang, blinker, gas, bremsen, kipplung raus?, licht usw.".
So ein banaler Wunsch, doch unerreichbar für mich im moment...
kaya, bremen

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26. August 2004 um 15:57
In Antwort auf nadanae

Ich auch--
hallo!

Ich muss da einfach auch mitreden. Hab nämlich das gleiche Problem.

Ich bin kein besonders mutiger mensch und wurde auch von meinem vater in der hinsicht nie gefördert oder unterstützt, musste nicht eigenständig arbeiten und deshalb fällt es mir manchmal schwer, verantwortung zu übernehmen, oder dinge "selbst in die hand zu nehmen".
Trotzdem hab ich, weil es einfach "normal" is, mit 18 den Führerschein begonnen und mich gleich nach den ersten Fahrstunden regelrecht angesch.... weil ich so einen Horror hatte vor einem Unfall (z.B jemanden überfahren..ein Albtraum-Gedanke!). Und das is noch nicht mal schlimm, immerhin hat der fahrlehrer ja auch pedale und eigentlich kann gar nix passieren.
Jedenfalls hab ich ihn beim zweiten mal praktisch bestanden, das erste mal bin ich nicht wegen mangelnden fahrkenntnissen (obwohl mein fahrlehrer echt unfähig war) geflogen, sondern wegen dem 3 S Blick (oder wie der heißt).
Egal, Auf jeden Fall war ich dann sogar kurz echt motiviert! Ich wollt plötzlich auto fahren und hab mich schon aufs Fortgehen gefreut und auf das auto, dass ich von meinem dad ausleihen würde. Leider hat er mir ALLES vermasselt. Er bekam fast einen auszucker, wenn mir einmal das Auto abgestorben ist oder ich einen falschen gang oder was auch immer "verbockt" hab und wir haben jedes mal nach meinen privaten "fahrstunden" mit ihm gestritten. Aber wie gestritten!! (Nur weil er in 27 jahren keinen unfall hatte, heißt dass nicht, dass ich unfehlbar bin nach 2 monaten üben!!!)
Irgendwann bin ich dann auch in Tränen ausgebrochen und er hat nur gemeint, dass ich "schwach" sei und nicht hinters steuer gehöre- ich sei ja außerdem noch ein Kleinkind. Er hat mich gekränkt, mir nicht vertraut und irgendwann wurde dann das auto für mich eine art gewisser "Ort", an dem nur gestritten und geheult wird. Deshalb habe ich es ca. 1 1/2 jahre vermieden, mich ans Steuer zu setzen. Logisch, dass ich dann das Auto auch nicht bekam, aber die ewigen Schimpfereien wollte ich mir dann auch nicht antun und mein vater schwand in meiner "beliebtheits"skala stark nach unten.
Heute, mit 20, fahr ich nur sporadisch, bin unsicher, nervös und verliere schnell die Nerven beim Fahren. Was mich tröstet ist, dass es eigenlich ja nie zu spät sein kann, um auto zu fahren, oder? Und das es angeblich keine schlechten, sondern nur unerfahrene Autofahrer gibt. Oder dass ich eines Tages ein eigenes auto haben werde, wo ich hoffentlich nicht andauernd diese Angst verspüren werde. Mein Verhältnis zu Autos is jedenfalls stark beeinträchtig und ich hoffe, diese Furcht geht mal vorbei. Wenn ich denk, wieviel zeit und ärger ich sparen würd, würd er mir ab und zu diese scheiss karre geben (Audi 80)!! Nicht so wie jetzt, wo ich schon 2 stunden bevor ich losfahre mit schnellerem herzklopfen und rotem Kopf durch die Gegend renne.
Ich möcht mal alleine, sicher und unbeschwert durch die gegend fahren, ohne zu denken: "welcher gang, blinker, gas, bremsen, kipplung raus?, licht usw.".
So ein banaler Wunsch, doch unerreichbar für mich im moment...
kaya, bremen

Ich kann dir ja so nachempfinden...
*seufz* Wir müssen nur daran glauben, dass wir es schaffen irgendwann. Für Leute, die tagtäglich fahren, für die ist es unvorstellbar Angstgefühle beim Fahren zu haben. Es ist immer gut zu wissen, dass es noch andere Menschen gibt, die ähnlich empfinden bzw. die ähnliches durchhaben. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es besser wird. vor 6 Monaten konnte ich mir nicht annähernd vorstellen, dass ich mal Über eine Landstraße fahre. Es geht und das Beste... es macht auch Spass. Bleib dran, das ist das wichtigste...

LG, FR

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26. August 2004 um 16:24
In Antwort auf feuerregen

Ja, ich kenne das nur zu gut...
Hallo ihr alle,

ich habe 1998 meinen Führerschein gemacht heute frage ich mich, wie ich den eigentlich bestanden habe... . naja, jedenfalls bin ich dann bis mitte 2004 nicht einmal gefahren. der gedanke daran hat mich schon in panik versetzt... also ich kann dich sehr gut verstehen. ich hatte angst, dass die anderen autofahrer fehler machen und ich nicht entsprechend reagieren kann, ich hatte angst fehler zu machen und ich hatte angst vor den vielen autos, dir mir dann begegnen würden. mittlerweile habe ich schon große fortschritte gemacht. ich fahre ohne probleme landstrasse - ich finde eine perfekte möglichkeit um wieder ins fahren reinzukommen und das handling mit dem auto zu üben. das ist übrigens mittlerweile auch sehr gut geworden. stadtfahrten (spurwechsel) und autobahn, davor habe ich noch sehr viel respekt. deshalb nehme ich seit 5 wochen auffrischungsfahrstunden bei einer fahrschule, die auf ängstliche fahrschüler spezialisiert ist. ich brauch sicher noch eine weile und dann werde ich carsharing in anspruch nehmen, damit ich nicht wieder rauskomme aus dem fahren. ich bin froh soweit gekommen zu sein und ich kann dir nur raten, auch einen weg zu finden. ohne beifahrer fahre ich übrigens auch nicht. da bin ich noch nicht soweit. taste dich schritt für schritt und freue dich über kleine erfolgserlebnisse. auch wenn du nur 100 m am anfang zurücklegst. freu dich darüber. autofahren macht spass und die angst wirst du - genau wie ich irgendwann - vollständig überwinden...

ich bin übrigens noch vor jeder fahrstunde aufgeregt, aber mit es wird mit jedem mal besser...

viel glück...

feuerregen

Hallo feuerregen
wo hast Du denn Deine Fahrschule, die auf ängstliche Fahrer spezialisiert ist gefunden?

Gibt es sowas öfters?

LG

Wolkenschaf

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26. August 2004 um 17:36
In Antwort auf wolkenschaf

Hallo feuerregen
wo hast Du denn Deine Fahrschule, die auf ängstliche Fahrer spezialisiert ist gefunden?

Gibt es sowas öfters?

LG

Wolkenschaf

Dresden
Also ich lebe in Dresden und ich denke, sowas gibt auch in anderen Städten. Ich weiß nur nicht, wo man sowas erfragen kann. Ich habs von einer Bekannten erfahren. Ich denke sowas läuft eher über Mund zu Mund Probaganda.

LG, FR

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30. August 2004 um 19:42

Nagst vorm Autofahren
Hallo,

sag mal hast Du Angst das Dir was passiert, oder das Du jemand überfahren könntest, oder andere Dich nicht sehen, etc.

Sind das Kontrollzwaenge im Spiel?

Wuerde mich interessieren?

Gruesse
Michael

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6. September 2004 um 17:07
In Antwort auf oder2006

Nagst vorm Autofahren
Hallo,

sag mal hast Du Angst das Dir was passiert, oder das Du jemand überfahren könntest, oder andere Dich nicht sehen, etc.

Sind das Kontrollzwaenge im Spiel?

Wuerde mich interessieren?

Gruesse
Michael

Tja...
vielleicht Angst, Fehler zu machen, daraufhin aufzufallen, (wäre schon peinlich! ).

Kontrollzwang wohl eher nicht !!

Autofahren verursacht totalen inneren Stress!

Kann mir kaum vorstellen, daß das mal anders sein könnte ...

Vielleicht existiert da auch der Gedanke, daß nicht immer alles glatt gehen kann und dann sowieso bald mal der große Knall kommen MUß...

Ja, ich weiß, das klingt fatalistisch.

Ich glaube nicht, daß meine Einstellung durch ein paar Fahrstunden geändert werden könnte...

Danke aber für deine Anteilnahme!!!!!

Die Jordy






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21. Februar 2005 um 12:23
In Antwort auf feuerregen

Dresden
Also ich lebe in Dresden und ich denke, sowas gibt auch in anderen Städten. Ich weiß nur nicht, wo man sowas erfragen kann. Ich habs von einer Bekannten erfahren. Ich denke sowas läuft eher über Mund zu Mund Probaganda.

LG, FR

FAHRSCHULE
Hallo,

Ich komme auch aus Dresden und meine Frau muss nun endlich aus beruflichen Gründen den Führerschein machen, hat aber eine Höllenangst......
wie heißt den die Fahrschule für Ängstliche in Dresden ??

Danke
Helmuth

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9. März 2005 um 20:22
In Antwort auf feuerregen

Ich kann dir ja so nachempfinden...
*seufz* Wir müssen nur daran glauben, dass wir es schaffen irgendwann. Für Leute, die tagtäglich fahren, für die ist es unvorstellbar Angstgefühle beim Fahren zu haben. Es ist immer gut zu wissen, dass es noch andere Menschen gibt, die ähnlich empfinden bzw. die ähnliches durchhaben. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass es besser wird. vor 6 Monaten konnte ich mir nicht annähernd vorstellen, dass ich mal Über eine Landstraße fahre. Es geht und das Beste... es macht auch Spass. Bleib dran, das ist das wichtigste...

LG, FR

Hallo
Ich dachte, dass ich die Einzige bin mit meinen Problem, ich habe 98 den Lappen mit 18 gemacht. Alles hat prima geklappt.AUs Kostengründen und Faulheit habe ich damals meinen Polo weggegeben und hab mich dann nur noch durch die Gegend fahren lassen. Ein grosser Fehler wie ich Heute feststelle. Dananch bin ich nur noch wenige Male gefahren und dann auch nur in Begleitung. Ich habe immer Angst mich zu blamieren bzw dass auf den Strassen alle Augen nur auf mich gerichtet sind. Ich weiss es klingt verrückt, aber ich traue es mir einfach nicht mehr zu. Ich liege oft nächtelang wach und hasse mich dafür, dass ich es nicht schaffe einfach mal das Auto meines Freundes oder meiner Eltern zu nehmen und loszufahren.
Weiß jemand ob in Norddeutschland es einen VHS Kurs gibt? Was meint Ihr zu Auffrischungsfahrstunden ?

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5. Februar 2006 um 13:14
In Antwort auf diny

Hallo
Ich dachte, dass ich die Einzige bin mit meinen Problem, ich habe 98 den Lappen mit 18 gemacht. Alles hat prima geklappt.AUs Kostengründen und Faulheit habe ich damals meinen Polo weggegeben und hab mich dann nur noch durch die Gegend fahren lassen. Ein grosser Fehler wie ich Heute feststelle. Dananch bin ich nur noch wenige Male gefahren und dann auch nur in Begleitung. Ich habe immer Angst mich zu blamieren bzw dass auf den Strassen alle Augen nur auf mich gerichtet sind. Ich weiss es klingt verrückt, aber ich traue es mir einfach nicht mehr zu. Ich liege oft nächtelang wach und hasse mich dafür, dass ich es nicht schaffe einfach mal das Auto meines Freundes oder meiner Eltern zu nehmen und loszufahren.
Weiß jemand ob in Norddeutschland es einen VHS Kurs gibt? Was meint Ihr zu Auffrischungsfahrstunden ?

Angst tip
hallo, nun muss ich mich auch mal zu wort melden...

hatte auch lange zeit große angst, teilweise sogar panik allein bei dem gedanken daran, auto fahren zu müssen...habe es lange für mich behalten, weil ich mi9ch geschämt habe. hilfe habe ich dann von einem super netten psychologen aus hamburg erhalten, der soewohl seminare als auch einzelstunden mit "angstfahrern" macht. weiß nur noch, dass er markus mit vornamen heisst und ne e-mail hat (me.md@gmx.de)
also, kann ich nur empfehlen!!!!
euch alles gute, tanja.

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